Jugendliche aus Frankenthal und der französischen Partnerstadt Colombes bei der gemeinsamen Jugendbegegnung am Wallberg am Tegernsee

Jugendbegegnung 2026: Frankenthal und Colombes erleben Europa gemeinsam

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„Frankreich und Deutschland – wir sind wieder zusammen!“ Laut hallt dieser Ausruf über den Gipfel des Wallbergs am Tegernsee. Er bringt die Begeisterung der Jugendlichen auf den Punkt und steht sinnbildlich für die diesjährige Jugendbegegnung zwischen jungen Menschen aus Frankenthal und der französischen Partnerstadt Colombes. 

Seit vielen Jahren ist die Begegnung ein fester Bestandteil der Städtepartnerschaft und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, internationale Freundschaften zu knüpfen und Europa unmittelbar zu erleben.

Vom 8. bis 17. Juli verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zehn abwechslungsreiche Tage miteinander. Im Mittelpunkt standen der interkulturelle Austausch, gemeinsame Erlebnisse und das gegenseitige Kennenlernen. Mithilfe einer angeleiteten Sprachanimation wurden Sprachbarrieren spielerisch überwunden. So entstanden schnell neue Freundschaften, die weit über Ländergrenzen hinausreichen.

Unter dem diesjährigen Motto „Europa erleben“ setzten sich die Jugendlichen auf vielfältige Weise mit europäischen Werten auseinander. Offenheit, Respekt, Toleranz, Hilfsbereitschaft und demokratisches Miteinander wurden nicht nur thematisiert, sondern während der gesamten Begegnung gelebt. Die Jugendbegegnung zeigt eindrucksvoll, wie Städtepartnerschaften junge Menschen zusammenbringen und Europa im Alltag erlebbar machen.

Frankenthal und Umgebung entdecken

Die ersten Tage führten die Gruppe nach Worms, Frankenthal und Frankfurt am Main. In Worms standen unter anderem der Dom sowie das jüdische Viertel auf dem Programm.

In Frankenthal eröffnete Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer die Jugendbegegnung offiziell in der Zuckerfabrik und begrüßte die Gäste aus der Partnerstadt Colombes. Bei einer Führung erhielten die Jugendlichen Einblicke in das Unternehmen. Anschließend erkundeten sie im Rahmen einer Schnitzeljagd die Stadt und entdeckten verschiedene Orte der Städtepartnerschaft – darunter den Partnerschaftsbaum am Speyerer Tor sowie den Partnerschafts-Kanaldeckel am Rathausplatz. Eine Stolpersteinführung mit Herrn Stein vermittelte zudem eindrucksvoll die Geschichte Frankenthals und erinnerte an die Opfer des Nationalsozialismus.

Europa hautnah erleben

In Frankfurt am Main besuchte die Gruppe die Deutsche Börse und erhielt eine zweisprachige Führung durch die Europäische Zentralbank. Dort beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Aufgaben der Europäischen Union und gestalteten gemeinsam ein Plakat zu ihren wichtigsten Werten und Grundprinzipien.

Anschließend führte die Reise nach München. Dort standen unter anderem das Schloss Nymphenburg, die Altstadt, der Englische Garten sowie der Besuch eines Erlebnismuseums auf dem Programm.

Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug an den Tegernsee. Mit der Wallbergbahn ging es auf den Wallberg, von dessen Gipfel sich den Jugendlichen ein beeindruckender Blick auf die Alpen bot. Bei gemeinsamen Teamspielen wurde der Zusammenhalt weiter gestärkt. Die Begeisterung über das Wiedersehen und die gemeinsame Zeit fand schließlich ihren Ausdruck in dem spontanen Ausruf: „Frankreich und Deutschland – wir sind wieder zusammen!“

Vorfreude auf das Wiedersehen

Nach zehn erlebnisreichen Tagen fiel der Abschied vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sichtlich schwer. Manche Träne floss zum Ende der Begegnung. Gleichzeitig überwog die Freude auf das Wiedersehen im kommenden Jahr: Dann wird die Jugendgruppe aus Frankenthal ihre französischen Freundinnen und Freunde in der Partnerstadt Colombes besuchen und die gelebte Städtepartnerschaft fortsetzen.

Die Jugendbegegnung macht deutlich, wie wichtig internationale Begegnungen gerade für junge Menschen sind. Sie schaffen Verständnis füreinander, stärken den europäischen Gedanken und lassen Freundschaften entstehen, die oft weit über die gemeinsame Freizeit hinaus Bestand haben.

Foto © Kijub FT

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