Das in Montreal ansässige Trio Bye Parula kündigt heute sein neues Album “Something Out Of Nothing“ an, das am 5. Juni 2026 via Secret City Records erscheint. Mit der ersten Single “KISSBURN“ gibt die Band nun einen Einblick in das kommende Werk. Während die frühen Aufnahmen von Bye Parula noch vom gegenseitigen Kennenlernen geprägt waren, spiegelt “Something Out Of Nothing“ die gewachsene Freundschaft und das intuitive Zusammenspiel der drei Musiker wider. Produziert wurde das Album von Robbie Kuster (Flore Laurentienne, Patrick Watson), gemischt von Warren Spicer (Unessential Oils, Plants and Animals). Zu den Mitwirkenden zählen unter anderem Elisapie, Adèle Trottier-Rivard (Bibi Club), Morgan Moore sowie François Lafontaine (Karkwa).
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Mehr InformationenDie erste Single “KISSBURN“ ist ab sofort auf allen Plattformen verfügbar. Bandmitglied Loïc Calatayud-Sola beschreibt den Song als Erzählung aus der Perspektive einer Person, die mit jemandem flirtet oder diese Person obsessiv verfolgt. Die Figur sei selbstbewusst, möglicherweise verführerisch, möglicherweise überzeichnet – vielleicht beides zugleich. Gemeinsam mit dem Stück “I Don’t Know“ eröffnet “KISSBURN“ das Album mit einer energiegeladenen, von Falsett-Chören und Wah-Wah-Gitarren geprägten Atmosphäre, die in eine Disco-Szenerie führt. Während “I Don’t Know“ die Perspektive einer Person einnimmt, die sich von den Annäherungsversuchen eines Fremden beinahe bedrängt fühlt, erzählt “KISSBURN“ aus Sicht des entschlossenen Gegenübers.
Bye Parula, ein Trio von Musiker*innen mit Wurzeln in Südfrankreich, Chile und Italien, fanden in Montreal musikalisch zusammen. 2023 erreichte die Band landesweite Aufmerksamkeit, als ihre Single “Still Got the Spirit“ als Eröffnungsthema der CBC-Radiosendung “Q with Tom Power“ landesweit ausgestrahlt wurde.
Mit ihrem zweiten Album präsentieren Bye Parula eine stilistische Mischung, inspiriert von orchestraler Funk-Ästhetik à la Serge Gainsbourg, den verletzlichen Melodien von Elliott Smith, den kosmopolitischen Rhythmen der Talking Heads und dem handwerklich geprägten R&B von Dijon. Eine cineastische 1970er-Jahre-Sensibilität verbindet sonnige, leicht verschwommene Fantasie mit urbaner Raffinesse.
Die hedonistisch wirkenden Klangflächen des Albums kontrastieren mit Texten, die persönliche und existenzielle Themen verhandeln. Loïc Calatayud-Sola beschreibt einen veränderten Schreibprozess: Statt komplexer, verkopfter Texte suchte er bewusst nach direkteren, emotional ehrlicheren Formulierungen.
Zu den persönlichsten Momenten des Albums zählt “Orange Blossom“, eine Hommage an Calatayuds Urgroßmutter, die 101 Jahre alt wurde und deren Durchhaltevermögen ihn bis heute begleitet. “Burning Down the House“ verarbeitet eine Trennung und zählt laut Calatayud zu den schwierigsten Songs, die er bislang geschrieben hat. Die atmosphärisch dichte Komposition “Home“ entstand aus einer Phase existenzieller Zweifel, ausgelöst durch eine tägliche Pendelstrecke von insgesamt zweieinhalb Stunden, die in eine Identitätskrise mündete. Die spanischsprachige Folk-Ballade “Miedo de olvidar“ wurde durch das gemeinsame Gefühl aller drei Bandmitglieder inspiriert, ihre Mütter zu vermissen, die weit entfernt von Montreal leben.
Einen Gegenpol zur rhythmischen Komplexität vieler Stücke bildet “Needed“, ein reduzierter, hypnotischer Song, der über fünf Minuten hinweg um eine wiederholte Textzeile kreist. Entstanden ist das Stück kollektiv während Bandmitglied Sergio D’Isanto eine schwierige Trennung verarbeitete. Für eine Band, deren Mitglieder sich 2020 noch kaum kannten, markiert der Song die inzwischen gewachsene enge Verbundenheit.
Das Album ist in zwei Teile gegliedert: “Songs to Listen to in a Standing Position“ und “Songs to Listen to in a Sitting Position“. Zwei scheinbar gegensätzliche Atmosphären, die letztlich miteinander verbunden sind – Bewegung und Stillstand, Ekstase und Introspektion. Während die Songs der “Standing“-Seite die Dynamik und Energie von Liebe und Begegnung feiern, richten sich die Stücke der “Sitting“-Seite nach innen und untersuchen, wie Liebe Halt geben kann.
BYE PARULA:



