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Endlich war der Moment gekommen, auf den die Musikfans in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt so lange gewartet hatten: Die Hollywood Vampires gaben sich die Ehre. Die hochkarätige Supergroup rund um Johnny Depp, Alice Cooper, Tommy Henriksen und Aerosmith-Gitarrist Joe Perry machte Station beim beliebten Summer in the City Festival im weitläufigen Volkspark Mainz. Schon beim Eintreffen lag eine spürbare, fast knisternde Elektrizität in der Abendluft, die den Besuchern direkt signalisierte: Das wird kein gewöhnlicher Konzertabend.
Als die Sonne langsam hinter den Bäumen des Volksparks zu versinken begann, betrat die Band unter tosendem Jubel die Bühne. Die Menge im Mainzer Volkspark kochte ab der ersten Sekunde über. Johnny Depp, sonst vor allem für seine ikonischen Filmrollen gefeiert, bewies einmal mehr mit jeder gezupften Note sein feinfühliges Gespür für die Gitarre und zog die Blicke magisch an.
Alice Cooper übernahm gewohnt gekonnt das Ruder im Zentrum des Geschehens. Mit seiner unverwechselbaren Theatralik und einer fast hypnotischen Ausstrahlung verkörperte er die lebendige Essenz des klassischen Rock. An den Seiten flankierten Joe Perry und Tommy Henriksen das Geschehen mit einer unbändigen Spielfreude, die zeigte, wie perfekt diese Musiker als verschworene Einheit funktionieren.
Musikalisch lieferten die Hollywood Vampires ein schweißtreibendes, detailverliebtes Live-Set ab, das die eigene Bandhistorie mit legendären Cover-Versionen ihrer musikalischen Vorbilder verknüpfte. Songs wie das treibende The Boogieman Surprise, das Gänsehaut auslösende Heroes im originalgetreuen David-Bowie-Gedenken oder der Klassiker I’m Eighteen rissen die Zuschauer im Volkspark Mainz immer wieder von den Plätzen.
Besonders der emotionale Jeff Beck Tribute, bei dem Joe Perry auf der originalen Gitarre seines verstorbenen Freundes spielte, sorgte für ergreifende Momente im Publikum. Abgerundet wurde die Liveshow durch eine detailverliebte Lichtregie und eine visuelle Inszenierung, die das Open-Air-Ambiente perfekt ergänzte.
Als die letzten harten Akkorde des furiosen Medleys aus School’s Out und Another Brick in the Wall verklangen, blickte man in durchweg glückliche, verschwitzte Gesichter. Die Hollywood Vampires hatten in Mainz einen bleibenden, fast historischen Eindruck hinterlassen und bewiesen, dass der gute alte Rock’n’Roll absolut lebendig ist und Generationen verbinden kann.
Setlist:
Encore:
Foto © by Boris Korpak / bokopictures
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