Musik

REPTILICUS präsentieren die definitive Deluxe-Edition ihres Klassikers „Crusher Of Bones“

ELECTRONIC

Artoffact Records und REPTILICUS kündigen die definitive Edition des Industrial-Meisterwerks der Band, „Crusher Of Bones“, an. Mit dem unglaublichen Lead-Off-Track und der ersten Single ‚Snakes‘ ist die „Crusher Of Bones“-Neuauflage vollständig remastert und enthält neue und aktualisierte Illustrationen, die von der Band persönlich überwacht wurden. Diese Deluxe-Ausgabe enthält auch ein Booklet mit Liner-notes und historischen Infos, was sie zu einem Muss für Sammler macht.

Reptilicus entstanden aus einer zufälligen nächtlichen Begegnung Ende Dezember 1988, als GIM Johann Eiriksson traf, der an einem der schattigeren Orte Reykjavíks herumschlich. Sie wussten wenig voneinander, abgesehen von ein paar flüchtigen Blicken an den Rand der lokalen Musikszene – Johann war mit Paul Lydon und Laura Valentino in der experimentellen Gruppe Huus involviert, und GIM in der Electro-Industrial-Gruppe Svölurnar (oder The Swallows) mit seinem verstorbenen Freund Þór Jóhannsson. Sie landeten in einem kleinen Studio, das sich GIM im Stadtzentrum teilte.

Die Aufnahme, die an diesem Abend gemacht wurde, ist noch vorhanden, aber unveröffentlicht. Der Name, den sie wenige Tage später annahmen, ist der Titel eines der kleineren Sprösslinge der Filmgeschichte, des dänisch-amerikanischen „Reptilicus“, dessen amerikanische Version sich in Johanns Besitz befand, gekürzt auf 8mm-Film. Reptilicus wurden am 12. Januar ’89 offiziell gestartet, als sie zum ersten Mal live auftraten, zusammen mit Johanns Kolleg:innen in Huus, Paul und Laura. Früher am selben Abend fand auch der letzte Gig von Svölurnar statt.

Reptilicus ließen sich von zahlreichen Quellen inspirieren, darunter die ursprüngliche britische Industrial-Szene und ihre spätere elektronisch-industrielle Spielart und der sogenannte deutsche Krautrock, insbesondere Holger Czukay und Can. Außerdem teilten sie eine Vorliebe für Dada, Science-Fiction und verschiedene Randgebiete aus Film und Fernsehen.

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Kürzlich hat die Band das Album „Unison“ auf Artoffact Records veröffentlicht und auch ihre unglaubliche Zusammenarbeit mit The Hafler Trio, „Designer Time“, neu aufgelegt.
„Crusher Of Bones“ (CoB), das im Herbst 1990 auf Vinyl veröffentlicht wurde, war das erste eigene Studioalbum von Reptilicus. Obwohl die meisten Tracks Improvisationen beinhalteten, wurden sie sorgfältig ausgearbeitet und vorprogrammiert. CoB wurde von Hilmar Örn Hilmarsson aufgenommen und gemischt. Birgir Baldursson, Perkussionistin der Extraklasse von S.H. Draumur und Bless spielte Schlagzeug und Percussion auf mehreren Tracks, und Guðlaugur Kristinn Óttarsson (Godkrist), zuvor bei Þeyr und Kukl, übernahm Gitarre auf drei Songs.

CoB wurde über das bandeigene Label Product 8 in Zusammenarbeit mit dem britischen Vertrieb People Who Can’t veröffentlicht, aus dem bald World Serpent Distribution werden sollte. Die britischen Kontakte wurden durch Hilmar und David Tibet von Current 93 ermöglicht. Die Veröffentlichung wurde im Januar 1991 mit einem Konzert in Reykjavík gefeiert, das von Sjón und Current 93 begleitet wurde. CoB wurde auf CD mit über 20 Minuten zusätzlichem Material neu aufgelegt, wiederum über Product 8 und World Serpent im Jahr 1996. Beide Cover wurden vom Grafikdesigner Bragi Halldórsson entworfen.

Was den Titel betrifft, so ist die Erinnerungsspur längst zugeschneit – wenn man bedenkt, dass sie sich teilweise im Metal-Industrial versucht haben, könnte das als Inspiration gedient haben. Beide frühen Ausgaben des Albums sind lange vergriffen, und die neue Ausgabe von Artoffact Records ist das erste Mal, dass das Album auch in einem digitalen oder Streaming-Format erscheint.

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