Philipp Burger von Frei.Wild singt leidenschaftlich vor einem schwitzenden, feiernden Publikum in einem kleinen Club in Wetzlar.

Frei.Wild bringen bei ihrer „Back To The Clubs“-Tour Wetzlar zum Kochen

Beitrag teilen

Unter dem vielversprechenden Motto „Back To The Clubs“ besuchten die Südtiroler Deutschrocker von Frei.Wildzur Abwechslung mal nicht die riesigen Hallen und Arenen der Nation. Stattdessen zogen sie intime, kleinere Clubs vor, um das raue, schweißtreibende Gefühl der Anfangszeiten wieder aufleben zu lassen. Eine Reihe ausgewählter Clubs quer durch ganz Deutschland stand auf der Agenda für diese außergewöhnliche Tour.

Dass die Tickets bei einer solch besonderen Aktion und dem stark limitierten Platzangebot extrem schnell vergriffen waren, verstand sich von selbst. In Wetzlar dauerte es keine zehn Minuten, bis das begehrte „Sold Out“ erreicht war. Jeder, der das große Glück hatte, eines der exklusiven Tickets zu ergattern, durfte sich auf einen ganz besonderen Abend freuen – so unfassbar nah kam man seinen Idolen sonst auf keiner Tour.

Alles Mit Stil: Ein schweißtreibendes Warm-up

Für diese speziellen Shows hatten Frei.Wild auch einen passenden Support mit auf Tour genommen: Die Band Alles Mit Stil durfte den Abend in Wetzlar eröffnen und schon mal für die richtige Grundstimmung sorgen. Die ohnehin kompakte Halle füllte sich rasend schnell, und bereits nach den ersten Songs der Vorband gab es im Zuschauerraum kaum noch ein Durchkommen.

Entsprechend stiegen die Temperaturen genauso schnell an, wie sich die Halle füllte. Das hielt das Wetzlarer Publikum jedoch keineswegs vom Feiern ab – ganz im Gegenteil! Die Fans begrüßten jeden einzelnen Song der Supportband lautstark, auch wenn die Vorfreude auf den Hauptact natürlich bei jedem spürbar war.

Ein Hitfeuerwerk bei gefühlten Saunatemperaturen

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann so weit: Unter tosendem Applaus und einem stimmungsvollen Intro betraten Frei.Wild die Bühne. Nun gab es in der Halle absolut kein Halten mehr. Die Stimmung war vom ersten Akkord an unbeschreiblich, und die gefühlte Temperatur schloss sich dieser extremen Energie nahtlos an.

Ein Hit jagte den nächsten, wobei der Fokus der Setlist ganz klar auf einem starken Querschnitt durch die gesamte, langjährige Karriere der Band lag. Unter anderem durften sich die Fans über diese gefeierten Hymnen freuen:

  • Weil du mich verarscht hast
  • Hab keine Angst
  • Unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich
  • Rivalen und Rebellen
  • Südtirol

Um die Halle endgültig in eine kochende Sauna zu verwandeln, feuerte die Crew zu bestimmten Titeln zusätzlich mächtige Flamer auf der Bühne ab. Obwohl allein die tanzenden Fans schon für ordentlich Hitze sorgten, störte sich im Publikum so gut wie niemand an der Extra-Wärme – wem es zu heiß wurde, der entledigte sich schlichtweg seiner überschüssigen Kleidung.

Harter Moshpit, großer Zusammenhalt

Auch wenn es in der Menge teilweise sehr rau zuging, kam bei dieser wilden Party kein einziger Fan zu Schaden, denn die ungeschriebenen Regeln griffen perfekt: Jeder passte auf den anderen auf.

Ein wunderbares Beispiel dafür ereignete sich mitten im Set: Als ein Fan in der tobenden Menge seine Brille verlor, hielten alle umstehenden Personen sofort inne, um gemeinsam danach zu suchen. Sänger Philipp Burger bemerkte die Unruhe, unterbrach kurzerhand das Konzert, da er dachte, es sei jemand ernsthaft verletzt worden. Als er erfuhr, dass es „nur“ um eine verlorene Sehhilfe ging, atmete er erleichtert auf und rief der Menge zu:

„Schockt mich nicht so, ich dachte, es wäre was Schlimmes passiert!“

Die Brille wurde glücklicherweise unbeschadet gefunden, und die energiegeladene Show konnte direkt weitergehen.

Ein unvergessliches Club-Erlebnis

Weit über zwei Stunden handgemachte Musik boten Frei.Wild ihren treuen Fans, die teilweise enorme Entfernungen zurückgelegt hatten, nur um Teil dieses intimen und exklusiven Abends zu werden. Und absolut niemand sollte enttäuscht den Heimweg antreten. Die Band gab auf der Bühne wirklich alles, um ihre Fans restlos zufrieden zu stellen und diesen schwitzigen, lauten und ehrlichen Club-Abend in Wetzlar unvergesslich zu machen.

Text & Foto © Jan Heesch

Beitrag teilen