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2 NOMINIERUNGEN FÜR JIP FILM & VERLEIH BEIM DEUTSCHEN FILMPREIS 2022

jip film & verleih freut sich über gleich 2 Nominierungen beim Deutschen Filmpreis 2022 – kurz vor ihrem 5-jährigen Firmenjubiläum am 14. Mai.

THE OTHER SIDE OF THE RIVER von Antonia Kilian

THE OTHER SIDE OF THE RIVER
Kinostart: 17.06.2022
Filmlänge: 96 Min.
im Verleih von jip film & verleih
Genre: Dokumentation
Regie: Antonia Kilian

Die 19-jährige Hala entkam einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquerte, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreite. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der (Zwangs) Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution. Die jungen Frauen werden im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?

THE OTHER SIDE OF THE RIVER schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

WEM GEHÖRT MEIN DORF von Christoph Eder

WEM GEHÖRT MEIN DORF
Kinostart: seit 12. August 2021 im Kino und ab 21. Januar 2022 auf DVD und VoD

Filmlänge: 100 Min.
im Verleih von jip film & verleih
Genre: Dokumentation
Regie: Christoph Eder

Auf kräftigen Gegenwind stößt die auf Wachstum und Investition ausgerichtete Lokalpolitik in dem beliebten Ostseebad Göhren auf Rügen, der Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Als die letzte unberührte Küste bebaut werden soll und das einzigartige, malerische Naturschutzgebiet in Gefahr ist, regt sich deutlich der Unmut unter einigen Bürger*innen. Seit Jahren dominiert eine Gruppe von Männern, die „Vier von der Stange“ den Gemeinderat. Sie unterstützen sämtliche Projekte eines millionenstarken Bauinvestors aus Nordrhein-Westfalen, der dort nach der Wende so viele Hotels und Ferienhäuser baute wie kein anderer. 

Nadine und ihr Vater Bernd, engagierte Göhrener, erkennen schnell, dass sie nur gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas ändern können. Sie gründen eine Bürgerinitiative und treten bei der Kommunalwahl an. Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?  

WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur und sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die weltumspannend Brisanz haben und kapitalistische Interessen gegen das Gemeinwohl stellen: Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizierung, Strukturwandel, Turbo-Tourismus, Naturschutz. Der Film zeigt, dass Veränderung im Kleinen beginnen und dabei große Wellen schlagen kann. 

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