Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg von Glasperlenspiel performen live auf der Bühne beim Zeltfestival Rhein-Neckar in Mannheim vor Publikum.

Glasperlenspiel auf dem Zeltfestival Mannheim: Ein tanzbarer Sommerabend

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Schwüle Luft unter der großen Kuppel des Palastzelts, gut gelaunte Gesichter und pulsierende Elektropop-Beats: Am 10. Juni 2018 verwandelte sich das Mannheimer Maimarktgelände in einen riesigen Dancefloor. Das Zeltfestival Rhein-Neckar hatte Glasperlenspiel geladen – und das Duo brachte den passenden Soundtrack für eine laue Sommernacht mit in die Kurpfalz.

LEA sorgt für den perfekten, gefühlvollen Start

Bevor der Hauptact die Regler am Mischpult nach oben schob, gehörte die Bühne einer Künstlerin, die damals gerade mächtig Fahrt aufnahm. LEA verstand es auf Anhieb, das Publikum einzufangen. Nur mit ihrer markanten, melancholischen Stimme und authentischem Songwriting zog sie die Besucher unter dem Zeltdach in ihren Bann. Bei ihren Radio-Hits wie „Leiser“ oder „Zu dir“ sangen die vorderen Reihen bereits absolut textsicher mit. Hier gab es keine überladene Show, sondern ehrliches Handwerk am Mikrofon – ein Aufwärmprogramm, das stimmiger kaum hätte sein können und eine wunderbar greifbare, intime Atmosphäre schuf.

Glasperlenspiel drehen auf: Zwischen Pop, Dance und Lichtermeer

Als schließlich Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg die Bretter betraten, dauerte es nur wenige Takte, bis der Funke übersprang. Mit ihrem damals frisch veröffentlichten Album „Licht & Schatten“ im Gepäck servierte das Duo genau das, wofür die Menge angereist war: eingängige deutsche Texte, verpackt in treibende, moderne Beats. Die Produktion war auf den Punkt – glasklarer, druckvoller Sound aus den Boxen, gepaart mit einer dynamischen Lichtshow, die das Innere des Zeltes immer wieder in bunte Farben tauchte. Carolin suchte unentwegt den direkten Kontakt zum Publikum, animierte zum Klatschen und Tanzen, während Daniel hinter den Keys das musikalische Fundament hochzog.

Von „Nie vergessen“ bis „Geiles Leben“: Kein Hit wird ausgelassen

Wer auf die großen Charterfolge der beiden gehofft hatte, wurde nicht enttäuscht. Die Setlist bot einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die Bandgeschichte. Bei älteren Tracks wie dem durchbruchstarken „Nie vergessen“ schwang eine ordentliche Portion Nostalgie mit, bevor die Stimmung beim Über-Hit „Geiles Leben“ endgültig durch die Decke ging. Hier gab es auch auf den hintersten Plätzen kein Halten mehr, das komplette Palastzelt hüpfte im Takt. Es war genau diese Mischung aus unbeschwerter Party und echter Fannähe, die den Auftritt so kurzweilig machte. Als die letzten Synthie-Klänge in der Mannheimer Nacht verhallten, strömten die Besucher ausgepowert, aber mit einem breiten Lächeln Richtung Ausgang.

Text & Foto © Boris Korpak | bokopictures

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