Mittwoch 11. Februar 2026
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THE BLACK KEYS kommen auf „Peaches ’n Kream“-Tour zweimal nach Deutschland

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Die Grammy-Preisträger THE BLACK KEYS kündigen heute die Peaches ‚N Kream World Tour ’26 an. Im April beginnt die Reise zunächst in den USA, bevor das Duo im Spätsommer nach Europa übersetzt und auch für zwei Konzerte nach Deutschland kommen wird:

06.09.2026 – Köln, Palladium
09.09.2026 – München, Zenith

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Der Vorverkauf startet am Freitag, 13. Februar um 10:00 Uhr hier. Tags zuvor, am 12. Februar, findet bereits ein exklusiver Artist Presale statt.

Als Supportacts für die Tour rekrutierten The Black Keys diverse Künstler seines eigenen Labels Easy Eye Sound. Für die Deutschland-Termine begleitet sie Robert Finley.

Erst kürzlich meldeten sich Dan Auerbach und Patrick Carney mit der neuen Single „You Got To Lose“ zurück, dem ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes Album „Peaches!“, das am 1. Mai 2026 via Easy Eye Sound/Warner Records erscheinen wird.

Sänger Auerbach beschreibt das 14. Studioalbum als „most natural record“ der Band seit dem 2002 veröffentlichten Debüt „The Big Come Up“. Das Projekt entstand unter denkbar schwierigen Umständen: der Krebsdiagnose von Auerbachs inzwischen verstorbenen Vaters. Carney ermutigte seinen Bandkollegen und engen Freund, ins Studio zu gehen und die Verstärker aufzudrehen. Er fand „that it would be good for Dan to have something to do“.

“We weren’t making a record. We were just jamming, like this is for us,” erinnert sich Dan Auerbach an die Zeit. “Really primal, in a moment when all the nerves were raw, just kinda screaming. We were going through a lot, trying to lift our spirits. I think my dad getting sick made me not give a fuck and just wanna scream for a bit.”


Über The Black Keys:
Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 in Akron, Ohio, haben The Black Keys die Musikwelt mit ihrer Mischung aus rauem Blues, kraftvollem Rock und eingängigen Melodien geprägt. Mit ihrem Durchbruch-Album Brothers (2010), das den Hit „Tighten Up“ enthielt, und dem vielfach ausgezeichneten Nachfolger El Camino (2011) mit Klassikern wie „Lonely Boy“ und „Gold on the Ceiling“ etablierten sie sich als eine der einflussreichsten Bands ihrer Generation. Insgesamt wurden sie mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet und haben weltweit Millionen Tonträger verkauft. Mit elf Studioalben und unzähligen ausverkauften Tourneen sind The Black Keys heute international gefeierte Größen im Blues- und Garage-Rock. Ihre Musik bleibt ein unverwechselbarer Mix aus roughem, leidenschaftlichem Sound und modernem Songwriting, der sowohl Nostalgie als auch Innovation vereint.

THE BLACK KEYS online:
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Arena Rave kommt nach Rostock: Hard Techno erobert die HanseMesse

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Am 04. Dezember 2026 wird Rostock zum Hotspot der elektronischen Musikszene. Mit dem Arena Rave feiert eines der kompromisslosesten Hard-Techno-Eventformate Deutschlands sein Comeback in der HanseMesse Rostock. Die weitläufige Location verwandelt sich an diesem Abend in einen massiven Dancefloor und setzt ein starkes Zeichen für elektronische Musik im Norden.

Der Arena Rave steht für maximale Energie, treibende Beats und eine Produktion im XXL-Format. Nach einer erfolgreichen Ausgabe in Rostock bringt das Format nun seine einzigartige Mischung aus hartem Techno, industrieller Ästhetik und immersivem Showkonzept erneut nach Mecklenburg-Vorpommern.

Auch technisch wird der Arena Rave neue Maßstäbe setzen: Die HanseMesse Rostock wird mit einer kraftvollen Soundanlage, intensiven Laser- und Lichtshows sowie aufwendig gestalteten Visuals ausgestattet. Musik, Licht und Raum verschmelzen zu einem kollektiven Rave-Erlebnis, das weit über ein klassisches Club-Event hinausgeht.

Das internationale Line-up wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Bereits jetzt ist klar: Der Arena Rave Rostock richtet sich an alle Fans von Hard Techno, Industrial und kompromissloser elektronischer Musik – und verspricht eine Nacht voller Druck, Intensität und Ekstase.

Tickets sind ab sofort unter: https://tickets.arena-rave.de/ab77572e70f4470b8ec57c351990c841/tickets erhältlich. 

Arena Rave Rostock

04. Dezember 2026

HanseMesse Rostock

Much too much

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Much too much?! – Das Partyspiel für alle, die sich nicht über-schätzen. Der Materialwert eines 500-€-Scheins? Anzahl der Millionenstädte in Europa? Anzahl aller Tatort-Folgen? Fragen über Fragen, auf die niemand eine Antwort weiß. Sie aber angeben muss, um Punkte zu machen. Doch aufgepasst, bloß nicht übertreiben, denn sonst verliert man Punkte! Verschätzt es also nicht!

Für 2 bis 6 Spieler ab 14 Jahren, von Ralf zur Linde, 19,99€ (UVP), ET Januar 2026

© Ravensburger

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Die Ravensburger AG ist eine internationale Unternehmensgruppe mit mehreren renommierten Spielwarenmarken. Ihre Mission lautet: „Wir inspirieren Menschen zu entdecken, was wirklich wichtig ist.“ So fördern Ravensburger Angebote das Miteinander, vermitteln Wissen und soziale Fähigkeiten, bieten Entspannung und schaffen bleibende Erinnerungen. Die bedeutendste Marke des Unternehmens, das Ravensburger blaue Dreieck, ist eine der führenden europäischen Marken für Spiele, Puzzles und Kreativprodukte sowie für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher. Weltweit werden Spielwaren mit dem blauen Dreieck verkauft. Zudem erweitern die internationalen Marken BRIO und ThinkFun das Angebot der Unternehmensgruppe. Ravensburger ist seit seiner Gründung 1883 ein Familienunternehmen, geprägt von Tradition und gewachsenen Werten. 2024 erwirtschafteten 2.483 Mitarbeiter einen Umsatz von 790 Millionen Euro.* Ravensburger unterhält eigene Werke in Ravensburg, Polička (Tschechien) und Banská Bystrica (Slowakei).

