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Mannheim: Capitol erscheint im neuen Glanz und Sound

Mannheim – Es riecht nach frischer Frabe. So war der erste Eindruck heute  Morgen (31.08.2018), als Pressevertreter das Capitol betraten. Thorsten Riehle, Geschäftsführer im Capitol,  präsentierte den vorläufigen Abschluß der Modernisierungsmaßnahmen in dem alt -ehrwürdigen Haus.  „Unser Team ist glücklich und stolz, aber auch müde“.  Einige der Mitarbeiter waren letzte Nacht erst nach 1 Uhr nach Haus gegangen.

Rund eine Million Euro wurden in den letzten 12 Wochen verbaut. Die „Sarotti Theke“ im Foyer des Kulturhauses blieb erhalten, wurde aber mit reichlich neuer Technik ausgestattet.  Sei es bei der Kühlung der Getränke oder bei m Abwasch: Neueste elektronische Geräte haben hier Einzug gehalten und sollen den Service zumindest von technischer Seite etwas vereinfachen.

Schwerpunkt der Sanierunghsarbeiten war der Bühnenbereich. Um zukünftig mehr Platz zu haben, wurden die Lautsprechertürme rechts und links der Bühne durch schmale und herabhänge Lautsprecherboxen  ersetzt. Um dies jedoch umzusetzen, musste der komplette Bereich der  Stahlkonstruktion über der Bühne erneuert werden. Modernste Beleuchtungstechnik ist hier angebracht und je nach Bedarf, können hier Lampen und Spots angebaut werden. Die Besucher, die zur ersten Veransaltungs nach der Sommerpause heute Abend bei Chako dabei sind, werden ein freundlicheres und helleres Capitol erleben. Der komplette Innenbereich wurde neu gestrichen.  Bei der Wahl der Farben und der Farbkompositionen,  hat man es sich nicht leicht gemacht. Mit Untersützung von Denkmalpflegern wurden bereits im vergangenen Jahr Farbschichten an verschiedenen Stellen des ehemaligen Filmtehaters abgetragen und untersucht.

Das Ergbnis war interessant: In den ersten Jahren des 1927 erbauten Capitols war alles in einer ockergelben Farbton gestrichen. Erst Anfang der 1930er Jahre wurden rote und blaue Farbtöne hinzugefügt.  Und genau an diese Farbkompositionen wollte man sich bei der Renovierung orientieren.  Darüber hinaus  werden Monitore, Bilderrahmen und Werbeständer nicht mehr in der bekannter Art und Weise mehr vorhanden sein „Wir wollen, dass das Haus seinen eigenen  Charme und Charakter den  Gästen näherbringt.  Auch bekamen  die Pressevertreter Einlick Backstage, also hinter die Bühne. Das war eher unspektakulär. In einem Raum, der unmittelbat hinter der Bühne ist, sind zwei Schminkplätze mit entsprechenden Spiegeln, eine Couch und ein Kühlschrank. „Hier mussten wir den knatternden alten Kühlschrank ersetzen, denn die Künstler fanden hier nicht wirklich ihre Ruhe zur Entspannung“, so Thorsten Riehle.

Bei diesem 3. Bauabschnitt wurden auch die Rettungs – und Fluchtwege erweitert und modernisiert. Insgesamt finden nun 699 Beuscher Platz im Capitol. Die gewaltige Kuppel, die das Theater überspannt, wurde mit einer interessanten blauen Farbe versehen. Rings um die Kuppel  wurde die Stadt- Sihouette mit neuen Leuchten ausgestattet und somwit wird der Saal mit einem sanften hellen Licht geflutet.

„Wir haben es fast geschafft“, betont Thorsten Riehle denn an diesem Wochenende sind die ersten Veranstaltungen. Gleichzeitig wird das auch die Bewährungsprobe für die neu installierte und eingespielte Beschallungsanlage sein.

In den nächsten Wochen werden dann noch die Kleinigkeiten ausgebügelt. Im nächsten jahr wird die Sanierung weitergehen. Dann geht es um das Thema Entlüftungs – und Klimaanlage. Dann erwartet man weitere Kosten von rund 500.000 Euro, die man sinnvoll investieren will.  Thorsten Riehle ist davon überzeugt, dass die Kulturstätte Capitol Mannheim, eine immer größere Beliebheit erfährt. Das zeige sich an Hand der Vorverkaufszahlen und vor allem der Nachfrage der Künstler, hier in Mannheim auftreten zu können.

Text: Helmut Dell / Fotos: Helmut Dell

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