
Die bedeutungsvollste Entwicklung der Menschheit
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Der August gilt in der nördlichen Hemisphäre als der Erntehöhepunkt des Jahres. Seit der Jungsteinzeit beeinflusst das Ernten unser Leben grundlegend.
Die steigenden Temperaturen in der Jungsteinzeit (griech. Neo-lithikum, ab 5500 v. Chr.) hatten die wohl einschneidenste Entwicklung der Menschheit zur Folge: die Sesshaftwerdung. Das Anlegen von Siedlungen ging mit dem Durchbruch des Ackerbaus und der Viehzucht einher. Zuvor lebten die Menschen Millionen von Jahren als Sammler und Jäger, aber nun wurde es möglich, Lebensmittelvorräte anzulegen. Unter dieser Voraussetzung begann eine umfangreiche Produktion neolithischer Gefäße.
Wenngleich bereits die Kulturgruppe der „La Hoguette“ Keramik herstellte, etablierte sie sich erst ab der Bandkeramik als „Massenware“. Charakteristisch für die Bandkeramik ist eine bestimmte Verzierungsweise, welche in Europa und dem Vorderen Orient zu finden ist. Sie steht stellvertretend für eine ganze Kulturgruppe. Die Einteilung in Kulturgruppen erfolgt in dem Zeitraum, in dem keine schriftlichen Zeugnisse zu finden sind.
Die Bandkeramik weist schon bald eine große Bandbreite an geometrischen Formen auf. Sie wurden in den noch weichen Ton eingeritzt. Die Farbenvielfalt von orangen bis gräulichen Tönen ist jedoch ein Indiz für eine unregelmäßige Luftzufuhr während des Brennvorgangs.
Der Erntevorgang wurde mit der Zeit fortschrittlicher, wie etwa durch das Düngen, weshalb weniger Arbeitskraft zur Sicherung der Existenz gebunden war. Dies ermöglichte es einem Teil der Menschen, Expertisen in anderen Bereichen, wie z. B. dem Handwerk zu entwickeln.
Eine Auswahl verschiedener neolithischer Gefäße, ergänzend zur Dauerausstellung, kann nun für einen Monat im Museum Andreasstift betrachtet werden.
(c) Museum Andreasstift