* Stand 01/2025

Herbert Grönemeyer – Zusatzkonzert Frankfurt, 13.06.2027

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In diesem Monat begeistert Herbert Grönemeyer unplugged mit seinen blitzschnell ausverkauften „mittendrin – akustisch“-Konzerten in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Doch auch die Ticket-Nachfrage für die Arena-Tour im kommenden Jahr ist gewaltig. Und deswegen wird nachgelegt: Zusätzlich zu den bereits angekündigten 13 Terminen, der am 27. Mai 2027 startenden Konzertreise, gibt es nun zwei weitere Konzerte: Am 7. Juni 2027 spielen Herbert Grönemeyer und seine Band im Züricher Hallenstadion und am 13. Juni 2027 im Frankfurter Deutsche Bank Park. 

Das Publikum darf sich auf eine unvergessliche Show mit packenden Live-Versionen von Klassikern und neuen Songs freuen. Dabei können Herbert Grönemeyer und seine Mitstreiter aus dem Vollen schöpfen und eine mitreißende Songauswahl präsentieren: von „Bochum“ und „Mensch“ bis „Sekundenglück“ und „Flieg“. 

Vorverkauf: 

Ankündigung: Di., 10.02.2026 10:00Uhr 

Eventim Presale: Mi., 11.02.2026 10:00 Uhr 

Allgemeiner VVK-Start: Fr., 13.02.2026 10:00 Uhr 

Tickets sind telefonisch unter 01806 – 570070 (0,20 € / Anruf inkl. MwSt aus den Festnetzen, max. 0,60 € / Anruf inkl. MwSt aus den Mobilfunknetzen), im Internet unter www.eventim.de, sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich 

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Ein Wikinger in der DTM: Thiim, Aston Martin und der große Traum

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  • Däne startet erstmals mit Aston Martin in der DTM
  • Thiim über besondere Fanliebe und die Saison 2026

München. Nicki Thiim zählt zu den beliebtesten Fahrern in der DTM. In diesem Jahr greift der Däne erstmals mit Aston Martin und dem belgischen Rennstall Comtoyou Racing an. Im Interview spricht der zweimalige Langstrecken-Weltmeister über seine Leidenschaft für die britische Kultmarke, die Rolle als Publikumsliebling und seine Saisonziele.

Du startest erstmals mit Aston Martin in der DTM. Was bedeutet das für dich?
Ich fahre seit mehr als zehn Jahren für Aston Martin. Das ist meine Familie! Die DTM war schon als Kind – als mein Vater in der Serie startete – und auch als Rennfahrer mein größter Traum. Dieses Jahr gemeinsam mit Aston Martin an den Start zu gehen, ist ein großes Lebensziel, das ich mir endlich erfülle. Die Vorfreude ist riesig. 

Aston Martin ist eine echte Kultmarke. Was macht ihren besonderen Reiz aus?
Für mich ist Aston Martin die exklusive Supersportwagenmarke schlechthin. Mir gefällt dieser zeitlose Ansatz in Bezug auf Details, sowohl beim Fahrzeugdesign als auch bei der Innenausstattung. Alles ist sehr elegant und stilvoll.

Was zeichnet den Vantage GT3 aus?
Nach zwei Jahren „Undercover“ mit einem anderen Hersteller steige ich in der DTM endlich in ein Auto, mit dem ich extrem vertraut bin. Ich verbringe fast jedes Wochenende im Vantage GT3 und muss nun nicht mehr zwischen zwei unterschiedlichen Sportwagen hin- und herwechseln. Das sind ganz neue Voraussetzungen, von denen ich mir viel verspreche. Mit dem atemberaubenden V8-Turbo-Motor und dem einzigartigen Look ist Aston Martin sowohl akustisch als auch optisch eine Bereicherung für die DTM.

Die Startnummer „007“ spielt auf den Geheimagenten James Bond an – fühlst du dich auch als Actionheld?
Es ist eine tolle Idee, mit der legendären Nummer „007“ auf einem Aston Martin anzutreten. Diese Startnummer zu haben, ist ein echtes Privileg. Ich fühle mich aber nicht als Superheld. Ich bin ein Wikinger, der es liebt, die Konkurrenz auf der Rennstrecke zu schlagen.

Die Fans lieben dich und deinen Charakter – woher kommt das?
Es ist wichtig, den Menschen, die ihre Zeit und ihr Geld investieren, um uns bei den Rennen anzufeuern, etwas zurückzugeben. Als Rennfahrer trifft man an den Strecken auf viele besondere Fans und Persönlichkeiten. Es macht Spaß, ihre Geschichten zu hören und ihre Leidenschaft für den Sport zu spüren. Das hält mich auf dem Boden. Wir sind alle Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen.

Was sind die Ziele für die Saison und auf welche Rennen freut man sich als Fahrer besonders?
Es ist einfach fantastisch, wieder in der DTM antreten zu dürfen. Für mich ist sie die beste Rennserie der Welt. Dass ich nun endlich auch mit Aston in der DTM starten kann, macht die kommende Saison zu einer ganz besonderen. Wir haben große Träume und große Ziele! Ein absolutes Highlight ist der Norisring, zu dem ich natürlich eine besondere Verbindung habe. Denn vor dieser einzigartigen Kulisse habe ich meinen bisher einzigen DTM-Sieg geholt. Diese Strecke wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

DARK RIDE – Blade Manor

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Die kalifornische Melodic-Punkrock-Band DARK RIDE kehrt mit ihrem neuen Album „Blade Manor“ zurück, das am 13. März 2025 als Digipak-CD, Vinyl-LP und in digitalen Formaten über Fiend Force/Massacre Records erscheinen wird. Anlässlich der Ankündigung hat die Band die erste Single und das offizielle Musikvideo zum Album, „Rewind“, veröffentlicht, das ab sofort erhältlich ist.

