Freitag 27. Februar 2026

Hate, Hope & Hellfire: Kreator zementieren ihren Thron

Meistgelesene Artikel

- Anzeige -spot_img
- Anzeige -spot_img

Das Imperium schlägt zurück: Essen’s Thrash-Titanen zementieren ihren Thron.

Man hätte meinen können, nach dem medialen Rundumschlag des Jahres 2025 würden sich Mille Petrozza und seine Mannen eine Pause gönnen. Mit dem Kinofilm Hate & Hope und Milles Buch Your Heaven, My Hell wurde das gigantische Erbe der Band zelebriert. Doch wer Kreator kennt, weiß: Stillstand ist der Tod. Statt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, läutet die Band mit ihrem 16. Studioalbum Krushers Of The World das Jahr 2026 mit einem Donnerschlag ein.

Der Titel ist Programm und eine selbstbewusste Ansage. Kreator wissen genau, wer sie sind, und – noch wichtiger – was sie ihren Fans schuldig sind. Produziert von Jens Bogren in den Fascination Street Studios, klingt die Scheibe genau so, wie der Titel es verspricht: zermalmend, triumphal und massiv.

Die Musik: Zwischen Raserei und Hymne

Schon der Opener „Seven Serpents“ macht keine Gefangenen. Mit einer fast schon tollwütigen Aggressivität zeigt die Band, dass sie nichts von ihrem Biss verloren hat. Es ist der perfekte Einstieg, um direkt klarzustellen, dass hier keine Altersmilde eingekehrt ist.

Doch Krushers Of The World ist mehr als nur stumpfes Geballer. Ein absolutes Highlight und Beweis für die stetige Weiterentwicklung der Band ist „Tränenpalast“. Hier huldigt Petrozza seiner Liebe zum Horror-Kino (speziell Dario Argentos Suspiria). Der Song besticht durch dunkle Melodien und wird durch den Gastauftritt von Vocal-Coach Britta Görtz (Hiraes) veredelt, die dem Track eine bösartige, fast theatralische Note verleiht.

Natürlich werden auch die Puristen bedient. Songs wie „Barbarian“„Deathscream“ oder „Psychotic Imperator“liefern genau das, wofür man Kreator liebt: gnadenlose Riffs, majestätische Leads von Sami Yli-Sirniö und Ventor, der an den Drums absolute Höchstleistungen abliefert. Besonders bei letzterem Track ist das Tempo atemberaubend.

Wer es grooviger mag, findet im Titeltrack „Krushers Of The World“ und dem hymnenhaften „Satanic Anarchy“neues Futter für die Live-Setlist. Hier darf Bassist Frédéric Leclercq glänzen, und die Refrains sind dafür gemacht, von Tausenden Kehlen mitgebrüllt zu werden.

Das Visuelle: Ein neues Gewand für alte Trademarks

Auch optisch geht die Band neue Wege, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Das Cover-Artwork von Zbigniew Bielak (bekannt durch seine Arbeit für Ghost) ist ein Meisterwerk voller Details. Es verwebt okkulte Symbolik mit klassischen Kreator-Trademarks der Coma Of Souls– und Pleasure To Kill-Ära zu einem modernen Tapestry. Es ist eine visuelle Repräsentation der Musik: Ein respektvoller Blick zurück, aber mit einer modernen, künstlerischen Vision.

Fazit

Krushers Of The World ist kein nostalgischer Rückblick, auch wenn der Film Hate & Hope die eigene Geschichte gerade erst beleuchtet hat. Es ist das Album einer Band, die auf dem Gipfel ihrer Schaffenskraft steht. Kreator klingen 2026 fokussiert, professionell und immer noch einschüchternd aggressiv. Sie haben ihren Platz im Metal-Olymp nicht nur verteidigt, sondern weiter ausgebaut.

Anspieltipps: Seven Serpents, Tränenpalast, Satanic Anarchy

KREATOR – Krushers Of The World

Tracklist:

  1. Seven Serpents (4:40)
  2. Satanic Anarchy (3:33)
  3. Krushers Of The World (4:20)
  4. Tränenpalast (4:43)
  5. Barbarian (4:40)
  6. Blood Of Our Blood (4:31)
  7. Combatants (4:01)
  8. Psychotic Imperator (5:05)
  9. Deathscream (3:52)
  10. Loyal To The Grave (4:58)
  • Label: Nuclear Blast Records
  • VÖ: 16. Januar 2026
  • Genre: Thrash Metal

Bewertung: 9/10

- Anzeige -spot_img

Neuste Artikel