Interviews

Special: Artists and their Tattoos Interview with Julian Bergerhoff

Unseren heutigen Gast, den Pianisten und Klavierlehrer Julian Bergerhoff, man kann auch bei Auftritten von Elaine Thomas Blues Band zu sehen bekommen. Wir wollen aber natürlich – wie immer – etwas über Tattoos reden … 😊

Wann wurde das erste Tattoo bei Dir gestochen und für welches Motiv hast Du Dich entschieden? Wie lange musstest Du darüber nachdenken?

Erstes Tattoo vor rund 2 Jahren. Das Motiv war meine Idee. Nachgedacht darüber habe ich fast 20 Jahre..

Wie viele Tattoos hast Du insgesamt? Gibt es davon welche von denen Du eine Geschichte erzählen könntest/möchtest und was sie Dir insbesondere bedeuten?

Ich habe 1 Tattoo. Eine/ meine Muse, u.a.. meine Inspiration und Motivation.

Planst Du Dir weitere Tattoos stechen zu lassen?

Ich plane vorerst keine weiteren.

Wurden alle Tattoos bei demselben Tätowierer gestochen? Wie hast Du den Tätowierer ausgewählt und wer hat die Skizze(n) für Dich gemacht?

2 tätowierer, 3 sitzungen. Der erste hat die Entwürfe gemacht

Wie lange hat die längste Sitzung gedauert?

Die längste ca. 9 stunden.

Tattoos stechen zu lassen ist schmerzhaft. Wie kannst Du die Schmerzen während der Sitzung aushalten, was lenkt Dich ab?

Ich habe einfach ausgehalten. Kaum Ablenkung. Ich fand es erträglich.

Hast Du jemals bereut ein Tattoo stechen zu lassen?

Nein, keine Reue.

Welche Arten von Tattoos sind für Dich tabu, welche würdest Du niemals stechen und Dir auch niemals stechen lassen?

Niemals: Tribals, Asiatische Schriften, naive Motive.

Es heißt, es macht süchtig, sich tätowieren zu lassen – hat man einmal damit angefangen kann man nicht mehr aufhören. Wie siehst Du das?

Ich bin, was das anbelangt, nicht suchtgefährdet. Dafür ist es auch zu teuer..

Im Moment ist es modern sich tätowieren zu lassen, viele Leute denken gar nicht darüber nach, dass sie das Tattoo das ganze Leben tragen müssen. Sie wollen cool sein und mit dem Strom schwimmen. Oftmals kommen sie zum Tätowierer mit der Aussage „zeigen Sie mir, was Sie haben“. Wie denkst Du darüber? Der Tätowierer arbeitet dann nicht mehr als Künstler sondern wird zum „Massenproduzenten“.

Tätowierer können stechen, müssen es aber nicht. Jeder entscheidet! Bin da entspannt..

Früher herrschte die verbreitete Meinung Tattoos seinen asozial – man hatte Schwierigkeiten eine Anstellung zu finden. Hat sich diese Meinung heute geändert oder muss man noch immer mit Vorurteilen rechnen?

Die Meinung hat sich geändert, ja. Tattoos sind ‚salonfähig‘ gehören, ja fast schon zum guten Ton.. In meiner Branche auf jeden Fall!

Zu guter Letzt… was empfiehlst Du unseren Lesern, die ihr erstes Tattoo planen? Worauf sollten sie achten bzgl. Auswahl des Studios, des Tätowierers, der Stilrichtung… Welche Ratschläge hast Du?

Zeit! Warten, überlegen, sacken lassen. Niemals aus einer Laune heraus!

Project by Daria Tessa and Daniela Vorndran, Interview by Daria Tessa
Pictures by
Julian Bergerhoff

Weiterlesen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"