„Blade Manor“ stellt ein mutiges neues Kapitel für DARK RIDE dar, das energiegeladenen melodischen Punk mit Horror, Fantasy und filmischem Storytelling verbindet. Auf 12 Tracks liefert das Album mitreißende Hymnen, dunklen Humor und atmosphärische Elemente, inspiriert von klassischen Horrorfilmen, der Popkultur der 80er und 90er Jahre und West Coast Punk Rock, während es gleichzeitig subtile Metal-Einflüsse einfließen lässt.

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Gegründet von Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist Emilio Menze, haben sich DARK RIDE stetig eine unverwechselbare Identität innerhalb der modernen Punkszene erarbeitet. Über seine Arbeit mit Dark Ride hinaus gilt Emilio weithin als eine der bekanntesten und angesehensten Persönlichkeiten der globalen Horror-Punk-Community – ein Szene-Gründer, der seit Jahren Shows organisiert, andere Bands unterstützt und dazu beiträgt, die Kultur sowohl in den USA als auch im Ausland am Leben zu erhalten.

Bevor er Dark Ride gründete, tourte Emilio mit seinen früheren Bands ausgiebig durch die Vereinigten Staaten und Europa, trat neben großen Acts des Genres auf und brachte Horror-Punk einem neuen Publikum näher. Seine Arbeit mit Stellar Corpses war besonders einflussreich, verschaffte ihm internationale Aufmerksamkeit und positionierte ihn als bekannte Größe innerhalb der Szene. Emilio war auch Frontmann von Plan 9, der weltweit renommiertesten Misfits-Tribute-Band, was seinen Ruf als charismatischer und theatralischer Performer mit tiefen Wurzeln in der Tradition des Genres weiter festigte.

Für Fans außerhalb der Horror-Punk-Nische fungiert Emilio als seltene Brücke zwischen der Underground-Subkultur und der breiteren alternativen Musikszene, indem er eine filmische Sensibilität mit melodischem Songwriting und einer unverwechselbaren visuellen Identität verbindet. Vergleiche mit Künstlern wie AFI, Misfits und Alkaline Trio kratzen nur an der Oberfläche – seine kreative Stimme steht ganz für sich allein.

Produziert von Randy Moore und Olav Tabatabai, gemischt von Olav Tabatabai und gemastert von Zack Ohren (Castle Ultimate Productions), präsentiert „Blade Manor“ DARK RIDE so fokussiert und ambitioniert wie nie zuvor. Das Album enthält außerdem eine Reihe von Gastmusikern aus der Punk-, Horror-Punk- und Metal-Szene, die seinen dynamischen und kollaborativen Geist weiter bereichern.

Nach gefeierten Auftritten in den USA und Europa, darunter ihr Debüt beim legendären Wave-Gotik-Treffen in Deutschland, setzen DARK RIDE ihren Aufstieg als eine der überzeugendsten Stimmen des zeitgenössischen Melodic Punk fort.

DARK RIDE
Blade Manor

Label: Massacre Records
VÖ: 13.03.2026
Genre: Metal
Bei iTunes kaufen

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Video „Rewind“ HIER an: https://www.youtube.com/watch?v=jC0bQvAPKww 

Hört „Rewind“ HIER an: https://save-it.cc/massacre/rewind

Trackliste:

01. Blade Manor

02. Coffin

03. Rewind

04. Electrocuted

05. I Bury Boyfriends

06. Life at the End of October

07. Seascape Samhain

08. Fever Dream

09. Ruined

10. Rest In Pieces

11. Do Or Die

12. Psycho Summer

DARK RIDE online:

https://www.instagram.com/darkridesc

https://www.facebook.com/darkridesc

Stadt Frankenthal stärkt Sicherheit der Bürger und investiert rund 9,5 Millionen Euro in Brand- und Katastrophenschutz

Die Stadt Frankenthal treibt den Ausbau und die zukunftssichere Aufstellung ihres Brand- und Katastrophenschutzes konsequent voran und investiert in den nächsten beiden Jahren rund 9,5 Millionen Euro in die Ausstattung. Dieser Summe hat der Stadtrat auf Vorschlag der Verwaltung für den Doppelhaushalt 2026/2027 zugestimmt. Die Genehmigung durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) steht noch aus. 

Der Startschuss für konkrete Maßnahmen fiel im Ausschuss für Finanzen, Personal und Sicherheit am 3. Februar: Dort wurden die Einleitungsbeschlüsse für die Beschaffung mehrerer neuer Einsatzfahrzeuge gefasst. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr nachhaltig zu sichern, den Schutz der Bevölkerung weiter zu stärken und zugleich die Gesundheit der Einsatzkräfte besser zu schützen.

Mit rund 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Frankenthal der Gefahrenklasse B4 zugeordnet und unterliegt damit hohen gesetzlichen Anforderungen an Personalstärke, Hilfsfristen und technische Ausstattung. Vor diesem Hintergrund investiert die Stadt gezielt in moderne Einsatzmittel und folgt damit auch den Zielsetzungen bundesweiter Strategien zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes.

Ersatzbeschaffung und Erweiterung des Fuhrparks

Im Rahmen der geplanten Maßnahmen wird die Ausstattung sowie die bauliche und technische Infrastruktur der Feuerwehr und des Brand- und Katastrophenschutzes umfassend weiterentwickelt. Neben der Erneuerung und Modernisierung des Fahrzeugbestandes umfasst dies auch Investitionen in Gebäude, technische Anlagen, Sireneninfrastruktur, Rettungswachen sowie zentrale Einrichtungen des Katastrophenschutzes.

Ein Teil der Vorhaben betrifft Ersatzbeschaffungen für stark beanspruchte oder reparaturanfällige Einsatzmittel, um die dauerhafte Einsatzbereitschaft sicherzustellen und aktuelle fachliche sowie taktische Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus sind Erweiterungen des Fuhrparks für spezielle Einsatzlagen, logistische Aufgaben und den Katastrophenschutz vorgesehen. Ergänzend werden Maßnahmen zur Verbesserung der Einsatzstellenlogistik, der Führungs- und Aufenthaltsstrukturen sowie der Sicherheit und Funktionalität von Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinrichtungen umgesetzt.

