
Flüchtlingshilfe Frankenthal geht neue Wege – Neues Austauschformat bringt Haupt- und Ehrenamtliche zusammen
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Seit April 2025 koordiniert Nadine Kuhn im Bereich Migration und Integration der Stadtverwaltung Frankenthal das bürgerschaftliche Engagement in der Flüchtlingshilfe. Seitdem begleitet und vernetzt sie Frankenthalerinnen und Frankenthaler, die sich für die Integration zugewanderter Menschen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt einsetzen.
Ein neues Austauschformat soll diese Zusammenarbeit weiter stärken. Beim ersten „Get-Together der Frankenthaler Flüchtlingshilfe“ kamen Engagierte zusammen, lernten sich kennen und erhielten Einblicke in bestehende und neu entstandene Projekte. Bürgermeister Bernd Knöppel nahm als zuständiger Dezernent an dem Treffen teil und würdigte die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen.
„Bürgerschaftliches Engagement lebt vom persönlichen Austausch und davon, dass Menschen ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen. Die Arbeit von Frau Kuhn trägt dazu bei, neue Kontakte zu schaffen und Engagement gezielt mit bestehenden Angeboten und Unterstützungsbedarfen zusammenzubringen“, so Knöppel. Sein besonderer Dank galt den zahlreichen Ehrenamtlichen, die Zugewanderte auf unterschiedliche Weise im Alltag und bei ihrer Integration unterstützen.
Bei dem Treffen stellte Kuhn an verschiedenen Stellwänden die unterschiedlichen Angebote der Flüchtlingshilfe vor. Dazu gehören bereits seit längerer Zeit bestehende Projekte wie die regelmäßigen Sprechstunden im Dathenushaus, das Angebot der Einbürgerungslotsen sowie Sprachförderangebote im Mehrgenerationenhaus, in der Stadtbücherei und in der Bohnstraße.
Ein Schwerpunkt liegt inzwischen auch auf neuen Angeboten für Familien mit Kindern. So hat sich eine Spiel- und Bastelgruppe etabliert, die von zwei erwachsenen Frauen und einer jungen Heranwachsenden geleitet wird. Neben dem gemeinsamen Spielen steht dabei auch das spielerische Erlernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt. Auf diese Weise werden Begegnung, Freude und Sprachförderung miteinander verbunden.
Ein besonderes Erlebnis war für die Gruppe der Besuch des Zirkus Albireo der Walldorfschule. Gemeinsam mit einem engagierten Ehepaar konnte der Besuch organisiert werden. Begleitet wurde die Gruppe von zwei ehrenamtlich engagierten Frauen und Nadine Kuhn. Zwei Mütter unterstützten die Aktion ebenfalls und sorgten dafür, dass sich die Kinder wohlfühlten. Für einige von ihnen war es der erste Zirkusbesuch überhaupt.
„Beim Zirkusbesuch war die Begeisterung in den Augen der Kinder wahrzunehmen. Das hat mich sehr gefreut und auch berührt“, berichtet Kuhn. Noch lange nach der Vorstellung wurde über Lieblingsmomente, mutige Kunststücke und besonders lustige Szenen gesprochen. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch die Leitstelle Demokratie und Ehrenamt des Landes Rheinland-Pfalz.
Auch im Alltag konnten inzwischen weitere ehrenamtliche Unterstützungsangebote vermittelt werden. Dazu gehört beispielsweise die Begleitung einzelner Personen oder Familien. Auch Menschen, die bei Bedarf als Dolmetscherinnen und Dolmetscher unterstützen können, werden über die Koordination miteinander in Kontakt gebracht.
Für die Zukunft sollen weitere Angebote entstehen. Als mögliche Einsatzfelder wurden unter anderem Unterstützung bei digitalen Fragen sowie bei Themen rund um Ausbildung und Arbeitsmarkt genannt. Denkbar sind beispielsweise Engagements als Digitalisierungs- oder Beschäftigungslotsen.
Beim ersten Get-Together konnten die Teilnehmenden außerdem eigene Ideen und Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit einbringen. Auf einem sogenannten „Zukunftsboard“ wurden Anregungen gesammelt. Der Austausch soll künftig regelmäßig stattfinden und die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen weiter stärken.
Seit April 2025 konnten durch die Koordinationsarbeit von Frau Kuhn bereits elf neue ehrenamtlich engagierte Personen gewonnen werden, überwiegend Menschen mit eigener Migrationsgeschichte.
Wer sich in der Flüchtlingshilfe engagieren und Menschen beim Ankommen in Frankenthal unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an integration@frankenthal.de wenden.
Foto © by Stadtverwaltung FT














