Donnerstag 25. Juli 2024

DTM – Stars and Stories vom Rennwochenende am Norisring

DTM

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  • Stimmungsvolle Feierstunde zum 40-jährigen DTM-Jubiläum
  • Extrem-Surfer Sebastian Steudtner schickt DTM-Feld auf die Strecke 
  • DTM und FG-Series-Mitbegründer Nick Heidfeld vereinbaren Kooperation

Extrem-Sportler Steudtner schickt die Fahrer auf die Strecke 
Sebastian Steudtner reitet die höchsten Wellen der Welt ab. In Nazaré (Portugal) bezwang er 2020 mit einem Tempo von 80 km/h eine 26,21 Meter hohe Monster-Wave – offizieller Weltrekord. Auf dem Norisring blieb der Extrem-Surfer auf dem Boden und schickte das Feld am Samstag mit dem Schild „Drivers start your engines“ auf die Strecke. „Ich war schon einmal am Norisring und bin Renntaxi gefahren. Das war ein tolles Erlebnis. Bei uns Extrem-Surfern sind wie im Motorsport der Teamspirit sowie der Sicherheits-Aspekt sehr wichtig. Außerdem befinden wir uns auch immer auf der Suche nach neuen und innovativen Technologien“, erklärte Steudtner.

DTM, 7. + 8. Rennen Norisring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

Ski-Ass Linus Straßer juckt es in den Fingern
Der Zweite des Slalomweltcups der vergangenen Saison ist auf dem Norisring vor fünf Jahren im Audi Sport TT Cup mitgefahren. Trotzdem waren die Runden im DTM-Innovationstaxi von Schaeffler für den 31-jährigen Straßer am DTM-Jubiläumswochenende keine Routine-Angelegenheit. „Ich kannte das Gefühl, das man hat, wenn man zum ersten Mal in einem Rennauto mitfährt und sich vor der ersten Kurve fragt: Wann bremst der Fahrer eigentlich? Trotzdem hat es unheimlich viel Spaß gemacht, über diesen engen Stadtkurs zu jagen. Ich habe es sehr genossen, hätte aber am liebsten selbst am Steuer gesessen“, erklärte der Slalomspezialist.

DTM, 7. + 8. Rennen Norisring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

DTM und FG Series mit Nick Heidfeld verkünden innovative Kooperation
Die DTM und die innovative vollelektrische FG Series arbeiten künftig eng zusammen. Gemeinsam soll die nächste Generation des Motorsports gefördert und zukunftsweisend vorangetrieben werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Förderung junger Talente gelegt. In einer Pressekonferenz am Norisring gab der ehemalige Formel-1-Fahrer bekannt, dass die FG Series ab 2025 im Rahmen der DTM an den Start gehen und die Nachhaltigkeitsmaßnahmen der größten europäischen GT-Serie ergänzen soll. „Mit der FG Series stellen wir eine ganzheitliche Ausbildungsplattform bereit. Die Kooperation mit der DTM sichert uns die erste regional starke Plattform, bei der Fahrerinnen und Fahrer auf relevanten Strecken bei etablierten Events ihr Talent unter Beweis stellen können. Ich durfte als Junior selbst die ADAC-Nachwuchsförderung genießen und nun werden wir gemeinsam die nächste Generation Motorsport fördern und mitgestalten“, sagte Heidfeld als Mitbegründer der FG Series.

DTM, 7. + 8. Rennen Norisring 2024 – Foto: Gruppe C Photography


Poldi feiert 40-jährigen Geburtstag mit dem „Batmobil“
Leopold Prinz von Bayern war beim Start der erfolgreichsten Tourenwagen-Serie Europas am 11. März 1984 in Zolder mit dabei. Bei seinem Heimrennen im fränkischen Monaco übernahm der Vertreter des europäischen Hochadels 40 Jahre später am Jubiläums-Wochenende mit dem „Batmobil“ die Führungsrolle des Leading-Car-Piloten bei der DTM Classic: „Ich habe so unglaublich viele tolle Erinnerungen an den Norisring und freue mich, viele Freunde wiederzusehen,“ erklärte der Nachfahre der Könige Ludwig I. und König Ludwig II. sowie Kaiserin Sisi.