Die genannten Fahrzeug- und Beschaffungsprojekte stellen dabei nur einen Teil der Maßnahmen dar. Insgesamt dienen die Investitionen der nachhaltigen Stärkung des Brand-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzes sowie der Sicherstellung eines leistungsfähigen und zukunftsfähigen Feuerwehrwesens.

Konkret eingeleitet im Finanzausschuss wurden die Beschaffungen eines neuen Kleineinsatz- und Logistikfahrzeugs (KLAF) sowie von zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen.

Einsatzhygiene und interkommunale Zusammenarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Gesundheit der Einsatzkräfte. Die Stadt Frankenthal setzt hierbei gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim und der Gemeinde Bobenheim-Roxheim auf eine interkommunale Lösung zur Verbesserung der Einsatzhygiene. Geplant ist die gemeinsame Beschaffung eines Abrollbehälters „Hygiene“ sowie eines Wechselladerfahrzeugs, das bei der Feuerwehr Frankenthal stationiert wird.

Der Abrollbehälter ermöglicht eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken nach Einsätzen. Die Kosten werden zwischen den beteiligten Kommunen aufgeteilt; für das Projekt liegt bereits ein Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 210.000 Euro vor.

Gesamtstrategie für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz

Die aktuellen Fahrzeugbeschaffungen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Weiterentwicklung des Brand- und Katastrophenschutzes in Frankenthal. Seit dem 1. Januar 2025 ist dieser Bereich als eigener Verwaltungsbereich organisiert. Neben 36 hauptamtlichen Stellen und einer rund um die Uhr besetzten Feuerwehreinsatzzentrale wird die Feuerwehr maßgeblich durch ein starkes Ehrenamt mit rund 120 Einsatzkräften sowie durch Jugend- und Bambinifeuerwehr getragen. Um den Veränderungen in der Verfügbarkeit von Einsatzkräften Rechnung zu tragen, läuft derzeit die Erstellung einer Brandschutzbedarfsplanung. Diese ist laut Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz zwar erst zum 1. Januar 2028 verpflichtend, wird in Frankenthal jedoch bereits jetzt erarbeitet.

Gleichzeitig steht die Stadt vor erheblichen strukturellen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die räumlich und funktional überlastete Hauptfeuerwache sowie die ebenfalls sanierungsbedürftigen Außenstützpunkte in Mörsch und Eppstein. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen bekennt sich die Stadt klar zu ihrer Verantwortung für eine leistungsfähige Gefahrenabwehr. Die Umsetzung weiterer Projekte – sowohl im Bereich Ausrüstung und Fahrzeugtechnik, teilweise in interkommunaler Zusammenarbeit, als auch bei Investitionen in die Liegenschaften des Brand- und Katastrophenschutzes – ist bereits in Planung.

„Ein leistungsfähiger Katastrophenschutz ist keine abstrakte Aufgabe, sondern eine konkrete Investition in die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt. Mit den vorgesehenen Maßnahmen stellen wir sicher, dass unsere Feuerwehr auch künftig professionell, schnell und unter bestmöglichen Bedingungen helfen kann“, betont Bürgermeister Bernd Knöppel, zuständig für den Brand- und Katastrophenschutz.

„Mit den geplanten Investitionen setzt Frankenthal ein deutliches Zeichen für die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes. Wir investieren gezielt in moderne Technik, zeitgemäße Infrastruktur und den Schutz unserer Einsatzkräfte, um auch künftig eine verlässliche und leistungsfähige Gefahrenabwehr sicherzustellen. Damit stärken wir nicht nur die Feuerwehr, sondern vor allem die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger – heute und mit Blick auf die kommenden Herausforderungen“, so Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.

Es fließt Loop in seinen Adern. Martin O. und die Kunst, allein ein ganzes Orchester zu sein.

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Martin O. gehört zu diesen seltenen Künstlern, die Technik nicht erklären müssen, weil sie sofort fühlbar wird. Ein Mann, eine Stimme, ein handgefertigtes Loopgerät aus Appenzeller Nussholz und plötzlich entsteht ein ganzer Kosmos aus Rhythmus, Humor und Emotion. Bodenständig und virtuos zugleich, präzise wie ein Schweizer Uhrwerk und dabei verspielt wie ein Kind mit grenzenloser Neugier. Seit über 16 Jahren begeistert Martin O. sein Publikum mit Programmen, die Musik, Sprache und Geschichten zu etwas Eigenem verschmelzen lassen. Mit seinem aktuellen Live-Programm Super Looper bringt er Highlights seiner Laufbahn und neue Ideen auf die Bühne. Am 14. Februar 2026 gastiert er erstmals in Michelstadt auf der Kleinkunstbühne Patat.

Deine Stimme ist Instrument, Erzähler und Rhythmusmaschine zugleich. Wann hast du gemerkt, dass in deiner Stimme mehr steckt als nur Gesang.

Vor langer Zeit kam die “human Beatbox” in den Schweizer Voralpen an – also Rhytmus und Schlagzeug mit dem Mund. Ich war hingerissen davon, was man mit der Stimme machen kann. Es taten sich Welten auf, ja ganze Stimm-Universen, Instrumente, Klangfarben, Sounds, Melodien! Ergänzt mit Geschichten aus aller Welt und dem eigensinningen Leben in der Schweiz gibt das unendliche Kombinationsmöglichkeiten die mich seit jeher beflügeln und für die ein Leben ganz sicher nicht reicht. 

Dein Loopgerät ist aus Appenzeller Nussholz gebaut und fast schon ein Bühnenpartner. Was bedeutet dir dieses Instrument jenseits der Technik.

Es war wie Liebe auf den ersten Blick und das zur Freude der Ohren! Das Loopgerät gibt mir die Möglichkeit die schönsten Harmonien live und unmittelbar vor dem Publikum schichtweise aufzusingen. Eine faszinierende Magie und ein Sound bei dem die Ohren Augen machen. Tatsächlich gehören das Loopgerät und ich zusammen und ohne wird es eintönig – ich will aber nicht von Heirat reden.

