Europa zu Gast in Eisenberg. 46 Jugendliche starten in die RISE-Begegnungswoche

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Eisenberg. Für eine Woche wird die Berufsbildende Schule Donnersbergkreis in Eisenberg zu einem europäischen Treffpunkt. Am Montag, 21. September 2026, kamen dort 46 Schülerinnen und Schüler aus sieben Ländern zur internationalen Begegnungswoche des Erasmus-Projekts RISE zusammen. Neben den deutschen Teilnehmenden sind Jugendliche und Lehrkräfte aus Estland, Griechenland, Österreich, Polen, Portugal und der Türkei zu Gast. Während der gesamten Projektwoche verständigen sie sich auf Englisch.

Bei der Eröffnung der RISE-Begegnungswoche, von links: ein Vertreter der Schulleitung der türkischen Partnerschule, die projektverantwortlichen Lehrerinnen Anja Buhrmann und Janine Schwarz, Schulleiter Matthias Frietsch sowie Ender Önder, stellvertretender Bürgermeister und Beigeordneter der Stadt Eisenberg.

Die offizielle Eröffnung begann um 14 Uhr. Schulleiter Matthias Frietsch begrüßte die Gäste und unterstrich die Bedeutung internationaler Begegnungen für junge Menschen. Auch Ender Önder, stellvertretender Bürgermeister und Beigeordneter der Stadt Eisenberg, hieß die Teilnehmenden willkommen. Seine Anwesenheit machte deutlich, dass die europäische Arbeit der Schule auch auf kommunaler Ebene Unterstützung findet.

Organisiert wurde die Begegnungswoche von den verantwortlichen Lehrkräften Janine Schwarz und Anja Buhrmann. Gemeinsam mit weiteren Beteiligten stellten sie ein umfangreiches Programm aus Workshops, Begegnungen und Ausflügen zusammen. Schülerinnen und Schüler der BBS Donnersbergkreis überreichten den Gästen zur Begrüßung kleine Geschenke.

Unterstützt wurde die Willkommensaktion von der Verbandsgemeindeverwaltung Eisenberg (Pfalz), der Sparkasse Donnersberg, dem Forstamt Donnersberg und CityGuide Rhein-Main-Neckar-Pfalz.

Für den Empfang hatten Schülerinnen und Schüler aus Eisenberg ein Buffet mit Kuchen, Dips und weiteren Speisen vorbereitet. Beim gemeinsamen Essen entstanden die ersten Gespräche. Die Jugendlichen lernten einander kennen und überwanden dabei schnell anfängliche sprachliche Unsicherheiten.

Ein zentraler Programmpunkt des ersten Tages war der englischsprachige RISE-Workshop zum Thema Motivation. Geleitet wurde er von Lehrerin Sonja Kassube. Zum Einstieg stellte sie eine scheinbar einfache, aber persönliche Frage: Was hat mich heute Morgen motiviert, aufzustehen und an diesem Erasmus-Projekt teilzunehmen?

Sonja Kassube beim Workshop

Die Jugendlichen arbeiteten anschließend in internationalen Gruppen. Sie sprachen darüber, was sie von innen heraus antreibt und welche äußeren Einflüsse ihre Motivation prägen. Dabei ging es nicht nur um Schule und Leistung, sondern auch um persönliche Erfahrungen, Erwartungen und den Umgang mit Herausforderungen.

Ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung half den Teilnehmenden, ihre eigenen Motivationsmuster genauer zu betrachten. Die Auswertung unterschied zwischen fünf englisch bezeichneten Kategorien: „Be Perfect“, „Please Others“, „Hurry Up“, „Be Strong“ und „Try Hard“. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt eine persönliche Auswertung.

Die Ergebnisse sorgten für intensive Gespräche. Mehrere Jugendliche zeigten sich überrascht, in welcher Kategorie sie sich wiederfanden. Polnische Teilnehmende berichteten im Anschluss, dass sie ohne den Workshop vermutlich nie darüber nachgedacht hätten, welchem Motivationsmuster sie besonders stark folgen. Gerade diese persönliche Erkenntnis habe die Beschäftigung mit dem Thema für sie so interessant gemacht.

Auch Jugendliche aus Estland bewerteten den Workshop positiv. Einige von ihnen stellten nach eigener Aussage überrascht fest, wie gut sie sich auf Englisch ausdrücken konnten. Besonders das Gespräch über persönliche Erfahrungen habe ihnen gezeigt, dass ihre Sprachkenntnisse auch bei anspruchsvolleren Themen tragen.

Eine Schülerin aus Portugal hob hervor, wie wertvoll der intensive Austausch mit Jugendlichen aus anderen Ländern für sie gewesen sei. Auch weitere portugiesische Teilnehmende äußerten sich positiv über die Gespräche und die offene Atmosphäre in den Gruppen.

Die Rückmeldungen zeigen, dass Sonja Kassube mit ihrer Leitung des Workshops einen besonderen Zugang zu den Jugendlichen fand. Sie verband persönliche Reflexion mit internationalem Austausch und schuf einen Rahmen, in dem die Teilnehmenden offen miteinander sprechen konnten. Viele Jugendliche beschrieben den Workshop anschließend als bereichernd und intensiv.

Kassube freute sich über die positiven Reaktionen, die ihr nach der Veranstaltung übermittelt wurden. Am Donnerstag wird sie den zweiten Teil des Workshops leiten und gemeinsam mit der Gruppe die begonnenen Themen vertiefen.

