Segeln, Scheitern, Staunen – Die Segeljungs entdecken die Welt

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Am 2. April 2026 startet SEGELJUNGS – MIT NULL AHNUNG UM DIE WELT bundesweit in den Kinos im Verleih von Filmwelt. Tim Hund, Vincent Goymann, Michi und Tom aus Bad Tölz erfüllen sich einen Jugendtraum: einmal um die Welt segeln – ohne jede Erfahrung, mit wenig Geld, aber mit enormem Urvertrauen. Von der Ostsee über Atlantik und Pazifik bis ins Rote Meer erleben die vier Jungs Freiheit, Abenteuer, Freundschaft und die Herausforderungen des Lebens auf hoher See.

Der Film erzählt diese fünf Jahre dauernde Reise in einem unverfälschten, intimen Dokumentarstil. Atemberaubende Aufnahmen, stimmungsvolle Musik und echte Momente machen SEGELJUNGS zu einem modernen Abenteuerfilm, der von Mut, Naivität und der Kunst des Einfach-mal-machen erzählt.

Segeljungs © Filmwelt

Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr das erste Mal ohne Erfahrung in euer Segelabenteuer gestartet seid.


    „So richtig begreifen konnten wir das damals gar nicht. Wir sind einfach losgesegelt. Ich bin mir sicher, dass wir aufgeregt waren. Ich war es auf jeden Fall beim Ablegen. Ich erinnere mich noch, dass wir vorher gesagt haben, wie surreal sich das alles anfühlt. Aber dass diese Reise am Ende so krass wird, so lange dauert oder überhaupt machbar ist, damit hat wirklich keiner gerechnet.“

    Welche Momente auf eurer Reise haben euch am meisten überrascht – positiv wie negativ.

    „Weil für uns alles neu war, das Leben auf dem Wasser, das Unterwegssein. Es war eigentlich jeder Tag ein kleines Abenteuer. Besonders hängen bleiben die spontanen Dinge, mit denen man nicht rechnet: ein Blauwal, der uns eine halbe Stunde auf dem Atlantik begleitet, oder einfach ein besonders schöner Sonnenuntergang. Manchmal war es einfach absurd, dass wir wirklich auf diesem Boot unterwegs sind.“

    Wie habt ihr es geschafft, als Gruppe trotz extremer Herausforderungen zusammenzuhalten.

    „Wir waren einfach gute Freunde. Klar gab es auch Momente, in denen man sich nicht gut verstanden hat und jeder mal seinen eigenen Film gefahren ist. Aber am Ende haben wir immer zusammengehalten. Genau das hat uns als Team stark gemacht, dass wir uns aufeinander verlassen konnten.“

    Gab es Situationen, in denen ihr ernsthaft gezweifelt habt, ob ihr das Abenteuer schaffen könnt.

    „Als sich die Crew nach einem Jahr aufgelöst hat, mussten Vince und ich uns wirklich fragen, ob wir die Reise so weitermachen können. Zu zweit ist das eine ganz andere Hausnummer. Es kann mehr schiefgehen und allein die Nachtwachen sind deutlich anstrengender. Am Ende haben wir uns trotzdem entschieden weiterzumachen und genau das war die richtige Entscheidung.“

    Wie habt ihr euch selbst auf der Reise verändert – emotional, mental, persönlich.


    „Ich würde sagen, wir sind auf dieser Reise ein gutes Stück erwachsen geworden. Wir haben unglaublich viel gelernt und sind durch einige herausfordernde, teilweise auch gefährliche Situationen gegangen. Das hat uns geprägt und in gewisser Weise abgehärtet. Wenn man einmal in einer wirklich lebensgefährlichen Situation war, wirken viele Alltagsprobleme plötzlich ziemlich klein.“

    Welche Lektionen aus eurer Weltumseglung würdet ihr anderen jungen Menschen mitgeben, die ihre eigenen Träume verwirklichen wollen.

    „Geht raus und traut euch was. Man muss nicht alles von Anfang an wissen und braucht keinen perfekten Plan. Viele Dinge ergeben sich erst unterwegs. Mit ein bisschen Mut kommt man schon ziemlich weit. Und wenn mal etwas schiefgeht, ist das kein Weltuntergang. Meistens gibt es noch eine zweite Chance.“

    Wie war es für euch, dass aus euren fünf Jahren Abenteuer ein Kinofilm entstanden ist. Welche Verantwortung habt ihr dabei gegenüber der Realität und euren Fans gespürt.

    „Eine große Verantwortung haben wir ehrlich gesagt nicht gespürt. Das, was uns antreibt, ist schwer zu erklären. Ich mache das auch einfach, weil ich Bock drauf habe. Rational ist das Ganze nicht unbedingt sinnvoll. Ich weiß nicht mal, ob sich der Aufwand am Ende wirklich rechnet. Aber selbst wenn nicht: Für uns ist es trotzdem ein Erfolg, weil wir einen Film über einen extrem wichtigen Lebensabschnitt unseres Lebens geschaffen haben.“

    Welche Rolle spielten Musik, Natur und die weite See für eure Stimmung und Motivation unterwegs.

    „Musik war immer dabei, ob während der Nachtwache oder laut im Hafen. Das war sogar eines der ersten Dinge, die wir auf dem neuen Boot eingebaut haben: vernünftige Lautsprecher. Ob das direkt Motivation war, weiß ich gar nicht. Die kam eher von der Natur. Begegnungen mit Meeresbewohnern waren für mich immer absolute Highlights. Das ist einfach etwas unfassbar Besonderes.“

    Gab es kulturelle oder sprachliche Erlebnisse an den Stationen eurer Route, die euch besonders geprägt haben.

    „Manchmal war die Verständigung schwierig. Klar, an vielen Orten kommt man mit Englisch weiter, aber nicht überall. Was mir aber im Kopf geblieben ist, sind die ein oder andere Situation in fremden Ländern in denen wir zusammen gegessen haben. Wir wurden eingeladen oder haben selbst etwas mitgebracht und geteilt. Oft braucht es dann gar keine Worte, wenn ein großer Teller in der Mitte steht und alle daraus essen, entsteht Verbindung ganz von allein.“

    Segeljungs © Filmwelt

    Wenn ihr auf die Kinotour und den Filmstart blickt, was wünscht ihr euch, dass die Zuschauer aus SEGELJUNGS mitnehmen.

      „Ich würde mir wünschen, dass die Zuschauer selbst auf ein paar coole und verrückte Ideen kommen und sich trauen, etwas auszuprobieren. Vielleicht inspiriert der Film ja jemanden, selbst loszuziehen und die Welt zu entdecken. So ging es mir damals auch und genau das würde ich gerne weitergeben.“

      Vielen Dank, Tim und Vince, für eure Offenheit und die Bereitschaft, eure Reise und eure Erfahrungen zu teilen. Eure Geschichte ist inspirierend, abenteuerlich und ehrliche Lebenskunst in Reinform. Wir wünschen euch einen großartigen Kinostart am 2. April 2026, eine erfolgreiche Kinotour und dass eure Botschaft von Mut, Freundschaft und Entdeckergeist viele Menschen erreicht. 

      Interview by CK

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