Nach einer langen Zwangspause und zahlreichen Verschiebungen war es endlich soweit: Am 22. April 2022 kehrten Ghost in die Festhalle Frankfurt zurück, um ihr faszinierendes „Dance Macabre“-Spektakel zu präsentieren. Für die Fans war die Vorfreude nach zwei Jahren besonders groß, und die altehrwürdige Halle der Frankfurter Messe bot den idealen Rahmen für diese außergewöhnliche Show.
Support-Acts: Twin Temple und Uncle Acid & The Deadbeats
Bevor Ghost die Bühne betraten, sorgten zwei exzellente Vorbands für eine würdige Einstimmung. Zunächst betraten Twin Temple aus Kalifornien die Bühne. Die Band rund um das charismatische Duo Zachary James und Sängerin Alexandra James ist für ihre okkulten und satanischen Themen bekannt. Mit einer Mischung aus 50er-Jahre-Rock’n’Roll und einer düsteren, sakralen Aura präsentierten sie ihre Musik, die sowohl poppig als auch tiefgründig wirkte. Besonders die faszinierende Stimme von Alexandra James zog das Publikum in ihren Bann. Ihre Präsenz auf der Bühne war beeindruckend, und trotz der düsteren Themen hatten Twin Temple eine ansteckende Energie, die das Publikum von Beginn an packte.
Im Anschluss betraten Uncle Acid & The Deadbeats die Bühne. Die englische Doom-Metal- und Psychedelic-Rock-Band aus Cambridge präsentierte ihren druckvollen Sound, der stark von den 70er-Jahren beeinflusst ist. Die Kombination aus düsterem Doom-Rock und psychedelischen Klängen sorgte für eine tiefgründige Atmosphäre, die das Publikum in ihren Bann zog. Besonders beeindruckend war der satte Sound und die düstere Stimmung, die sie erzeugten – ideal, um die Bühne für das bevorstehende Haupt-Event vorzubereiten.
Ghost – Eine opulente Show der Extraklasse
Pünktlich um 21:00 Uhr war es endlich so weit: Ghost betrat die Bühne, und sofort wurde klar, dass dies kein gewöhnliches Konzert war. Das schwedische Ensemble rund um Frontmann Tobias Forge (alias Papa Emeritus bzw. Cardinal Copia) bot seinen Fans eine wahrhaft opulente Show. Bereits der Auftakt war beeindruckend: eine bombastische Lichtshow, Feuerwerk und Pyroeffekte setzten den Grundstein für einen unvergesslichen Abend. Aber es waren nicht nur die visuellen Effekte, die das Publikum fesselten, sondern auch die abwechslungsreichen Kostüme von Tobias Forge. Als Sänger und Entertainer par excellence wechselte er mehrfach sein Outfit und zog das Publikum mit seiner charismatischen Präsenz und seinem Humor in seinen Bann. Forge ist ein Meister darin, eine Verbindung zum Publikum herzustellen – er lebt die Bühne, er fordert das Publikum heraus und begeistert es gleichzeitig.
Die Band, die immer wieder mit neuen „Nameless Ghouls“ auftritt, zeigte sich ebenfalls in beeindruckender Form. Nicht nur die Kostüme waren neu, auch musikalisch brillierten die Ghule mit einem Set, das den Fans sowohl Klassiker als auch neue Songs präsentierte. Die Performance war tight und mitreißend, die Instrumente perfekt abgestimmt. Insbesondere die Gitarrenriffs und die druckvolle Rhythmussektion sorgten für eine packende Atmosphäre.
Das Publikum war von der ersten bis zur letzten Sekunde begeistert und ließ sich von der Mischung aus Heavy Metal, Pop-Melodien und sakraler Showkunst regelrecht entführen. Ghost sind nicht nur eine Band, sondern ein Gesamtkunstwerk, das Musik, Theater, und Kunst miteinander vereint und das Publikum zu einem Teil der Performance macht.
Unser Fazit:
Ghosts „Dance Macabre“-Tour in der Festhalle Frankfurt war ein wahres Spektakel. Mit einer gelungenen Mischung aus faszinierender Musik, beeindruckender Bühnenpräsenz und einer bombastischen Show bot die Band ein unvergessliches Erlebnis. Die Vorbands, Twin Temple und Uncle Acid & The Deadbeats, lieferten ebenfalls starke Sets und trugen ihren Teil zu einem gelungenen Abend bei. Tobias Forge und seine „Nameless Ghouls“ haben es wieder einmal geschafft, ihren Fans ein atemberaubendes Erlebnis zu bieten, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Text & Foto © by Boris Korpak/ bokopictures



