
Sweet Home Frankfurt – Lynyrd Skynyrd feiern einen würdigen Abschied in der Festhalle Frankfurt
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Southern Rock zum letzten Mal in Frankfurt
Als Lynyrd Skynyrd ihre Abschiedstour ankündigten, war klar: Für viele Fans würde dies die letzte Gelegenheit sein, eine der prägendsten Bands des Southern Rock live zu erleben. Die Festhalle Frankfurt war deshalb mehr als nur ein weiterer Tourstopp. Sie wurde zum Schauplatz eines emotionalen Abschieds, bei dem Erinnerungen an über fünf Jahrzehnte Musikgeschichte wieder lebendig wurden.
Bevor die Legenden selbst die Bühne betraten, eröffnete Blackberry Smoke den Abend. Und wie. Die Amerikaner nutzten ihre rund 60 Minuten Spielzeit konsequent aus. Druckvolle Gitarren, ehrlicher Southern Rock und jede Menge Spielfreude sorgten dafür, dass viele Besucher schon früh begeistert mitgingen. Man hatte nie das Gefühl, hier lediglich einen Support-Act zu erleben. Blackberry Smoke zeigten eindrucksvoll, was sie draufhaben.
Eine Bühne voller Erinnerungen
Nach einer etwa halbstündigen Umbaupause wurde das Licht gedimmt. Dann war es soweit.
Unter lautem Applaus betraten Lynyrd Skynyrd die Bühne und starteten ohne große Ansagen direkt in ihr Set. Vom ersten Song an herrschte eine besondere Atmosphäre. Jeder im Saal wusste, dass dieser Abend nicht wiederkommen würde.
Die aufwendig gestaltete Bühne unterstrich den Charakter der Tour. Große Projektionen, klassische Südstaaten-Motive und zahlreiche Erinnerungen an verstorbene Bandmitglieder begleiteten das Konzert. Immer wieder wurden Bilder ehemaliger Musiker eingeblendet. Es waren Momente, die viele Fans sichtbar bewegten.
Auch klanglich überzeugte der Auftritt. Gerade in der Festhalle Frankfurt, die wegen ihrer Bauweise nicht immer für perfekten Sound bekannt ist, überraschte die Produktion mit einem ausgewogenen und druckvollen Klang.
Klassiker, Gänsehaut und amerikanischer Spirit
Wer Lynyrd Skynyrd kennt, weiß, dass ihre Musik eng mit der amerikanischen Kultur verbunden ist. Adler, Flaggen und patriotische Symbolik gehörten auch an diesem Abend selbstverständlich zur Inszenierung. Das wirkte authentisch und passte zur Geschichte der Band.
Die Setlist führte quer durch die lange Karriere der Rocklegenden. Klassiker reihten sich an Klassiker. Das Publikum sang laut mit, klatschte im Takt und feierte jede Gitarrenpassage.
Besonders emotional wurde es, als die Band mehrfach ihrer verstorbenen Weggefährten gedachte. Man spürte, wie wichtig es den Musikern war, die Geschichte von Lynyrd Skynyrd gemeinsam mit den Fans noch einmal zu erzählen.
„Sweet Home Alabama“ als Höhepunkt
Natürlich wartete die Halle auf den einen Song.
Als die ersten Akkorde von „Sweet Home Alabama“ erklangen, gab es kein Halten mehr. Die gesamte Festhalle sang jede Zeile mit. Ein Moment, der zeigte, warum dieses Stück seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Rocksongs überhaupt gehört.
Doch der eigentliche Abschied folgte erst danach. Mit „Free Bird“ verabschiedeten sich Lynyrd Skynyrd endgültig von Frankfurt. Das legendäre Gitarrensolo, die emotionale Stimmung und minutenlanger Applaus sorgten für einen Abschluss, der vielen Besuchern noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte.
Die Band bewies an diesem Abend noch einmal eindrucksvoll, warum sie zu den wichtigsten Vertretern des Southern Rock zählt. Keine übertriebene Show, sondern ehrliche Musik, große Klassiker und ein würdiger Abschied.
Text & Foto © by Jan Jeesch














