Motorsport

Wie gewonnen, … – Przygonski und Gottschalk gehen als „Dakar“-Sechste in die Schlussetappe

Rallye Dakar 2022

  • Enorm fordernde elfte Etappe der Rallye Dakar, zwei Reifenschäden zwingen Przygonski/Gottschalk zu zurückhaltender Fahrt
  • Königsetappe der 2022er-„Dakar“ führt in einer Schleife um Bisha, schwierige Dünenquerungen, anspruchsvolle Navigation in Tälern, Wadis und schmalen Canyons
  • Przygonski/Gottschalk wollen auf abschließender Etappe am Freitag Gesamtrang sechs ins Ziel bringen

Bisha, Saudi-Arabien (13. Januar 2022) – Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk gehen als Gesamtsechste in den abschließenden Tag der Rallye Dakar 2022. Das polnisch-brandenburgische Duo musste auf der elften Etappe seinen Plan, noch einmal Druck auf die direkten Gegner um Platz vier zu machen, zeitig ad acta legen. Zwei Reifenschäden schon früh in der Sonderprüfung zwangen die „Dakar“-Vierten von 2021 dazu, eine langsamere und materialschonendere Gangart zu wählen. Auf der Schleife um Bisha mussten sie so ihre fünfte Gesamtposition hergeben – bleiben aber weiter die besten Vertreter mit einem heckgetrieben Buggy. Die souveräne Gesamtführung verteigten Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota) auch vor dem abschließenden „Dakar“-Tag, der Tagessieg ging an Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP, Audi).

Die Tagesaufgaben auf der Königsetappe hätten kaum herausfordernder ausfallen können: Die elfte Wertungsprüfung der 2022er-„Dakar“, die in einer Schleife um Bisha in Saudi-Arabien führte, eröffnete mit Sandpisten in Wadis und kleinen, schmalen Canyons – vorallem für die Beifahrer mit Hallo-Wach-Effekt. Es folgten 50 Kilometer weicher Dünen, auch jene der Kategorie 3. Zwischen den einzelnen Dünensektionen galt es auf Plateaus das Tempo hochzuhalten. Ab Kilometer 127 waren wieder die Beifahrer verstärkt gefragt, die den richtigen Pfaden folgen mussten. Immer wieder tauchten kleine und weiche Dünen auf, die es vorallem den heckgetriebenen Buggys schwer machten. Den Abschluss bildete anspruchsvolle Navigation in Wadis und Tälern.

„Der Plan war eigentlich, unsere direkten Gegner noch einmal unter Druck zu setzen, aber leider haben wir früh zwei Reifenschäden bekommen. Von da an ging es nur noch darum, ins Ziel zu kommen, keinen weiteren Plattfuß zu riskieren. Vor diesem Hintergrund war es heute das Maximum, was drin war und wir sind froh, im Ziel zu sein. Morgen werden wir uns darauf konzentrieren, den sechsten Platz abzusichern.“
Jakub „Kuba“ Przygonski nach Etappe 11 der Rallye Dakar 2022

„Die letzte große Prüfung vor dem Zieleinlauf der ‚Dakar‘. Wir wollten nochmal angreifen, aber zwei Reifenschäden recht zeitig in der Prüfung haben das verhindert. Die haben auch recht viel Zeit gekostet, weil es beim Wechsel noch Probleme gab. Anschließend sind wir etwas ruhiger gefahren, um überhaupt ins Ziel zu kommen und das Ergebnis nicht komplett in Gefahr zu bringen. Uns war ohnehin klar, dass es schwierig werden würde, Giniel de Villiers und Dennis Murphy im Werks-Toyota aus eigener Kraft zu halten. Wir sind jetzt im Kampf um Platz sechs noch ein paar Minuten vorn – die wollen wir morgen ins Ziel bringen.“
Timo Gottschalk nach Etappe 10 der Rallye Dakar 2022

Informationen Rallye Dakar 2022

Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 11
01  Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota) 36:49.51 Std.
02  Sébastien Loeb/Fabian Lurquin (FRA/BEL, Prodrive) 37:18.10 Std.
03  Yazeed Al-Rahji/Michael Orr (KSA/GBR, Toyota) 37:53.34 Std.
04  Orlando Terranova/Daniel Oliveras Carreras (ARG/ESP, Prodrive) 38:21.20 Std.
05  Giniel de Villiers/Dennis Murphy (ZAF/ZAF, Toyota) 38:34.02 Std.
06  Jakub „Kuba“ Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER, Mini) 38:41.48 Std.

Prüfungskilometer: 3.957 von 4.121 km
Verbindungsetappen: 3.776 von 4.292 km 
Gesamtkilometer: 7.733 von8.413 km

TV-ZeitenRallye Dakar 2022, zweite Woche

13.01.2022  EUROSPORT 1  23:30–00:30 (Zusammenfassung Etappe 11)
14.01.2022  EUROSPORT 1  23:30–00:30 (Zusammenfassung Etappe 12)

Bilder: Jakub „Kuba“ Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER), Mini JCW Buggy © MCH Photo

Text & Bild Quelle – gerdes.media

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