
SKYLINERS Frankfurt ziehen gegen Heidelberg spät davon
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Die MLP Academics Heidelberg haben ihren zweiten öffentlichen Test der Saisonvorbereitung verloren. Bei den SKYLINERS Frankfurt unterlag die Mannschaft von Headcoach Carlo Finetti am Samstag, 29. August 2026, mit 78:95. Das Ergebnis sieht am Ende deutlich aus. Über drei Viertel war die Partie im Basketball City Mainhattan allerdings wesentlich enger, Heidelberg blieb immer wieder in Reichweite und musste Frankfurt erst im Schlussabschnitt endgültig ziehen lassen.
Nach dem deutlichen 109:70 gegen die TSG Reutlingen Ravens eine Woche zuvor wartete diesmal ein anderes Niveau. Frankfurt geht als Bundesligist und EuroCup-Teilnehmer in die neue Saison und stellte die Academics besonders körperlich vor deutlich größere Aufgaben. Erol Ersek fehlte Heidelberg weiterhin aufgrund seines Einsatzes bei der österreichischen Nationalmannschaft.
Frankfurt startet mit 8:0
Die Anfangsminuten gehörten klar den Gastgebern. Frankfurt legte innerhalb von zweieinhalb Minuten einen 8:0-Lauf hin und zwang Finetti früh zur ersten Auszeit.
Heidelberg brauchte diesen Moment offenbar. Danach wurde der Auftritt stabiler, die Academics hielten körperlich besser dagegen und fanden auch offensiv zunehmend Lösungen. Besonders zum Ende des ersten Viertels kam Bewegung ins Heidelberger Spiel.
Aus dem frühen Rückstand wurde beinahe noch ein ausgeglichener erster Abschnitt. Mit einem eigenen 8:0-Lauf verkürzten die Academics bis zur Viertelpause auf 21:22.
Das war eine ordentliche Reaktion.
Frankfurt nutzt seine Möglichkeiten konsequenter
Im zweiten Viertel blieb Heidelberg dran, ließ offensiv aber zu viele Möglichkeiten liegen. Frankfurt bekam dagegen immer wieder Abschlüsse in Korbnähe und war in dieser Phase effizienter.
Zur Halbzeit lagen die SKYLINERS mit 46:39 vorne. Heidelberg hatte bis dahin 37 Prozent seiner Würfe aus dem Feld getroffen, Frankfurt kam auf 47 Prozent. Gerade diese Differenz machte sich bemerkbar. Die Academics erspielten sich durchaus gute Situationen, belohnten sich dafür aber nicht regelmäßig genug.
Beim Rebound hielt Heidelberg dagegen. Lorenz Brenneke sammelte bereits vor der Pause mehrere Offensivrebounds und verschaffte seiner Mannschaft dadurch zusätzliche Ballbesitze.
Sieben Punkte Rückstand zur Halbzeit. Noch war nichts entschieden.
Heidelberg bleibt im dritten Viertel dran
Nach der Pause entwickelte sich ein Spiel mit wechselnden Phasen. Immer wenn Frankfurt etwas davonzuziehen drohte, fand Heidelberg eine Antwort. Die Academics brachten Energie aufs Feld, verkürzten den Abstand und zwangen den Bundesligisten immer wieder dazu, neu anzusetzen.
Das dritte Viertel endete 26:26.
Damit stand es vor den letzten zehn Minuten 72:65 für Frankfurt. Heidelberg war also weiterhin in Schlagdistanz.
Genau das dürfte für Finetti eine der interessanteren Erkenntnisse dieses Tests gewesen sein. Gegen einen BBL-Kader hielt seine Mannschaft über 30 Minuten dagegen, obwohl der Gegner über mehr individuelle Qualität und Erfahrung verfügte.
Im Schlussviertel wird der Unterschied größer
Im letzten Abschnitt konnte Heidelberg das Niveau nicht mehr ganz halten. Finetti verteilte die Minuten nun breiter und gab unter anderem Felix Diez Einsatzzeit.
Frankfurt blieb dagegen konsequent und nutzte die nachlassende Heidelberger Trefferquote. Der Rückstand wuchs. Aus einer über drei Viertel engen Begegnung entwickelte sich in den letzten Minuten schließlich das deutliche 95:78. Das Schlussviertel ging mit 23:13 an die SKYLINERS.
17 Punkte Unterschied stehen damit im Ergebnis. Der Spielverlauf war enger.
Harris und McClain führen die Academics an
Offensiv gingen Chuck Harris und Kevin McClain voran. Beide erzielten jeweils 16 Punkte und waren damit die erfolgreichsten Heidelberger Werfer.
Harris steuerte außerdem drei Assists und vier Steals bei. McClain traf vier seiner sechs Versuche von der Dreierlinie und kam zusätzlich auf drei Rebounds sowie drei Assists.
Gerade gegen einen Gegner aus der Bundesliga war zu sehen, wo Heidelberg bereits konkurrenzfähig ist und wo noch Arbeit wartet. Phasenweise funktionierte das Zusammenspiel gut, die Academics kamen nach Rückständen mehrfach zurück und hielten die Partie lange offen. Gleichzeitig wurden ausgelassene Chancen auf diesem Niveau schneller bestraft als noch beim ersten Test gegen Reutlingen.
Das gehört zu einer Vorbereitung.
Deutlich härterer Test als gegen Reutlingen
Eine Woche zuvor hatte Heidelberg beim 109:70 gegen Reutlingen praktisch vom Start weg die Kontrolle übernommen. In Frankfurt war die Rollenverteilung eine andere. Die SKYLINERS stellten die Academics defensiv stärker unter Druck und waren offensiv über längere Strecken effizienter.
Trotzdem hielt Heidelberg drei Viertel dagegen. 21:22 nach zehn Minuten, sieben Punkte Rückstand zur Halbzeit und weiterhin nur sieben Zähler Differenz vor dem Schlussviertel.
Erst dort wurde es deutlich.
Für die Academics geht die Vorbereitung am Sonntag, 6. September 2026, mit dem nächsten Test gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier weiter.
Spieldaten
SKYLINERS Frankfurt – MLP Academics Heidelberg 95:78
Viertel:
22:21
24:18
26:26
23:13
Halbzeit:
46:39
Beste Werfer Heidelberg:
Chuck Harris 16
Kevin McClain 16
Spielort:
Basketball City Mainhattan, Frankfurt
Foto © by Gawlik/PIX-Sportfotos