Deine Shows wirken hochpräzise und gleichzeitig vollkommen frei. Wie viel davon ist Planung und wie viel passiert im Moment mit dem Publikum.

Je mehr Ordnung und Struktur im Untergrund vorhanden, desto weiter kann ich phantasievoll und spontan bauen. Und das Fundament hat sich über die Jahre gefestigt und bewährt und so sind das unmittelbare Zusammenspiel mit dem Publikum gewachsen und mir lieb geworden. Und dann kommt es auf die Beziehung mit den Menschen im Saal an: Je vertrauter und verspielter, desto mehr und spontaneres ist möglich. So wird jeder Abend gemeinsam spürbar einzigartig – eine bare Freude. 

Humor spielt bei dir eine große Rolle, aber nie platt. Wo endet für dich der Gag und wo beginnt die Geschichte.

Verwoben soll es sein: Wenn der Witz der Geschichte dient und die Geschichte dem Witz dann fliesst das ganze durch die Herzen, durch den Kopf und durch die Lachmuskeln – kommt an, kommt aber nie an – denn die Geschichten gehen weiter, auch ohne uns – den Geschichten haben ihr Eigenleben und der Erzähler dient ihnen zu. So zeigen sie sich am ehesten. 

Du springst mühelos zwischen Musikstilen, Sprachen und Stimmungen. Gibt es Grenzen, die du dir bewusst setzt.

Auf jeden Fall! Eine Grenze zum Beispiel ist die Zumutung. Was ist zumutbar für das Publikum, für die Geschichte, damit der Faden nicht abreisst? Ein dehnbarer Begriff und spannend die Selbstbegrenzung zu überwinden und den Bezug zum Publikum nicht überzustrapazieren! Manchmal trifft man den Ton und manchmal war’s zuviel – wie im Leben. Es ist ein Suchen, es ist ein Finden. Gemeinsam. 

Super Looper vereint 16 Jahre Bühnenarbeit und neue Nummern. Was hast du heute verstanden, was dir zu Beginn deiner Karriere noch nicht klar war.

Zum Beispiel die Kraft einer guten und einfachen Idee. Meine liebsten Nummern sind nicht unbedingt die, über die ich wochenlang gebrütet habe – oft sind es einfache Ideen, die zu einer schönen und wertvollen Nummer führen. Diese Einfachheit zu finden und zu leben, das hat sich über die Zeit verändert und gezeigt. 

Du trittst oft alleine auf und füllst trotzdem große Räume. Was bedeutet Einsamkeit auf der Bühne für dich und gibt es sie überhaupt.

Oh ja, es gibt die Einsamkeit – auch bei vollem Haus. Besonders als Solist. Doch wenn ich alleine mehrstimmig klingen kann, dann ist das aushaltbar. Im Ernst: Oft fehlt mir das unmittelbare des zusammen Musizierens. Und dann zeigen sich wieder diese unfassbaren Möglichkeiten des Solisten aus sich zu schöpfen, blitzschnell zu reagieren, sich einzulassen, das Tempo zu bestimmen usw.. Ich bin 10 Jahre mit einer Gruppe aufgetreten und seit bald 20 Jahre Solist – beides hat Vor- und Nachteile. Einsamkeit ist auch in der Gruppe möglich.  

Deine Programme leben von Nähe und Interaktion. Was hat dich das Publikum über dich selbst gelehrt.

Das man einen gelungenen Abend nicht “machen” kann. Klar, du arbeitest die ganze Zeit darauf hin, machst Kapriolen, mischst auf, ziehst, stösst, und lässt entstehen – keine Frage. Aber letztlich geht es nur gemeinsam mit dem Publikum. Eine demütige Sache ist das! 

Preise wie der Deutsche Kleinkunstpreis würdigen dein Schaffen. Was motiviert dich heute mehr, Anerkennung oder Neugier.

Beides. Die Anerkennung führt zu weiterer Neugier: Was gibt es noch zu erzählen? Und die Neugier wird mit Anerkennung belohnt, wenn sie die Menschen berührt – zum Beispiel im Herzen. 

Wenn jemand dich am 14. Februar in Michelstadt zum ersten Mal erlebt, was soll diese Person mit nach Hause nehmen, im Kopf, im Ohr oder im Herzen.

Alles was anklingt! Ein wenig Hoffnung und Zupacken, ein inneres und ein äusseres Lächeln, ein mitgrooven, ein Ent-decken und Ent-täuschen. Wir werden eine gute Zeit zusammen haben und die soll noch weit wirken und natürlich bis in Schweiz und zurück nach Michelstadt strahlen. 

Lieber Martin, vielen Dank für deine Zeit, deine Offenheit und deine Kunst. Du zeigst, wie viel Kraft in einer einzelnen Stimme stecken kann, wenn sie neugierig bleibt und sich traut, Räume zu öffnen. Für Super Looper, für die Premiere in Michelstadt und für alles, was danach kommt, wünschen wir dir volle Häuser, wache Ohren und ungebremste Lust am Experimentieren. Alles Gute.

Interview by CK 

Bild © by Stimmart GmbH

Die Farben des Schmerzes – BLOODRED und die Kunst der kontrollierten Dunkelheit

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Mit Colours Of Pain melden sich BLOODRED, das deutsche Blackened-Death-Metal-Kommando, eindrucksvoll zurück – kompromisslos, düsterer und dynamischer denn je. Das neue Album erscheint am 13. Februar 2026 über Massacre Records und markiert einen entscheidenden Entwicklungsschritt im Sound der Band.

Der aggressive Kern bleibt erhalten, wird jedoch um eine tiefere Atmosphäre, cineastische Spannungsbögen und emotionale Wucht erweitert. In acht gnadenlosen Tracks setzen sich Ron Merz und Joris Nijenhuis mit gesellschaftlichem Verfall, Verrat, Zensur, Umweltzerstörung, globalen Krisen und Widerstand auseinander – direkter und persönlicher als je zuvor.

