Interviews

Für mich ist Mainz so was wie nach Hause kommen…

Interview mit Rolf Stahlhofen

Cityguide (Patrick Schunn) traf den Sänger Rolf Stahlhofen in Mainz auf dem RPR1. RLP Open Air 2010

Cityguide: Hallo Rolf, das Auftreten und so ist ja keine große Sache für dich. Trotzdem die Frage: Wie war deine Anreise?

Rolf: Für mich ist Mainz so was wie nach Hause kommen, da viele Freunde und Verwandte hier wohnen. Und du sagst es wäre nichts Besonderes. Aber du siehst ja es ist was Besonderes. Ich war noch nie in einem Plenarsaal gesessen, und dadurch komme ich mir gleich viel wichtiger vor als ich vor 5 Minuten war. Aber ich finde, die haben es sich hier schon schick eingerichtet. Wenn ich hier den Schmuck an der Wand sehe, finde ich das sehr charmant. Außerdem würde ich hier auch gerne über die Kultur des Landes reden.

Cityguide: Was könnte man dabei von dir erwarten?

Rolf: Ich finde ehrlich gesagt, die machen eigentlich schon einen guten Anfang, indem sie öffentliche Plätze öffentlich machen, jeden einladen um dann ein Konzert auf diesem Platz zu machen. Ich kann nur einigen Bundesländern sagen, sie sollen sich ein Beispiel nehmen.

Cityguide: Du bist in der Welt schon so viel rumgekommen. Aufgewachsen in Algerien, Nigeria und Australien. Trotzdem hat es dich immer wieder  in die Pfalz zurückverschlagen. Warum?

Rolf: Wenn ich nach Mannheim komme wo ich im Moment wohne, und ich fahre über die Brücke nach Ludwigshafen, sehe ich immer sofort die Pfälzer Berge und werde dann immer gleich so uiuiuiuiuiui (lacht). Da habe ich einfach gute Leute. Denen ist es egal ob ich Sänger, Bäcker oder Metzger bin. Diese Leute haben mich schon als kleinen Bub kennen gelernt  und ich finde es schön, dass man immer seine Freunde um sich herum hat wenn man hier ist.

Cityguide: Was bedeutet aber die Pfalz als Land für dich. Gibt es irgendwelche Ecken, wegen denen du immer wieder her kommst?

Cityguide: Letztes Jahr hast du ja dein letztes Album rausgebracht namens „Besser jetzt als nie“. Gibt es schon Resonanzen oder ein Fazit?

Rolf: Ich habe ja alles selber gemacht, und habe auch einen sehr, sehr guten Vertrieb bekommen. Ich selber bin sehr zufrieden damit, da ich es auch nicht unter Zeitdruck gemacht habe. Für das Album habe ich insgesamt 4 Jahre gebraucht.

Cityguide: Du trittst heute mit einem ziemlich großen Namen der Musikgeschichte auf: Robin Gibb! Was bedeutet es für dich auf derselben Bühne zu stehen?

Rolf: Robin Gibb war früher in derselben Plattenfirma wie ich und unsere Wege haben sich auch schon öfter gekreuzt. Ich finde es einfach faszinierend, dass ich vor einem Weltstar auftrete. Ich meine, jeder hier kennt doch mindestens 10 oder 11 Songs von ihm. Er zeigt auf jeden Fall vielen Kids wo der Hammer hängt. Robin Gibb ist ein Gentleman, sehr erfolgreich und nett, deswegen freue ich mich, wenn auch nur einen kleinen Moment mit ihm die Bühne zu teilen.

Cityguide: Wirst du auf Autogrammjagt gehen?

Rolf: Ich habe ein paar Kumpels die mich beauftragt haben, aber ich glaube, das wird der Tonleiter für mich machen. Ich selber werde bestimmt in der Ecke sitzen und genießen. Vielleicht ein heimliches Foto für Mama machen.

Rolf: Ich habe vor jedem Auftritt immer tierisch Schiss. Zwischen 5 und 2 Minuten vor dem Auftritt geht es mir so. Aber ich glaube, sobald ich dieses Gefühl nicht mehr habe, gehe ich nicht mehr auf die Bühne, da ich mich schon jedes Mal auf dieses Gefühl freue. Ich habe auch gerne meine Band um mich herum.

Cityguide: Wird es jemals noch etwas mit dir und den Söhnen Mannheims? Oder hast du noch zu jemandem Kontakt wie zum Beispiel Claus Eisenmann?

Rolf: Ich wohne ja momentan in Mannheim und Mannheim ist ja ein kleines Dorf. Daher läuft man sich ständig über den Weg. Die Söhne sind alles noch gute Kollegen von mir, einige auch gute Freunde, teilen uns des Öfteren mal die Studioräume, Claus und ich telefonieren regelmäßig und Xavier sehe ich jetzt öfter als ich ihn früher gesehen habe. Aber eine Zusammenarbeit ist in naheliegender Zukunft nicht geplant. Falls es mal dazu kommt dass ich ein oder zweimal auftreten soll, wäre das kein Problem und singe dann 2 oder 3 Lieder mit. Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, von Anfang an bei den Söhnen dabei gewesen zu sein, denn ich habe aus dieser Zeit viel gelernt. Trotzdem ist Musik so vielfältig dass man nie weiß, wo der Weg einen hinführt.

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