Motorsport

Change. Accelerated. in der Ewigen Stadt – die Formel E und die zwei E-Prix in Rom

  • Saisonrennen drei und vier der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft werden in Roms Stadtteil EUR ausgetragen
  • Deutsche Hersteller Audi, BMW, Mercedes-EQ und Porsche wollen beim Saisonauftakt gezeigtes Potenzial auch bei zweitem Event ummünzen
  • Neue Streckenvariante bringt neue Herausforderung für Mensch und Material 

Rom, Italien (07. April 2021) – Welttournee mit WM-Prädikat, zweiter Teil: In Rom (Italien) nimmt die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft am 10. und 11. April die Saisonrennen drei und vier in Angriff. Betonung: Angriff. Denn im Wettstreit um die ersten WM-Kronen in Team- und Fahrerwertung der rein elektrischen Rennserie sollten weder Piloten noch Mannschaften die gebotenen Chancen liegen lassen. Und mit der Aufwertung der Veranstaltung im EUR-Stadtviertel von Rom („Esposizione Universale di Roma“) zum sogenannten Double-Header sind die beiden Rom-E-Prix eine ebensolche – wie zuletzt auch der Saisonauftakt in Diriyya (Saudi-Arabien). Innerhalb von weniger als 24 Stunden (der E-Prix am Samstag wird um 16:00 Uhr gestartet, der am Sonntag bereits um 13:00 Uhr) sind 50 WM-Zähler plus Zusatzpunkte zu vergeben. Der Sender SAT.1 überträgt beide Rennen live im deutschsprachigen Free-TV, die Vorberichterstattung beginnt jeweils 30 Minuten vor dem Start.

Die Herausforderer 

Die vier deutschen Automobilhersteller gehen die Aufgabe in Rom mit Zuversicht an: Audi, BMW, Mercedes-EQ und Porsche. Vier Fahrer vertreten darüber hinaus Schwarz-Rot-Gold: DTM-Champion René Rast (Audi), der jüngste Formel-E-Rennsieger Maximilian Günther (BMW) sowie der dreimalige Le-Mans-Sieger André Lotterer und sein Teamkollege – ebenfalls mit Formel-1-Werdegang – Pascal Wehrlein (Porsche). Und alle vier Hersteller bewiesen beim Saisonauftakt zuletzt ihr Potenzial für Podiumsresultate – jedoch mit unterschiedlicher Fortune. Während Audis Formel-E-Neuzugang René Rast beispielsweise nach einem solchen Top-3-Resultat griff, sich aber in der taktischen Umsetzung der Kombination aus Safety-Car-Phase und Formel-E-typischem Attack Mode noch Verbesserungsmöglichkeiten offenließ, dominierte Nyck de Vries (NED, Mercedes-EQ) den ersten Durchgang von Diriyya. 

Die Herausforderung 

Zuletzt wurde 2019 ein E-Prix in Rom ausgetragen – als siebtes Saisonrennen der Season Five und zum zweiten Mal in der Geschichte der Formel E. Beide Male stand André Lotterer (GER, Porsche) seinerzeit auf dem Podium – einmal als Dritter, einmal als Zweiter. Vor der aktuell laufenden Season Seven haben sich jedoch einige Vorzeichen geändert: Lotterer wechselte von DS Techeetah zum TAG Heuer Porsche Formel-E-Team und der Streckenverlauf für die anstehenden E-Prix wurde leicht modifiziert. Der Stadtkurs führt nun nicht mehr direkt am Nuvola Convention Center vorbei, das derzeit als Italiens größtes Impfzentrum dient. Der Herausforderung tut das keinen Abbruch – im Gegenteil. Auf 3.385 Metern Streckenlänge sind 19 Kurven zu meistern. Eine der markantesten von ihnen führt über die Piazza Guglielmo Marconi und um den gleichnamigen Obelisken. Und dort, wo die Buslinie 31 üblicherweise in gemächlichem Tempo verkehrt, bieten sich ausreichend Überholmöglichkeiten beim Formel-E-Spektakel in der Ewigen Stadt. Ohnehin treffen auf dem ehemaligen Gelände der Weltausstellung von 1938 beim Gastspiel der Formel E anno 2021 die Kontraste aufeinander. Dem Leitgedanken „Change. Accelerated.“, für den die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft steht, dürfen allerdings – untypisch für die Serie – keine Zuschauer vor Ort und damit hautnah beiwohnen. Im Angesicht der Covid-19-Pandemie überlässt die Formel E zusammen mit der FIA und dem lokalen Veranstalter in dieser Hinsicht nichts dem Zufall und trägt die Saisonrennen drei und vier mit äußerst strengen Auflagen aus.  

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