Mit viel Engagement vorbereitet: Das Buffet der Schülerinnen und Schüler der BBS Donnersbergkreis hieß die internationalen Gäste in Eisenberg willkommen.

Am Abend setzten die Teilnehmenden ihre Gespräche bei einem weiteren gemeinsamen Essen fort. Dabei blieb Zeit, sich auch außerhalb des offiziellen Programms näher kennenzulernen.

Die Begegnungswoche ist Teil des Erasmus-Projekts RISE. Die Abkürzung steht für „Revitalizing Inspiration for School Engagement“. Das Projekt beschäftigt sich mit Lernmotivation, Selbstvertrauen, Versagensängsten und psychischen Belastungen. Auch der sinnvolle Einsatz moderner Medien und Künstlicher Intelligenz beim Lernen gehört zu den Themen.

Die BBS Donnersbergkreis engagiert sich bereits seit 2001 in europäischen Bildungsprojekten und internationalen Austauschprogrammen. Die Schülerinnen und Schüler erleben Europa dabei nicht nur als politischen oder geografischen Begriff. Sie erfahren es als gemeinsamen Lernraum und als Möglichkeit, Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Sichtweisen kennenzulernen.

In den kommenden Tagen stehen weitere Workshops, gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge auf dem Programm. Geplant ist unter anderem ein Besuch in Mainz. Der erste Tag in Eisenberg zeigte bereits, wie schnell gemeinsames Arbeiten persönliche Kontakte schaffen und sprachliche Barrieren abbauen kann.

Text CK

Gemeinsames Lernen über Sprachgrenzen hinweg: Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern arbeiten während des RISE-Workshops in einer internationalen Gruppe zusammen.

Europe Comes to Eisenberg: 46 Young People Begin RISE Exchange Week

Eisenberg. For one week, BBS Donnersbergkreis vocational school in Eisenberg is becoming a European meeting place. On Monday, 21 September 2026, 46 students from seven countries came together for an international exchange week as part of the Erasmus project RISE. Alongside the German participants, students and teachers from Estonia, Greece, Austria, Poland, Portugal and Türkiye are taking part. English is the working language throughout the project week.

The official opening began at 2 p.m. Headteacher Matthias Frietsch welcomed the international guests and emphasised the importance of international encounters for young people. Ender Önder, Deputy Mayor and Alderman of the town of Eisenberg, also welcomed the participants. His presence demonstrated that the school’s European activities are recognised and supported at the local level.

The exchange week was organised by the teachers responsible for the project, Janine Schwarz and Anja Buhrmann. Together with other members of the school community, they prepared an extensive programme of workshops, activities and excursions. Students from BBS Donnersbergkreis presented the international guests with small welcome gifts.

The welcome initiative received support from the Verbandsgemeindeverwaltung Eisenberg (Pfalz), Sparkasse Donnersberg, Forstamt Donnersberg and CityGuide Rhein-Main-Neckar-Pfalz.

For the reception, students from Eisenberg had prepared a buffet featuring cakes, dips and a range of other dishes. The meal gave the participants their first opportunity to talk. The young people began getting to know one another and quickly overcame their initial uncertainty about speaking a foreign language.

One of the main events on the first day was the RISE workshop on motivation, which was conducted in English and led by teacher Sonja Kassube. She opened the session with a seemingly simple but personal question: What motivated me to get up this morning and take part in this Erasmus project?

The students then worked in international groups. They discussed what motivates them from within and which external influences shape their motivation. Their conversations were not limited to school and academic performance. They also explored personal experiences, expectations and different ways of dealing with challenges.

A self assessment questionnaire helped the participants examine their individual patterns of motivation. The results were divided into five categories: “Be Perfect”, “Please Others”, “Hurry Up”, “Be Strong” and “Try Hard”. Each participant received an individual result.

The findings led to intensive discussions. Several students were surprised by the category with which they were most closely associated. Afterwards, participants from Poland said that without the workshop, they would probably never have considered which motivational pattern most strongly influenced them. This personal insight made the subject particularly interesting to them.

Students from Estonia also responded positively to the workshop. Some said they had been surprised by how well they were able to express themselves in English. Discussing personal experiences showed them that their language skills were strong enough to communicate about more complex and personal subjects.

A student from Portugal highlighted the value of being able to engage in detailed conversations with young people from other countries. Other Portuguese participants also spoke positively about the discussions and the open atmosphere within the groups.

The students’ responses showed that Kassube’s approach enabled her to establish a strong connection with the young participants. She combined personal reflection with international exchange and created an environment in which the students felt comfortable speaking openly. Many of them later described the workshop as enriching and intense.

Kassube was delighted to hear about the positive responses after the session. On Thursday, she will lead the second part of the workshop and continue exploring the topics with the group.

In the evening, the participants continued their conversations over another shared meal. This gave them time to get to know one another outside the official programme.

The exchange week forms part of the Erasmus project RISE, which stands for “Revitalizing Inspiration for School Engagement”. The project explores learning motivation, self confidence, fear of failure and psychological stress. It also examines how modern media and artificial intelligence can be used meaningfully in education.

BBS Donnersbergkreis has been involved in European education projects and international exchange programmes since 2001. Through these activities, students experience Europe as more than a political or geographical concept. They discover it as a shared space for learning and as an opportunity to meet people with different backgrounds, experiences and perspectives.

Further workshops, activities and excursions are planned for the coming days, including a visit to Mainz. The first day in Eisenberg already demonstrated how quickly working together can create personal connections and help young people overcome language barriers.

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