Musik

Rubbish – Sometimes

Alternative Rock

Das erste Album der Band, A kind of Art, erscheint 2003 zunächst in kleiner Auflage als CD. Den Zeichen der Zeit folgend wird es anschließend weltweit online veröffentlicht und verkauft sich von West nach Ost, von den USA bis nach Japan. Schon dieses Album kann für sich viele positive Rezensionen im deutschsprachigen Raum verbuchen.

Seit Dezember 2019 ist der Re-Release im Backkatalog bei 7us music/7hard zu finden. Für die Veröffentlichung des Albums Dear John kann im Jahr 2017 das Label 7us music /7hard gewonnen werden – die Presse reagiert begeistert (siehe „Pressespiegel“, S. 2). Im Januar 2018 macht sich das Trio erneut auf ins Studio, um den ersten Track fürs neue Album einzuspielen. Zwei Jahre später ist das Album Some Times im Kasten.

Die Stücke, die den Weg vom Rohdiamanten zum lohnenswerten Titel geschafft haben, spiegeln textlich Momentaufnahmen, Beobachtungen und Reflexionen wider, die Sänger Carsten im Laufe der zwei Jahre gesammelt hat. Auch auf musikalischer Ebene verlässt sich die Band – wie immer – auf den eigenen Geschmack, ohne auf einen „roten Faden“ zu schielen: Was gefällt, wird aufgenommen.

So stehen auch auf diesem Album Pop-Rock-Songs neben schwermütigen Balladen, deren Länge weit über dem Radioformat, deren BPM aber unter regulärem Herzschlag liegt… Als Produzent war, wie soll es anders sein, niemand Geringeres als Michael Voss (u.a. Michael Schenker, Mad Max, Rockwolves (mit Hermann Rarebell (ex-Scorpions ) und Gudze (H-Blockx)) tätig, der die Band seit nunmehr knapp 20 Jahren im Studio begleitet, und dessen Produktionsstil inzwischen bedeutender Bestandteil des auf Tonträger gebannten Rubbish-Sounds ist.

Stil
Die stilistische Verortung „von außen“ geschieht im Schwerpunkt durch die Zuordnung in Hard- und Wave-Rock, Akzente gesetzt werden je nachdem durch die Betonung der Gothic-Note oder aber der Pop-Melodie. Dementsprechend werden gerne Assoziationen von HIM bis Wolfsheim, von Monster Magnet bis Depeche Mode geknüpft (vgl. auch den Pressespiegel in diesem Info).

Die Band verwundert dies nicht, repräsentiert diese breit gefächerte Zuordnung doch die Schnittmenge der teilweise sehr unterschiedlichen Einflüsse der drei Musiker, die ohne verkopften Masterplan eigen, aber nicht verkrampft „anders“ arbeiten und arbeiten wollen.

Sicherlich spielt die sonore Stimme Carsten Püttmanns in diesem Zusammenhang eine große Rolle, die so gar nicht dem klassischen Hard-Rock-Klischee entsprechen möchte und den berühmten roten Faden darstellt, der durch die Welt des „Rub-Pop“ (dies stilistische Selbstkategorisierung der Band) führt. Auf der anderen Seite legt die Band Wert darauf, dass die traditionellen Rock-Momente in der Musik nicht zu kurz kommen.

Zwischen den drei Musiker und dem Produzenten Michael Voss ist im Laufe der jahrelangen Zusammenarbeit eine musikalische Symbiose entstanden, die für den typischen Rubbish-Sound der im Studio vollendeten Songs sorgt. Haben die vier in diesem Kontext keinerlei Berührungsängste in Bezug auf Synthesizer, Streicher-Arrangements und ergänzende Drum-Loops, präsentiert sich die Band live gerne rau und schnörkellos.

Name
Nicht die Band Garbage sorgte, wie man vermuten könnte, für den auf den ersten Blick simpel oder gar einfallslos erscheinenden Namen der Band: So benannten sich Rubbish ursprünglich augenzwinkernd nach der Fußballlegende Horst Hrubesch, dessen Nachname kurzerhand anglisiert wurde – die Vorstellung, dass das vollständig gefüllte Wembley-Stadion „Hru-Besch“ skandieren würde, sorgte für diesen Entschluss mit Blick auf den verwegenen Traum des einmal ausverkauften, weltberühmten Stadions…

Rubbish – Sometimes
Label: 7Music
Genre: Alternative Rock
VÖ: 15.05.2020
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