Mittwoch 28. Januar 2026

„UNAUFHALTSAM: PRIMAL FEAR UND DER AUFSTIEG ZUR DOMINATION“

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Euer neues Album Domination ist ein echtes Brett! Wenn ihr auf den Entstehungsprozess zurückblickt – welches Stück hat euch emotional am meisten gefordert oder überrascht?

Erstmal danke – das hört man immer wieder gern. Wir haben ein paar Experimente auf dem neuen Album, die es bislang von Primal Fear noch nicht gab – „Hallucinations“ ein Instrumental, „A Tune I Won’t Forget“ mit einer sehr untypischen Atmosphäre oder „March Boy March“ mit gewaltiger Brutalität. Aber wir lieben Herausforderungen im Studio und nach unserer Meinung hat es auch tadellos funktioniert.

Mat, dein Comeback ist eine wahre Metal-Wunderstory. Wie hat sich dein Weg zurück ins Rampenlicht auf das Songwriting und die Energie der Band ausgewirkt?

Wunder ist ein etwas überstrapaziertes Wort, aber ich bin unglaublich froh, dass ich wieder auf der Bühne stehen kann. Im Studio war das schon bei Code Red möglich, aber dieses Mal noch intensiver. Ich glaube die grundsätzliche Studioarbeit und das Songwriting haben sich nicht verändert, aber durch die neuen Mitglieder ist ein ganz anderer Drive in der Band und die Atmosphäre untereinander ist einfach fantastisch. Auch das gibt der Band eine neue Energie!

Domination strotzt nur so vor Power, Melodie und Emotion – was war euer größter musikalischer Anspruch bei dieser Scheibe? Und wie war die Auswahl aus den 25 Songs, die ihr geschrieben habt?

Wir wollten nicht noch mal die gleiche Platte machen, sondern neue Elemente ohne die PF Trademarks zu verlassen und noch in Sachen Overall Sound noch 10% draufpacken. Es war wirklich nicht einfach 10 neue Songs auszusortieren und nicht zu produzieren, aber was evtl. zu ähnlich war in Sachen Groove & Riffs wurde bei Seite gelegt und dann haben wir 15 Songs sauber im Studio produziert und gemischt.

Die neue Besetzung mit Thalìa und André fühlt sich an wie ein frischer Sturm – wie verändert ihre Energie die Dynamik auf der Bühne und im Studio?

Beide sind total motiviert und auch Fans der Musik die wir machen. Beide sind großartige Menschen die zu uns 100% passen und sind an ihren Instrumenten absolut Top. André hat ja schon die letzte PF Europatour gespielt, also wussten wir was wir an ihm haben und das hat er im Studio noch übertroffen. Thalia hat ein unglaubliches Talent und wir von Tag zu Tag noch besser, nützt jede Gelegenheit dazuzulernen und ist ein fantastischer Mensch, der durch ihre Jugend und Unbekümmertheit auch uns alte Hasen gut tut.

Ralf, du hast gesagt, dass von Anfang an eine „unbeschreibliche Verbindung“ zwischen euch bestand – wie spiegelt sich diese Chemie in euren Live-Shows wider?

Wir lachen viel mehr, haben mehr Spaß und jeder ist für den anderen da – in jeder Sekunde. Der momentane Vibe in der Band ist einfach erfrischend und grossartig.

Mit Songs wie Eden und Tears Of Fire zeigt ihr eine melancholische Seite. Wie wichtig ist euch diese emotionale Tiefe im Kontrast zu den typischen Nackenbrechern wie Scream oder Crossfire?

Das ist uns insgesamt sehr wichtig, weil Primal Fear besteht nicht aus 10 drei Minuten Songs in einem Groove, sondern wir brauchen musikalische Herausforderungen. Es gibt auch niemand der uns von diesem Weg abbringt. Musikalische Freiheit ist ein sehr wichtiges Gut, das wir pflegen und ausleben.

Wenn ihr nur drei Worte wählen dürftet, um Domination zu beschreiben – welche wären das und warum?

Powervoll, Glasklar und viele Emotionen.

Eure bevorstehende Headliner-Tour ist die längste seit 2018. Was dürfen eure Fans erwarten – und was bedeutet es euch, endlich wieder durch Europa zu ziehen?

Wir freuen uns unglaublich auf die Tour und die derzeitigen Festivals haben uns auch gezeigt wie viel Spass eine Band und Live Shows machen können. Wir bereiten einen Songmix auf Klassikern, natürlich neuen Songs und 2-3 Songs vor, die wir Live noch nie gespielt haben. Eine große Herausforderung für uns und die wollen wir auch mit jede Menge Power und Spass rüberbringen und mit unseren Fans & Freunden feiern.

Seit 1997 seid ihr ein Fels in der Metal-Brandung. Gibt es noch unerreichte Träume oder musikalische Herausforderungen, die euch reizen?

Jede neue Produktion und auch jede neue Show ist eine Herausforderung. Es gibt eigentlich kein Land, dass uns auf unserer persönlichen Landkarte noch fehlt. 

Und zum Abschluss: Wenn ihr einen Song aus Domination in eine Zeitkapsel legen müsstet, die erst in 100 Jahren geöffnet wird – welcher wäre es, und was sollte die Zukunft über PRIMAL FEAR daraus lernen?

THE HUNTER ist der Song auf Domination, der Primal Fear am besten representiert – Riff und Melodien sind 100% Primal Fear und Ralf’s Vocals sind unfassbar stark – wie auf dem gesamten neuen Album.

Vielen herzlichen Dank an PRIMAL FEAR für dieses kraftvolle, ehrliche und inspirierende Interview. Eure Leidenschaft, euer Durchhaltevermögen und eure unerschütterliche Liebe zum Metal sind beeindruckend – Domination ist der beste Beweis dafür. Wir wünschen euch von Herzen eine energiegeladene Tour, Gesundheit, Kreativität und dass ihr weiterhin laut und unbeugsam bleibt. Rock on – für immer PRIMAL FEAR! 🤘🔥 CK 

Danke und wir hoffen, dass wir uns auf der Tour sehen! PF

Titelbild: Primal Fear 2025 – Credit © Heiko Roith

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