Spielszene zwischen den Adler Mannheim und GKS Tychy am 7. Oktober 2026 in der SAP Arena Mannheim

Adler Mannheim lösen gegen Tychy das CHL-Achtelfinalticket

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Zweimal mit zwei Toren vorne, dreimal den Ausgleich kassiert und am Ende doch gejubelt: Die Adler Mannheimhaben am Mittwochabend, 7. Oktober 2026, den polnischen Meister GKS Tychy mit 5:4 nach Penaltyschießenbezwungen. Vor 4.073 Zuschauern in der SAP Arena entwickelte sich eine erstaunlich offene Partie, in der Tychy trotz zuvor vier CHL-Niederlagen nie aufgab. Nick Mattinen sorgte zunächst im Schlussdrittel für das 4:3 und verwandelte später auch den entscheidenden Penalty. Damit steht Mannheim bereits vor dem letzten Hauptrundenspiel sicher im Achtelfinale der Champions Hockey League.

Nach der 1:4-Niederlage in Wolfsburg war die europäische Aufgabe eine gute Gelegenheit für eine schnelle Reaktion. Mit Kapitän Marc Michaelis und Verteidiger Lukas Kälble kehrten zudem zwei Spieler ins Aufgebot zurück.

Macek und Kühnhackl sorgen für einen Traumstart

Mannheim übernahm früh die Initiative. Die Adler hatten mehr Scheibenbesitz, fanden zunächst aber nur schwer den direkten Weg zum Tor.

Das änderte sich mit dem ersten Powerplay.

Brooks Macek zog in der sechsten Minute von rechts ab und brachte Mannheim mit 1:0 in Führung. Für den Angreifer war es der erste Treffer der laufenden CHL-Saison. Nur rund anderthalb Minuten später legten die Adler nach. Lennard Nieleck fand Tom Kühnhackl, der den Querpass direkt zum 2:0 verwertete.

Ein perfekter Start.

Doch Tychy zeigte schnell, dass der Abend kein Selbstläufer werden würde.

Jeziorski bringt Tychy zurück

In der 14. Minute bekam Bartłomiej Jeziorski zu viel Raum. Der Angreifer setzte sich auf dem Weg zum Mannheimer Tor durch und überwand Maximilian Franzreb zum 2:1.

Die Gäste waren jetzt voll im Spiel.

Dominik Paś und Henri Knuutinen hatten noch im ersten Drittel Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch Franzreb hielt die knappe Führung fest. Auf der anderen Seite verfehlte Zach Solow kurz vor der Pause das kurze Eck.

Mit 2:1 ging es in die Kabinen.

Tychy gleicht direkt nach der Pause aus

Der zweite Abschnitt begann für Mannheim denkbar schlecht.

Tychy spielte einen Zwei-gegen-eins-Konter sauber aus, Leevi Viitala vollendete in der 23. Minute zum 2:2.

Die Adler antworteten erneut im Powerplay.

Mannheim brachte den Puck vor das Tor, Tomáš Fučík konnte zunächst noch abwehren. Luke Esposito setzte nach und erzielte in der 26. Minute das 3:2.

Wieder Führung.

Wieder hielt sie nicht lange.

Auch Tychys Powerplay funktioniert

Nur drei Minuten später bekam GKS selbst eine Überzahlsituation.

Alan Łyszczarczyk nutzte den Raum im hohen Slot und traf zum 3:3. Damit hatte Tychy bereits zum zweiten Mal einen Mannheimer Vorsprung ausgeglichen.

Die Partie blieb offen. Szymon Kiełbicki prüfte Franzreb vor der zweiten Pause gleich zweimal, der Adler-Keeper war jeweils zur Stelle.

Nach 40 Minuten stand es 3:3.

Dass der polnische Meister vor dem Spiel noch ohne CHL-Punkt gewesen war, merkte man an diesem Abend nicht.

Mattinen bringt Mannheim erneut nach vorne

Im Schlussdrittel erhöhten die Adler den Druck.

Leon Gawanke, Mattinen, Michaelis und Esposito versuchten es, doch Tychy verteidigte kompakt und Fučík blieb aufmerksam. Mannheim benötigte Geduld.

In der 53. Minute war es schließlich soweit.

Nick Mattinen kam auf der linken Seite zum Abschluss und brachte den Puck mit einem präzisen Schuss zum 4:3 im Tor unter.

Noch gut sieben Minuten.

Eigentlich genügend Zeit, um die Führung diesmal über die Bühne zu bringen.

Doch Tychy hatte erneut eine Antwort.

Bryk erzwingt die Verlängerung

Nur zwei Minuten später zog Mateusz Bryk von der blauen Linie ab. Der Puck fand den Weg an Franzreb vorbei zum 4:4.

Dritter Ausgleich der Polen.

Mannheim versuchte in der verbleibenden regulären Spielzeit noch einmal, die Entscheidung zu erzwingen. Ein weiterer Treffer gelang nicht.

Auch die fünfminütige Verlängerung brachte keinen Sieger.

Penaltyschießen.

Mattinen entscheidet den Abend

Im Shootout behielt Mannheim die besseren Nerven.

Und wieder rückte Mattinen in den Mittelpunkt.

Der Verteidiger verwandelte den entscheidenden Versuch und machte damit den 5:4-Erfolg nach Penaltyschießenperfekt.

Zwei Punkte für Mannheim.

Noch wichtiger: das sichere Ticket für die K.o.-Runde.

Nach fünf CHL-Partien stehen die Adler bei elf Punkten und können vor dem letzten Spieltag nicht mehr aus den Top 16 verdrängt werden.

Ein Sieg mit einigen Warnsignalen

Das Weiterkommen ist verdient. Ganz zufrieden dürfte Mannheim mit dem Abend trotzdem nicht sein.

Dreimal gingen die Adler in Führung. Dreimal kam Tychy zurück. Gerade nach dem frühen 2:0 fehlte es an der nötigen Konsequenz, um die Partie dauerhaft zu kontrollieren.

Offensiv funktionierte dafür das Powerplay. Macek und Esposito nutzten zwei Mannheimer Überzahlsituationen, während auch Tychy einmal mit einem Mann mehr traf.

Mannheim brachte 38 Schüsse aufs Tor, Tychy 27. Die Gäste blockten zudem 27 Mannheimer Versuche und machten deutlich, warum die Adler trotz ihres optischen Übergewichts immer wieder Geduld brauchten.

Am Ende zählt vor allem eines: Die europäische Saison geht weiter.

Zum Abschluss der CHL-Hauptrunde treten die Adler am Dienstag, 13. Oktober 2026, bei KooKoo Kouvola in Finnland an.

Spieldaten

Adler Mannheim – GKS Tychy 5:4 n.P. (2:1, 1:2, 1:1, 0:0, 1:0)

Tore:

1:0 Brooks Macek (6., Powerplay)
2:0 Tom Kühnhackl (8.)
2:1 Bartłomiej Jeziorski (14.)
2:2 Leevi Viitala (23.)
3:2 Luke Esposito (26., Powerplay)
3:3 Alan Łyszczarczyk (29., Powerplay)
4:3 Nick Mattinen (53.)
4:4 Mateusz Bryk (55.)
5:4 Nick Mattinen (entscheidender Penalty)

Torhüter Adler Mannheim:
Maximilian Franzreb

Zuschauer:
4.073

Spielort:
SAP Arena, Mannheim

Foto © by Ruffler/PIX-Sportfotos

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