Produziert, gemischt und gemastert von Alex Krull im Mastersound Studio und visuell untermalt durch das eindrucksvolle Artwork von Stefan Heilemann, ist Colours Of Pain ein starkes, selbstbewusstes Statement einer Band auf dem Höhepunkt ihrer Ausdruckskraft.

Wir haben mit BLOODRED über Dunkelheit, Dynamik und die vielen Facetten des Schmerzes gesprochen.

Colours Of Pain klingt dunkler, atmosphärischer und dynamischer als alles, was ihr bisher veröffentlicht habt. Was hat diese Entwicklung im BLOODRED-Sound ausgelöst?

    Ron: Diese Entwicklung ist für mich ganz stark aus der Zeit heraus entstanden, in der die Songs geschrieben wurden. Da gab es auf der einen Seite dieses globale Grundrauschen, das während und nach der Pandemie vieles verändert hat: wie Menschen miteinander umgehen, wie schnell Stimmung kippen kann, wie sehr sich der Alltag manchmal nach Daueranspannung anfühlt. Und auf der anderen Seite gab es Dinge im persönlichen Umfeld, die ebenfalls Spuren hinterlassen haben. Beides zusammen hat eine Intensität erzeugt, die ich beim Songwriting nicht wegdrücken wollte.

    Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, diese Einflüsse nicht zu „glätten“, sondern sie in den Prozess reinzulassen. Nicht im Sinne von Tagebuchmusik, sondern eher so, dass die Songs eine Wahrhaftigkeit bekommen. Für mich ist es oft so: Wenn ich versuche, zu viel Kontrolle auszuüben und alles zu filtern, werden die Stücke vielleicht sauber, aber sie verlieren etwas. Wenn ich es zulasse, dass da Reibung und echte Emotion drin sind, entsteht diese Unmittelbarkeit, die man als Hörer hoffentlich auch spürt.

    Dazu kommt der Anspruch, mich mit BLOODRED weiterzuentwickeln, ohne die Wurzeln zu verlieren. Der aggressive Kern sollte bleiben, aber ich wollte stärker mit Atmosphäre arbeiten, mit Spannungskurven, mit Momenten, die nicht nur „hart“ sind, sondern eine Art Sog erzeugen. Im Endeffekt ist das Album dadurch dunkler geworden, aber nicht, weil wir es so geplant haben, sondern weil es die ehrlichste Form war, das alles musikalisch zu übersetzen.

    Der Albumtitel deutet auf emotionale und existenzielle Tiefe hin. Wofür stehen die „Colours“ des Schmerzes für euch – musikalisch wie persönlich?

    Ron: Der Titel ist für mich ein Versuch, etwas sehr Vielschichtiges in ein einfaches Bild zu packen. Schmerz ist ja nicht nur ein Gefühl und auch nicht nur Trauer. Schmerz kann Wut sein, ein innerer Druck, Ohnmacht, eine Schwere, aber auch dieses stumpfe „Nichts“, wenn man zu lange auf zu vielen Ebenen gefordert ist. Genau diese Bandbreite meinte ich mit den „Colours“.

    Wenn man es greifbar machen will: Rot steht für die aggressive Energie, für das Aufbegehren, für den Moment, in dem etwas in einem brennt und raus will. Schwarz ist eher das Gewicht dahinter, diese Tiefe, in der es nicht mehr um einen konkreten Anlass geht, sondern um Zustände, die sich festsetzen. Und Grau ist für mich dieses Abgestumpfte, dieses emotional Ausgewaschene, wenn Dinge nicht mehr schockieren, obwohl sie es eigentlich müssten.

    Und persönlich hatte das für mich etwas Kathartisches. Nicht im Sinne von „danach ist alles gut“, aber im Sinne von: Es bekommt eine Form. Wenn du Dinge in Musik übersetzt, zwingst du dich, genauer hinzuschauen. Du musst entscheiden, was du wirklich sagen willst und was du nur umkreisen würdest. Und genau das hat mir geholfen, das Ganze nicht nur zu fühlen, sondern auch zu verarbeiten.

    Viele Songs leben vom Wechsel zwischen vernichtenden Midtempo-Passagen und explosiven Blastbeats. Wie wichtig war euch Dynamik für die Wirkung des Albums?

    Ron: Sehr wichtig. Ich wollte kein Album, das dauerhaft auf einem Level durchprügelt, sondern eins mit Dramaturgie. BLOODRED hatte immer schon Einflüsse von Black und Death bis Thrash und Doom, und diesmal ging es darum, diese Pole organischer zu verbinden.

    Midtempo sollte nicht wie eine Verschnaufpause wirken, sondern wie Gewicht. Und wenn dann Blastbeats kommen, sollen sie sich wie ein Ausbruch anfühlen, nicht wie Dauerzustand. Ich glaube, dadurch wird das Album spannender, weniger vorhersehbar und bleibt stärker hängen.

    Textlich thematisiert Colours Of Pain Zensur, Umweltzerstörung, pandemische Verwüstung und gesellschaftlichen Verfall. Wie stark ist das Album eine Reaktion auf die aktuelle Weltlage?

    Ron: Sehr stark, und zwar auf eine Weise, die für mich über reine Themenlisten hinausgeht. Ich wollte nicht einfach Stichworte wie Zensur, Umweltzerstörung oder gesellschaftlicher Verfall abhaken. Mich interessiert eher, was diese Dinge mit Menschen machen. Wie sich Atmosphäre verändert. Wie Sprache kippt. Wie schnell aus „anderen“ wieder Feindbilder werden. Wie sich Grenzen verschieben, bis man irgendwann Dinge akzeptiert, die man vor ein paar Jahren noch klar abgelehnt hätte.

    Ich habe die aktuellen Bezüge deshalb bewusst in die Lyrics aufgenommen, weil sie mich real beschäftigen. Und ich glaube, genau da werden Texte auch am stärksten: wenn sie nicht aus Distanz geschrieben sind, sondern wenn der Schreibende als Mensch darin vorkommt. Nicht als Prediger, sondern als jemand, der selbst betroffen ist, selbst wütend ist, selbst zweifelt, selbst nicht weiß, wie das alles endet.

