Die Musiker von Mantar stehen sich auf der Bühne des Colos-Saals in Aschaffenburg gegenüber und spielen kraftvollen Metal.

Pure Energie auf der Bühne: Mantar im Colos-Saal Aschaffenburg

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Mantar waren aktuell gemeinsam mit Downfall of Gaia auf großer Tour und ließen es sich deshalb nicht nehmen, am 29. April 2019 auch dem Colos-Saal in Aschaffenburg einen Besuch abzustatten. So geschah es, dass sie an einem Montag die Herausforderung annahmen, direkt zu Wochenbeginn ein Konzert zu spielen. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, können zweifellos viele Bands bestätigen. Doch für die beiden Jungs von Mantar war das erst recht kein Grund, es nicht mit voller Kraft in Angriff zu nehmen.

Pünktlich eröffneten Downfall of Gaia ihr Set, während sich der Club bereits zügig füllte. Ganz klar fuhren Downfall of Gaia die musikalisch härtere Schiene als Mantar, und die anwesenden Fans zeigten sich sofort hellauf begeistert.

Beeindruckende Wucht trotz Minimalismus

Als schließlich Mantar die Bühne betraten, war der Club gut gefüllt, auch wenn hier und da noch ein wenig Luft nach oben blieb. Nach ihrem stimmungsvollen Intro legten die beiden Musiker Hanno Klänhardt und Erinç Sakarya direkt unerbittlich los. Es ist immer wieder aufs Neue absolut beeindruckend, welche schiere Energie Mantar live auf der Bühne verbreiten. Eine Band, die rein aus zwei Musikern besteht, schafft es mühelos, gefühlt alles an die Wand zu spielen – eine Leistung, an der so manche Formation mit weitaus mehr Mitgliedern schlicht scheitert.

Auch der Bühnenaufbau weicht bei Mantar bewusst vom Standard ab: Beide Musiker stehen sich während der Performance gegenüber, anstatt dem Publikum direkt zugewandt zu sein. Sänger und Gitarrist Hanno war an diesem Abend gesundheitlich etwas angeschlagen und beklagte sich scherzhaft, dass er wegen seiner Medikamente kein Bier trinken durfte und stattdessen mit Wasser vorliebnehmen musste. Trotz dieser kleinen Einschränkung gab er natürlich alles, um den Fans eine erstklassige Show zu liefern.

Keine Zeit für Verschnaufpausen

Dafür machten die Anhänger im Publikum diesen Umstand mehr als wett und feierten für einen Montagabend unglaublich ausgelassen. Da ohnehin kaum Zeit für langes Gerede verschwendet wurde, prasselte ein brachialer Song nach dem anderen auf die Besucher ein, sodass es kaum eine Gelegenheit für eine echte Verschnaufpause gab. Nach rund 90 Minuten intensiver Spielzeit verließen Mantar schließlich die Bühne und konnten somit abermals einen absolut erfolgreichen Konzertabend für sich verbuchen.

Text © by Jan Heesch

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