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Dennis Endras kehrt vorzeitig in seine Heimat zurück

Es sind beeindruckende Zahlen. Nicht irgendwelche Zahlen. Zahlen, die die Wichtigkeit, die Treue und die Leidenschaft zu Mannheim, zu den Adlern untermauern. Dennis Endras hütete in den vergangenen zehn Spielzeiten das Adler-Gehäuse. Mit 393 Einsätzen stand Endras dabei so oft im Kasten wie kein anderer. 23.129 Minuten Spielminuten sammelte der 36-Jährige, feierte 244 Siege und zwei Meisterschaften. Mit 38 Shutouts sicherte sich der gebürtige Immenstädter auch in dieser Kategorie einen Rekord. Doch vor wenigen Wochen kam der Mann mit der Rückennummer auf den Club zu und bat um eine vorzeitige Auflösung seines bis 2023 gültigen Vertrags.

„Es ist immer etwas Überraschendes, wenn ein Spieler um die Auflösung seines Kontrakts bittet. Doch das Leben ist nicht immer linear und bis ins kleinste Detail planbar. Das haben die jüngsten Monate mit Nachdruck untermauert. Dennis hat immer offen, respektvoll und ehrlich mit uns kommuniziert. Seine Beweggründe sind nachvollziehbar, und es war keine Frage, dass wir seiner Bitte nachkommen, auch wenn sein Abgang selbstredend eine enorme Lücke hinterlässt. Einerseits auf dem Eis, aber auch
grundsätzlich in der Kabine sowie im Umgang mit den Fans. Dennis ist in den vergangenen Jahren zu einem festen und unverzichtbaren Teil der Adler geworden, gehörte zu den Leistungsträgern, der sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und für die Erfolge in dieser Zeit unabdingbar war“, äußert sich Adler- Geschäftsführer Matthias Binder über den Schlussmann.

„Natürlich fällt einem ein Abgang nach so langer Zeit alles andere als leicht. Man ist in der Mannschaft integriert, identifiziert sich mit dem Club, dem festen Kern des Teams. Man hat viele unglaubliche Erinnerungen. Auch die Stadt, die Region hat es mir angetan, sonst hätte ich es bei weitem nicht so lange ohne meine bayerischen Gepflogenheiten ausgehalten. Mannheim, die Adler und die Menschen hier werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Dennoch gab es eine einmalige Möglichkeit für mich, die ich mit Blick auf mich, meine Zukunft und meine Familie nicht verstreichen
lassen konnte“, erläutert Endras die Beweggründe für seine Vertragsauflösung und seine Rückkehr nach Augsburg.

Zweifacher deutscher Meister

Endras, der in Sonthofen das Eishockeyspielen erlernte und für Augsburg 2004 sein DELDebüt feierte, etablierte sich bis 2011 bei den Panthern im deutschen Oberhaus. In der Spielzeit 2011/12 versuchte sich der Linksfänger ein Jahr im Ausland, schloss sich im Anschluss den Adlern an und wurde gleich zum DEL-Torhüter des Jahres gewählt. Mit Mannheim schaffte Endras zudem sieben Mal den Sprung in die Playoffs, holte 2015 und 2019 den Titel. Mit Deutschland gewann Endras außerdem 2018 die olympische Silbermedaille. Die gesamte Organisation der Adler möchte sich bei Dennis Endras herzlich bedanken. Danke, für den Einsatz, die Treue, die Identifikation und die Leidenschaft. Danke für unzählige Erfolge, zwei Meisterschaften und viele wundervolle Momente. Danke, Dennis.

© Copyright: AS Sportfoto / Soerli Binder, www. as-sportfoto.de

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