
Machine Gun Kelly reißt mit der „Mainstream Sellout Tour“ die Festhalle Frankfurt ab
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Es ist Freitagabend, der 23. September 2022, und die traditionsreiche Festhalle Frankfurt platzt förmlich aus allen Nähten. Doch wen wundert es schon, wenn ein globaler Superstar wie Machine Gun Kelly (MGK) zu Besuch in der Mainmetropole ist. Vor restlos ausverkauftem Haus zog der Musiker – und Verlobte von Hollywood-Schauspielerin Megan Fox – aus, um seine treuen Fans für knapp zwei Stunden die harte Realität des Alltags vergessen zu lassen.
Iann Dior heizt ein, bevor die Technik kurz streikt
Als hochkarätigen Support hatte MGK den Rapper Iann Dior mit im Gepäck. Für ihn war es absolut kein Problem, die Stimmung in der gigantischen Halle schon im Vorfeld kräftig anzuheizen. Bereits bei seinem Set bewies das Frankfurter Publikum, dass es absolut textsicher und extrem feierwütig war. Alles lief perfekt nach Plan – bis es schließlich zum heiß ersehnten Hauptauftritt von Machine Gun Kelly kam.
Aufgrund von massiven technischen Problemen musste gleich der allererste Song abgebrochen und komplett neu gestartet werden. Sichtlich verärgert über diesen groben Schnitzer ließ MGK seinen verantwortlichen Techniker auf der Bühne unmissverständlich wissen, wie er zu diesem Fehler stand. Veredelt wurde das Ganze im Anschluss noch mit leichten Problemen beim Monitoring der In-Ears. Doch auch diese Hürden wurden schließlich schnell beseitigt, und von da an lief die gesamte Show absolut störungsfrei und wie aus einem Guss weiter.
Eine Show der Superlative: „Fuck the Internet“
Den Fan erwartete an diesem Abend eine visuelle und musikalische Show der absoluten Superlative. Egal, ob es brannte, ohrenbetäubend knallte oder riesige Bühnendekorationen aufgeblasen wurden – es passierte ununterbrochen etwas Spektakuläres auf der Bühne. Die sehr rocklastige Show zeigte einmal mehr eindrucksvoll, was produktionstechnisch alles möglich ist, wenn man eine derart große Halle bespielt.
Das Publikum eskalierte förmlich: Keiner hielt es mehr auf seinem Sitz in den Rängen, und der Innenraum war absolut am Kochen. Das Haus war bis unters Dach gefüllt – so voll und ausgelassen hatte man die Festhalle gefühlt nur vor der Pandemie gesehen. Je rockiger und lauter es auf der Bühne wurde, desto intensiver wurde im Saal gefeiert, während die Fans jeden Song absolut textsicher mitschrien.
Die klare, rebellische Message des Abends lautete unmissverständlich: „Fuck the Internet“. Diesen Satz erwähnte Frontmann MGK des Öfteren und hatte direkt die passende optische Untermalung parat: Eine riesige, aufblasbare Figur mit einem Fernseher als Kopf stellte das Internet bildlich als Monster dar. Der Musiker hasst es schlichtweg, dass im Netz – auch seine Person – so vieles zerrissen wird und durch diesen anonymen Hass viel Leid entstehen kann. All das wurde natürlich perfekt und medientauglich in eine gigantische Pop-Punk-Rock-Show verpackt.
Ein explosives Finale und tiefe Dankbarkeit
Nichts konnte die durchweg euphorische Grundstimmung an diesem Abend auch nur ansatzweise beeinträchtigen. Bis zum bitteren Ende gaben Künstler und Publikum weit mehr als 100 Prozent. Kurz vor Schluss bedankte sich Machine Gun Kelly noch einmal sehr ehrlich und emotional bei seinen Fans dafür, dass sie ihm auch in den letzten, für ihn oft schweren Jahren, stets bedingungslos die Treue gehalten haben.
Der allerletzte Song des Abends zog dann noch einmal alle Register: Es wurde gefühlt alles an Pyrotechnik gezündet, was in der Halle irgendwie verfügbar war, um die Show mit einem gewaltigen Knall gebührend zu beenden. Ein Abend in Frankfurt, der definitiv noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird!
Text & Fotos © by Jan Heesch