    Gleichzeitig war es eine bewusste Entscheidung, die Plattform Musik zu nutzen. Nicht für Parolen und nicht, um BLOODRED zu einem politischen Projekt im engen Sinne zu machen, sondern im Sinne von Haltung. Ich glaube nicht daran, dass Kunst in einem Vakuum existiert. Und ich glaube auch nicht, dass Schweigen automatisch neutral ist. Wenn du siehst, wie Entmenschlichung wieder salonfähiger wird, wie Fakten verhandelbar gemacht werden, wie zynisch manche Entwicklungen durchgewunken werden, dann ist es für mich konsequent, das zu benennen. Auch wenn es unbequem ist. Vielleicht gerade dann.

    Ron, deine Gesangs- und Instrumentalperformance wirkt besonders intensiv und persönlich. Hat sich dein kreativer Ansatz bei diesem Album verändert?

    Ron: Ja, und zwar ziemlich deutlich. Wenn man „Colours of Pain“ mit dem Vorgänger vergleicht, ist der größte Unterschied für mich der Fokus. Auf „Ad Astra“ gab es viele verspielte und komplexe Wege, mehr Verschachtelung, mehr Details, die auch aus einer gewissen Lust am Experiment kommen. Dieses Mal wollte ich stärker „auf den Punkt“. Nicht simpler um des Simpel-Seins willen, sondern direkter. Mehr Wirkung, weniger Umwege.

    Ein wichtiger Schritt war, dass ich mir die Songs beim Schreiben viel öfter in einem Live-Kontext vorgestellt habe. Also ganz konkret: Wo packt mich ein Riff wirklich? Wo verliert ein Song Energie, weil er zu verkopft wird? Wo ist eine Idee zwar spannend, aber sie nimmt dem Stück die Klarheit? Ich habe versucht, konsequenter zu entscheiden und auch mal Dinge wegzulassen, wenn sie nicht dem Kern dienen.

    Bei den Vocals war es noch persönlicher. Ich habe die Parts detaillierter im Vorfeld ausgearbeitet und parallel an Routine in der Technik gearbeitet, komplett ohne Dritte: geregeltes Warm-up, Atemtechniken, bewussteres Arbeiten an Kontrolle und Ausdauer. Das hat mir Sicherheit gegeben, und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass die Stimme die Songs nicht nur begleitet, sondern wirklich trägt.

    Joris, dein Schlagzeugspiel ist gleichzeitig brachial und cineastisch. Wie bist du an Rhythmus, Tempo und Spannungsaufbau auf diesem Album herangegangen?

    Joris: Normalerweise hat Ron bereits eine gute Vorstellung davon, wie das Schlagzeug klingen soll, sodass die Gesamtstruktur und die meisten Rhythmen bereits feststehen. Meine Aufgabe ist es, darauf aufzubauen und das Ergebnis zu verbessern, wo ich kann. Das bedeutet, dass ich manchmal nur kleine Details ändere, in anderen Fällen aber auch etwas komplett umgestalte, damit es besser zur Gesamtstimmung des Songs und/oder zu den Rhythmen passt, die Bass und Gitarren bereits spielen.

    Das Gastsolo von Þráinn Árni Baldvinsson (Skálmöld) auf „Mindvirus“ sticht deutlich hervor. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und was hat sie dem Song gegeben?

    Ron: Ich bin sehr froh, dass Þráinn dabei ist. Skálmöld gehören seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsbands, wir kennen uns seit einem Treffen am Rande eines Festivals vor über zehn Jahren und sind in Kontakt geblieben. Irgendwann kam von ihm das Angebot, gerne mal etwas beizusteuern, und als „Mindvirus“ stand, war klar: Das ist der richtige Song.

    Wichtig war mir, dass er komplette Freiheit hat. Ich wollte kein Solo, das genau in unseren Rahmen gepresst wird, sondern eine echte zusätzliche Farbe. Und genau das ist passiert: Es hebt sich ab, wirkt ungewohnt in diesem Kontext und öffnet den Song für einen Moment. Gerade weil es nicht „typisch“ für das Genre ist, verstärkt es die Wirkung des restlichen Tracks.

    Die Zusammenarbeit mit Alex Krull im Mastersound Studio prägt den Sound des Albums spürbar. Was macht diese Kooperation für BLOODRED so besonders?

    Ron: Mit Alex arbeite ich seit der ersten EP zusammen, und über die Jahre ist daraus eine Zusammenarbeit geworden, die weit über „wir nehmen da halt auf“ hinausgeht. Es gibt ein großes Vertrauen und einen sehr direkten Austausch. Wir müssen uns nicht mehr lange erklären, weil wir beide ein gutes Gefühl dafür entwickelt haben, was BLOODRED braucht und was nicht.

    Was ich an Mastersound und an Alex besonders schätze, ist diese Mischung aus Erfahrung und Pragmatismus. Er versteht die Ästhetik harter Musik, aber er verliert sich nicht in Standards. Wir haben den Sound über die Jahre von Album zu Album weiterentwickelt, passend zur Musik. Früher war die Produktion dichter und kompakter, sehr „komprimiert“ im Gefühl. Bei „Colours of Pain“ war das Ziel, den Sound zu öffnen, mehr Raum und mehr Tiefe zu schaffen, ohne den Druck zu verlieren. Gerade bei dieser Art Musik ist das ein Balanceakt: Wenn du zu viel Luft gibst, verliert es Aggression. Wenn du zu sehr verdichtest, verlierst du Dynamik. Dieses Mal haben wir versucht, beides zu verbinden.

    Dazu kommt, dass ich in der Zeit auch viel von Alex gelernt habe. Dadurch kann ich inzwischen Teile in meinem eigenen Studio aufnehmen. Das ist nicht nur eine praktische Sache, sondern es verändert auch den Prozess, weil ich Ideen früher festhalten und weiterentwickeln kann, ohne dass es am Ende klanglich auseinanderfällt.

