Dienstag 27. Januar 2026

AL DOUM & THE FARYDS Neues Album “Ipnagogico” ist erschienen

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Al Doum & The Faryds haben heute ihr neues Album “Ipnagogico” veröffentlicht. Mit dem sechsten Longplayer schlägt das 2010 in Mailand gegründete Kollektiv ein neues Kapitel auf und erweitert seine psychedelisch-rituelle Klangsprache um eine deutlich ausgeprägtere Rock- und Psychedelic-Dimension. Gitarren werden voller, Stimmen lösen sich vom klassischen Gesang und verwandeln sich in klangliche Materie, während der gesamte Soundraum in lysergische Tiefen ausgreift.

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Der Albumtitel verweist auf den hypnagogischen Zustand zwischen Wachsein und Schlaf – eine Schwelle, in der Wahrnehmungen verschwimmen und sich Realität erweitert. Genau diesen Zustand beschreibt die Band als zentralen Moment ihres kollektiven Spielens: nicht als Flucht, sondern als Öffnung. “Ipnagogico” entfaltet sich dabei als zusammenhängende Bewegung, in der die einzelnen Stücke wie Phasen eines gemeinsamen Traums ineinandergreifen.

Wie alle bisherigen Veröffentlichungen entstand auch “Ipnagogico” im Guscio Recording Studio in Mailand, dem kreativen Zentrum der Band, betrieben von Gitarrist Lorenz. Mehr als ein Studio ist das Guscio ein sozialer und künstlerischer Raum, in dem Improvisationen aus dem Proberaum, unterwegs aufgenommene Skizzen und live erprobte Ideen zusammenfinden. Viele der Stücke wurden bereits auf der Bühne gespielt, bevor sie ins Studio gelangten – sie wuchsen im Austausch mit dem Publikum und innerhalb des zehnköpfigen Ensembles weiter.

Im Ergebnis bewahrt “Ipnagogico” die ursprüngliche Freiheit von Al Doum & The Faryds, wirkt dabei jedoch bewusster strukturiert und visionärer. Stimmen übernehmen eine zentrale Rolle als psychedelische Texturen, geformt durch Echos, analoge Delays und natürliche Überlagerungen. Die erweiterte Bläsersektion schneidet mit hoher Energie durch die Stücke, bewegt sich zwischen Postpunk-Impulsen und jazzig-folkigen Exkursen, während Gitarren träumerische Bahnen ziehen und Percussion rituelle, pulsierende Räume öffnet.

Arise I” markierte als erste Single den Auftakt zum Album und verbindet modal-jazzige Strukturen mit psychedelischem Rock und mantraartigen Vocal-Linien. Mit “Utopia I” folgte ein weiterer zentraler Moment des Albums: eine lange, hypnotische Bewegung, in der sich Gitarren, Bläser und Stimmen zwischen Verführung und Irritation verschieben und neu ordnen.

Ipnagogico” ist eine musikalische und menschliche Reise, die man in einem Zug hören sollte. Das Album öffnet Räume, statt Antworten zu liefern: Orte kollektiver Erfahrung, in denen sich individuelle und gemeinschaftliche Wahrnehmung überlagern und neu ausrichten.

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