
Gregory Porter – Sanfte Töne zum Abschluss der Musikmesse
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Als feierlicher und gleichzeitig hochemotionaler Höhepunkt des Musikmesse Festivals (2. bis 6. April 2019) gastierte der Ausnahme-Jazzsänger Gregory Porter am 6. April 2019 in der restlos begeisterten Festhalle Frankfurt. Er präsentierte dort ein Konzert der Extraklasse, das sanfte Töne, tiefen Soul und orchestrale Wucht auf faszinierende Weise miteinander verband.
Eine musikalische Vaterfigur und tiefe Herzensangelegenheit
Für die Musikwelt im Allgemeinen mag Nat „King“ Cole der allergrößte Musiker und Sänger sein, der jemals stilsicher zwischen den Welten von Jazz und Pop wanderte. Für den jungen Gregory Porter war er jedoch weitaus mehr: eine prägende Vaterfigur. Mit seinem musikalischen Tribut, das direkt unter die Haut ging, sagte Porter auf der Bühne Danke. Die unvergesslichen Hits und schönsten Songs von Nat King Cole interpretierte er mit so viel warmer Hingabe und unendlichem Soul, dass man im Publikum fast meinen konnte, diese Evergreens zum allersten Mal im Leben zu hören.
Begleitet wurde der Grammy-Preisträger an diesem Abend von der hervorragenden Neuen Philharmonie Frankfurt, die regelmäßig mit internationalen Weltstars wie David Garrett, Deep Purple oder José Carreras musiziert und den opulenten Songs einen atemberaubenden, sinfonischen Rahmen verlieh.
Die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln
„Wohl jeder Künstler klammert sich erst einmal an ein Vorbild, bevor er anfängt, eine eigene Stimme zu entwickeln und sich aus seiner Komfortzone herauszutrauen“,
erklärte Gregory Porter seine tiefen Beweggründe. So natürlich es für einen Musiker ist, sich an einem gewissen Punkt seiner Karriere von seinen Idolen zu lösen, so natürlich sei es auch, irgendwann wieder zu ihnen zurückzukehren.
Nachdem er sich längst als völlig eigenständiger, gefeierter Künstler etabliert hatte, hielt Porter die Zeit für gekommen, seinem großen Vorbild auf dem gefeierten Album „Nat King Cole & Me“ gebührend Tribut zu zollen.
„Ich denke, es ist nur natürlich, dass ich zu den Quellen meiner Inspiration und zu meinen Ursprüngen zurückkehre“, begründete er die Hommage. „Und diese Quellen waren meine Mutter, Gospelmusik und Nat King Cole.“
Eine persönliche Hommage ohne Effekthascherei
Natürlich ist Gregory Porter bei Weitem nicht der erste Künstler, der Nat King Cole musikalisch die Ehre erweist. Doch eine so spürbar persönliche, ehrliche und emotionale Hommage an den legendären Crooner war zuvor im Grunde nur dessen Tochter Natalie Cole gelungen, die 1992 für ihr Album „Unforgettable… With Love“ drei Grammys erhielt (damals unter anderem durch ein spektakuläres posthumens Duett).
Gregory Porter, der von Natur aus mit einer ähnlich samtigen, tiefen Baritonstimme gesegnet ist wie sein großes Idol, verzichtete in Frankfurt wohlweislich auf solche technischen Gimmicks. Seine einfühlsamen, puristischen Interpretationen gingen den Tausenden Fans im Saal nämlich auch ganz ohne technische Hilfsmittel direkt unter die Haut und ließen das Musikmesse Festival in einem unvergesslichen Glanz ausklingen.
Text © by Jan Heesch














