Fünf Deutschland-Konzerte im November 2026
ENTER SHIKARI werden im Herbst 2026 nach Deutschland zurückkehren! Am 3. November starten sie in Hamburg ihre Europa-Tour, bevor sie wenig später die bisher größte deutsche Headline-Performance ihrer Karriere in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle spielen wollen. Insgesamt stehen fünf Deutschland-Konzerte im Terminkalender. Holding Absenceund The Callous Daoboys begleiten Enter Shikari auf dieser Reise.

Der reguläre Ticket-Vorverkauf startet am Freitag, 30. Januar um 11:00 Uhr. Bereits ab Mittwoch, 28. Januar 2026, 11:00 Uhr sind Karten via Eventim-Presale erhältlich.
Sänger Rou Reynolds kommentiert: „November will bring our biggest arena tour ever. With a completely new show. I cannot say much yet but I can tell you now it will be our most thrilling. To get to play Ally Pally two nights in a row is going to be something of a fantasy. I bloody love that building and we will make sure we have the variety and theatrics to do the place justice. The tour also includes our biggest ever Belgian show, and first ever German headline arena show, which we’re all buzzing for.“
Enter Shikari sind eine jener Bands, an denen sich exemplarisch ablesen lässt, wie sich Popkultur im 21. Jahrhundert verhält: rastlos, hybrid, politisch aufgeladen – und dennoch zutiefst emotional. Gegründet 2003 im englischen St Albans, haben Rou Reynolds, Rory Clewlow, Chris Batten und Rob Rolfe früh begonnen, die Bruchlinien zwischen Post-Hardcore, Elektronik, Punk und Pop nicht zu kitten, sondern bewusst offenzulegen. „Trancecore“ nennt die Band dieses Spannungsfeld selbst – ein Begriff, der ebenso programmatisch wie trotzig wirkt.
Mit ihrem Debüt „Take To The Skies“ landeten Enter Shikari 2007 überraschend in den oberen Rängen der britischen Charts. Es war der Auftakt einer Karriere, die sich konsequent jeder Verlässlichkeit verweigerte. Album für Album verschob die Band ihre ästhetischen Koordinaten: von der wütenden Überforderung auf „Common Dreads“ über die farbsatte Eskalation von „A Flash Flood Of Colour“ bis zur stilistischen Neuvermessung auf „The Mindsweep“ und dem verletzlichen, fast schon intimen „The Spark“. Spätestens mit „Nothing Is True & Everything Is Possible“ wurde klar, dass Enter Shikari ihre Musik als Resonanzraum gesellschaftlicher Krisen verstehen – und als Gegenentwurf zur Behauptung, es gebe „keine Alternative“.
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Mehr InformationenFrontmann Rou Reynolds denkt diese Haltung auch jenseits der Musik weiter. In seinen Büchern seziert er politische Systeme, Ideologien und das fragile Gleichgewicht einer globalisierten Welt. Die Songs der Band sind dabei Verdichtungen dieser Gedanken: laut, übersteuert, aber nie beliebig. 2023 erreichten Enter Shikari mit „A Kiss For The Whole World“ erstmals Platz eins der britischen Charts. Ein spätes, fast beiläufiges Triumphsignal für eine Band, die Erfolg nie als Selbstzweck begriff.
Im letzten Drittel ihrer Geschichte wird jedoch eines besonders deutlich: Enter Shikari sind vor allem eine Live-Band. Rund 3000 Konzerte weltweit, Arena-Touren, Festival-Headlines, ein legendärer Auftritt in der Wembley Arena, festgehalten auf dem Live-Album „Wembley. London. 17th February 2024“. Ihre Shows sind physische Erfahrungen, kollektive Entladungen, Gesamtkunstwerke aus Licht, Lärm und Nähe. Reynolds spricht von Empowerment, von der Energie, die nur entsteht, wenn Körper im selben Raum reagieren. Dass die Band einen Teil ihrer Ticket-Erlöse an die Förderung kleiner Clubs spendete, passt ins Bild: Live-Musik als soziale Infrastruktur.
Auch 2025 zeigte sich diese Rastlosigkeit, mit dem bislang größten deutschen Headline-Konzert in Köln und Auftritten zwischen Kalifornien und Reading. Enter Shikari bleiben unterwegs – im Denken wie im Tourbus. Und so ist bereits jetzt klar: Im Herbst 2026 wird die Band für fünf Konzerte nach Deutschland zurückkehren. Begleitet werden Enter Shikari dabei von zwei Acts, die den Gedanken von Grenzüberschreitung und emotionaler Intensität auf je eigene Weise fortschreiben: Holding Absence, deren melodischer Post-Hardcore Schmerz und Hoffnung in hymnischer Form bündelt, sowie The Callous Daoboys, eine der derzeit radikalsten und unberechenbarsten Stimmen im Mathcore-Kosmos. Es ist eine Zusammenstellung, die weniger nach klassischer Vorband-Hierarchie klingt als nach kuratierter Dramaturgie. Wer verstehen will, warum diese Musik mehr ist als ein Genre, und warum Live-Konzerte für Enter Shikari stets politischer, sozialer und körperlicher Raum zugleich sind, sollte dort sein.
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