    Das Artwork von Stefan Heilemann fängt die Atmosphäre des Albums perfekt ein. Wie eng waren Musik und visuelles Konzept während des Entstehungsprozesses miteinander verknüpft?

    Ron: Ziemlich eng, auch wenn die konkrete Idee nicht von Anfang an komplett feststand. Inhaltlich hängt das Artwork stark am Titelsong, aber auch an „Resist“. Es sollte sofort wirken, aber in Details Interpretationsraum lassen.

    Mir war wichtig, kein typisches Death-Metal-Motiv zu bedienen, sondern etwas, das über Atmosphäre und Symbolik funktioniert. Stefan kann das hervorragend. Er nimmt eine Idee auf und entwickelt sie so weiter, dass am Ende etwas Eigenständiges entsteht. Rückblickend passt es, weil Musik, Text und Bildwelt dieselbe Sprache sprechen.

    Colours Of Pain gilt als euer bislang persönlichstes und gesellschaftlich konfrontativstes Album. Was wünscht ihr euch, dass die Hörer:innen nach dem vollständigen Durchlauf des Albums mitnehmen?

    Ron: Für mich hat das zwei Ebenen. Die erste ist die unmittelbare: Ich hoffe, dass die Hörer:innen ein Album erleben, das sie packt. Dass es sie musikalisch mitzieht, dass es Druck hat, Atmosphäre, Dynamik und einen Spannungsbogen, der als Gesamtwerk funktioniert. Nicht nur einzelne gute Momente, sondern dieses Gefühl, dass man am Ende wirklich eine Reise durchlaufen hat. Und ja, bei aller Schwere soll auch der Spaß am Hören nicht verloren gehen.

    Die zweite Ebene ist die, die länger bleibt. Ich wünsche mir, dass die Lyrics nicht einfach nur „verstanden“ werden, sondern dass sie etwas auslösen. Nicht unbedingte Zustimmung, sondern Reflexion. Dass man an manchen Stellen hängen bleibt und merkt: Das ist nicht nur ein Kommentar zur Welt da draußen, sondern es hat auch mit uns zu tun, mit dem, was wir zulassen, was wir normalisieren, wie wir reagieren oder eben nicht reagieren. Wenn Leute nach dem Album ein bisschen wacher sind, ein bisschen unruhiger, ein bisschen weniger bequem in ihren Gewissheiten, dann hat es das erreicht, was ich mir erhoffe.

    Auf Apple Music anhören

    Vielen Dank an BLOODRED für eure Zeit, eure Offenheit und euren unerschütterlichen Willen, Blackened Death Metal mit Haltung, Tiefe und Konsequenz zu füllen.

    Wir wünschen euch alles erdenklich Gute für die Veröffentlichung von Colours of Pain im Februar, viel Erfolg mit dem Album und eine starke Resonanz bei alten wie neuen Hörer:innen.

    Bleibt kompromisslos, bleibt intensiv – und lasst die Welt jede einzelne Farbe des Schmerzes spüren. 🩸🔥 Interview by CK

    Bild: Ron Merz © by Stefan Heilemann

    Stadt Frankenthal erarbeitet Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept

    Die Stadt Frankenthal hat mit der Erstellung eines Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzeptes begonnen, um Bürgerinnen und Bürger sowie die städtische Infrastruktur besser vor den Folgen von Hochwasser und Starkregen zu schützen. Mit der Umsetzung wurde das Ingenieurbüro Björnsen Beratende Ingenieure GmbH aus Speyer beauftragt. In einem Kick-off-Gespräch mit städtischen Fachbereichen, der Feuerwehr, den Ortsvorstehern und weiteren Akteuren wurden Anfang Februar die Grundlagen des Projekts sowie die nächsten Schritte festgelegt.

    Im ersten Schritt werden umfassende Daten zusammengetragen, darunter bekannte Hochwasser- und Starkregenereignisse, Boden- und Landnutzungsinformationen, bestehende Planwerke wie Flächennutzungs- und Bauleitpläne, der Generalentwässerungsplan sowie Daten zur kritischen Infrastruktur. Ziel ist es, besonders gefährdete Bereiche („Hot-Spots“) im gesamten Stadtgebiet zu identifizieren.

    Bürgerbeteiligung zentrales Element

    Ein zentraler Bestandteil ist die aktive Einbindung der Bevölkerung. Parallel zur fachlichen Analyse solllen Bürgerinnen und Bürger über eine Beteiligungsplattform problematische Stellen und eigene Erfahrungen mit Hochwasser und Starkregen melden. Dieses lokale Wissen ist ein wichtiger Baustein für die Konzepterstellung. 

    In den Monaten April und Mai 2026 sind darüber hinaus Ortsbegehungen in allen Vororten (Mörsch, Flomersheim, Eppstein, Studernheim) sowie in der Kernstadt geplant. Diese erfolgen gemeinsam mit Fachleuten des Ingenieurbüros, den Ortsvorstehern und weiteren fachkundigen Beteiligten. Die Hinweise aus der Bürgerschaft fließen dabei direkt in die Bewertung ein.

    Nach Auswertung aller Daten und Ortsbegehungen sind ab Herbst 2026 in den Vororten und der Kernstadt erste Informations- und Beteiligungsveranstaltungen geplant. Das fertige Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept soll 2027 vorgestellt werden – ebenfalls unter Einbindung der Öffentlichkeit. Der Abschluss des Projekts ist spätestens für das dritte Quartal 2027 geplant.

    Die Stadt Frankenthal wird regelmäßig über den Projektfortschritt informieren und lädt die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich zur Mitwirkung ein. 

    Alle Details zu den Beteiligungsmöglichkeiten und Termine der Infoveranstaltungen werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

    „Unser Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor Starkregenereignissen und Hochwasser zu schützen. Dabei geht es uns nicht nur um Information, sondern auch um Sensibilisierung – insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen, die jede und jeder selbst am eigenen Gebäude zum Starkregenschutz ergreifen kann. Prävention ist ein zentraler Baustein moderner Gefahrenabwehr“, so der für den Katastrophenschutz zuständige Bürgermeister Bernd Knöppel.