
Emotionaler Abschied: Moses Pelham verabschiedet sich auf dem Hessentag in Bad Vilbel
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Am 22. Juni 2025 ging nicht nur der diesjährige Hessentag zu Ende – auch für eine der absolut prägendsten Figuren des deutschen Hip-Hop bedeutete dieser Tag einen zutiefst bewegenden Schlusspunkt. Moses Pelham, Frankfurts unangefochtenes Rap-Urgestein, spielte vor 3.000 emotional ergriffenen Fans sein allerletztes Konzert. Bei strahlendem Sonnenschein und schweißtreibenden 34 Grad wurde die Stadtwerke-Arena in Bad Vilbel zum perfekten Schauplatz für diese eindrucksvolle, historische Abschiedsshow.
Kraftvoller Auftakt mit Frankfurter Support-Acts
Den musikalischen Auftakt machten passenderweise zwei Support-Acts aus Pelhams geliebter Heimatstadt Frankfurt: Der aufstrebende Rapper CA3SAR überzeugte die Menge mit kraftvollen Texten und einem energischen Flow. Im Anschluss übernahm Vega, tatkräftig begleitet von Bosca, und holte das Publikum mit einer intensiven Mischung aus Härte und tiefer Melancholie ab. Gemeinsam performten sie unter anderem Vegas gefeierte Szene-Hymne Winter in Frankfurt sowie das hochemotionale Kein Sorry – absolute Gänsehautmomente waren hierbei inklusive.
Ein atmosphärischer Start in das letzte Kapitel
Um 20:45 Uhr war es dann so weit: Unter ohrenbetäubendem, donnerndem Applaus betrat Moses Pelham die Bühne. Passenderweise begann sein Set mit dem Track Der Anfang vom Ende aus seinem aktuellen und unwiderruflich letzten Studioalbum „Letzte Worte“. Begleitet von einer exzellenten Liveband aus Schlagzeug, Gitarre und Keyboard schuf Pelham von der ersten Sekunde an eine dichte, atmosphärische Klangkulisse. Unterstützt wurde der Rapper dabei erneut von CA3SAR, der als starkes Back-up fungierte, sowie von der talentierten Sängerin Anna Grillmeier, deren eindrucksvolle Stimme insbesondere in den epischen Refrains für enorme emotionale Tiefe sorgte.
Drei Jahrzehnte Hip-Hop-Geschichte in einer Setlist
Die sorgfältig ausgewählte Setlist dieses Abends war ein beeindruckender Querschnitt durch drei Jahrzehnte deutscher Musikgeschichte. Klassiker aus der legendären Zeit des Rödelheim Hartreim Projekts trafen auf die starken Solo-Stücke der jüngeren Vergangenheit. Die Fans feierten unter anderem diese Meilensteine:
- Höha, schnella, weita
- Wenn es nicht hart ist
- Keine ist
- L’CHAIM HABIBI
- BGMB
- Strugglin
- Diese Liebe
- Ein schöner Tag
- Für die Ewigkeit
Gerade die letzten drei Titel stehen sinnbildlich für Pelhams enormen emotionalen Tiefgang und wurden von der Menge ganz besonders lautstark und textsicher mitgesungen.
Ausgelassene Zugaben und ein Abschied für die Ewigkeit
Im ausgedehnten Zugabenteil wurde es noch einmal richtig ausgelassen: Bei Was wollt ihr trinken? und Schnaps für alle wurde gemeinsam gefeiert, gesungen und getrunken, als gäbe es kein Morgen. Schließlich verabschiedete sich der Rapper mit Meine Heimat, Alles verschwimmt und dem finalen Rödelheim-Klassiker Keine ist endgültig von der großen Bühne – und von seinem treuen Publikum.
Dieses allerletzte Konzert war weit mehr als nur ein musikalischer Abschied. Es war eine tiefgreifende Lebensreise, die noch einmal eindrucksvoll zeigte, wie sehr Moses Pelham den Soundtrack einer ganzen Generation geprägt hat. Danke für deine Musik, Moses. Wir verneigen uns.
Text & Foto © Boris Korpak | bokopictures