DTM Classic, Norisring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

Ex-Fußballnationalspieler feiern 40. DTM-Jubiläum am Norisring
Die ehemaligen deutschen Fußballnationalspieler Klaus Augenthaler und Felix Magath waren am Wochenende zu Gast auf dem einzigen Stadtkurs in Deutschland. Augenthaler feierte als Libero sieben deutsche Meisterschaften im Trikot des FC Bayern München und den Weltmeistertitel 1990. Felix Magath wurde mit dem HSV dreimal nationaler Champion, zweimal Europapokalgewinner sowie mit dem deutschen Nationalteam Europameister und Vizeweltmeister. „Den Norisring kenne ich gut, denn er liegt in der Nähe meines Wohnortes. Man kann als Zuschauer die Strecke gut überblicken, die Rennen sind immer spannend und interessant. Wie im Motorsport ist auch im Fußball der Faktor Zeit entscheidend. Wer schneller spielt, gewinnt. Zudem kommt es in beiden Sportarten auf Kleinigkeiten an. Ich drücke Kelvin van der Linde die Daumen“, verriet Magath. Das Halbfinale der Fußall-Europameisterschaft verfolgt der Mittelfeldstratege ohne seine beiden Favoriten: „Portugal war mein Tipp auf den Titel. Nachdem die Mannschaft ausschied, hatte ich eigentlich meine Schweizer Freunde auf der Rechnung.“

DTM, 7. + 8. Rennen Norisring 2024 – Foto: Gruppe C Photography

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ehrt René Rast
Bayerns Staatsminister des Innern Joachim Herrmann, der seit 2018 auch für den Sport zuständig ist, ließ es sich nicht nehmen, beim 40-jährigen DTM-Jubiläumswochenende das Samstagsrennen anzuschauen. Nach dem turbulenten siebten Meisterschaftslauf gratulierte Herrmann den DTM-Stars bei der Siegerehrung und überreichte Gewinner René Rast den Pokal.

40 Jahre DTM – Festakt am Dutzendteich
Die DTM feierte im Jahr 1984 ihre Premiere – 40 Jahre später trafen sich ehemalige Teamchefs, Fahrer und Verantwortliche beim runden Geburtstag der bekanntesten deutschen Motorsport-Marke im Ruderklub am Norisring. Mit dabei waren unter anderem der erste Titelträger Volker Strycek, Olaf Manthey, Rekordmeister Bernd Schneider, AMG-Gründer Hans-Werner Aufrecht, Ex-Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug, Champion Maximilian Götz, der erste DTM-Rennsieger aller Zeiten Harald Grohs und Prinz Leopold von Bayern. Die DTM-Granden wurden auf einen Streifzug durch die Geschichte der DTM mitgenommen, die ProSieben-Moderatoren Andrea Kaiser und Matthias Killing führten durch das stimmungsvolle Programm. „Es gab in den 40 Jahren ein Auf und Ab in der DTM. Die Tiefen haben einen geprägt, die Höhen aufgebaut und ich hoffe, dass es noch viele Jahre mit dieser tollen Serie weitergeht. Für mich ist es immer wieder schön, dass man nach so langer Zeit noch erkannt wird, weil unsere Rekorde im Gedächtnis geblieben sind“, sagte Schneider. Hans-Joachim Stuck, DTM-Champion 1990: „Die DTM ist für mich die weltbeste GT3-Serie und Deutschland kann stolz sein, so etwas zu haben. Mit dem ADAC läuft es sehr gut und es kommen immer wieder junge Talente nach. Nur der Spaßfaktor ist geringer als früher. Man kann sich heutzutage als Fahrer keinen Fehltritt leisten, weil der sofort über Social Media verbreitet wird. Da hatten wir es damals besser.“ 

Traditioneller Empfang im Bootshaus am Dutzendteich
Auto Bild Motorsport-Vermarkter B&M Marketing und die DTM luden am Samstag Motorsportler, Geschäftspartner und Freunde in das Bootshaus am Dutzendteich ein. Mit kühlen Getränken, leckerem Essen und heißer Musik wurden die Gäste im „fränkischen Monaco” perfekt unterhalten, auch DTM-Piloten schauten beim Empfang vorbei. McLaren-Pilot Clemens Schmid: „Auf der Rennstrecke geht es ernst zu, daher finde ich es super, in so einer Runde mit lockerer Atmosphäre zusammenzukommen. Dazu gab es viele tolle Geschichten von vorherigen DTM-Generationen. Die alten Zeiten hätte ich schon gerne erlebt.“

DTM-Nostalgie auf und neben der Strecke
In den beiden DTM-Classic-Rennen am Wochenende auf dem Norisring kam das geballte Aufgebot von Fahrzeugen und Legenden aus vier Jahrzehnten DTM-Historie zum Einsatz: vom Original BMW M3 aus der DTM 1989 bis zum Audi A4 DTM, den Timo Scheider 2007 gefahren ist. Auch abseits der Strecke wurde das 40-jährige Jubiläum zelebriert. In der DTM Fan Zone gab es Talkrunden mit DTM-Legenden, moderiert von Maren Braun, die ein besonderes Verhältnis zu der Rennserie hat. Ihr Vater Rainer Braun war von 1989 bis 1995 die Stimme der alten DTM und gab bei der DTM Classic in Nürnberg ein einmaliges Sprecher-Comeback. Dazu drehte Rainer Braun vor dem Sonntagslauf der DTM Classic an der Seite von Leopold Prinz von Bayern zwei Ehrenrunden auf dem Norisring.

Nürnberger Spieler-Quartett erleben Motorsport-Heimspiel
Im Schatten ihres Max-Morlock-Stadions besuchten Finn Jeltsch, Enrico Valentini, Jan Reichert und Christian Mathenia vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg den vierten DTM-Stopp in der fränkischen Metropole. Die Fußball-Profis nutzten die Zeit, schlenderten durch das Fahrerlager, unterhielten sich mit den Piloten und begutachteten im Grid die GT3-Fahrzeuge. In 14 Tagen geben die Fußball-Profis selbst Vollgas: Dann beginnt das Trainingslager für die neue Saison.

Rundes Jubiläum: Maro Engel mit 100. DTM-Rennen 
Für Maro Engel war der Sonntag am Norisring ein ganz besonderes Datum: Der Mercedes-AMG-Pilot bestritt auf dem einzigen Stadtkurs in Deutschland sein 100. DTM-Rennen. Sein Debüt gab Engel in der Saison 2008. Zu seinen Markenkollegen zählten damals unter anderem Schneider und der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher – beide kennt Engel schon seit Kindheitstagen. „Die DTM ist für mich die Formel 1 mit Dach. Mit dieser Serie verbinde ich wahnsinnig viele Erinnerungen, da bin ich schon ein wenig stolz drauf. Daher war es etwas Besonderes, als ich 2008 meinen ersten DTM-Vertrag unterschrieben hatte. Ich hoffe natürlich, dass ich meine Bilanz weiter ausbauen kann und noch der ein oder andere Sieg dazukommt.“

Nachhaltigkeit auf und neben der Strecke
Am Norisring gingen drei Rennserien an den Start, die in punkto Nachhaltigkeit den Weg in die Zukunft weisen. Die DTM und die ADAC GT4 Germany werden von dem umweltschonenden und innovativen Shell-Kraftstoff angetrieben, der zu 50 Prozent aus erneuerbaren Komponenten besteht. Die Fahrzeuge des vollelektrischen NXT Gen Cup, der auf dem Stadtkurs in Nürnberg seine Saisonpremiere feierte, sind mit einer 30 kWh-Batterie ausgestattet und machen Rennen von mehr als 15 Minuten Länge ohne Leistungsverlust möglich. Aber auch die Besucher aus dem Umland der fränkischen Metropole hatten die Möglichkeit, das eigene Auto stehen zu lassen und damit ihre CO2-Bilanz zu senken: Die Eintrittskarte berechtigte an den Gültigkeitstagen zur kostenlosen An- und Abfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des VGN. 

EM-Fieber in der Fan Zone
Die Fans am Norisring drücken normalerweise den Motorsport-Assen in ihren Rennboliden die Daumen. Am Freitagabend aber fieberten die Besucher in der Fan Zone bis zur letzten Sekunde mit der deutschen Fußballnationalmannschaft mit, feuerten das Team rund um Toni Kroos vor der Großbildleinwand an. Leider gab es kein Happy End, dennoch waren die zahlreichen Fans vom Spiel der deutschen Kicker begeistert und freuten sich danach auf die spannende Saisonläufe sieben und acht in der DTM.

Drift-Action auf den Straßen Nürnbergs
Die Red Bull Driftbrothers begeisterte beim vierten DTM-Saisonstopp auf dem Stadtkurs in der fränkischen Metropole mit spektakulärer Action. Das Fahrer-Gespann mit Elias Hountondji und Drift-Urgestein Rohan van Riel aus Luxemburg begeisterte mit qualmenden Reifen der zwei 1.000 PS starken BMW M4. Aggressives Fahren am Limit bei maximaler Präzision war die Devise und die Zuschauer erlebten am Samstag und Sonntag in kurzen Shows vor den DTM-Rennen perfekte Fahrzeugbeherrschung im Quergang auf höchstem Niveau.

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