
Michael Mittermeier in der Frankfurter Jahrhunderthalle: Comedy-K.O. mit der „Todes-Wuchtl“
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Wenn der bayerische Urvater der modernen Stand-up-Comedy zum verbalen Schlagabtausch ruft, bleibt in den Zuschauerrängen garantiert kein Auge trocken. Mit seinem brandneuen Programm „Lucky Punch – Die Todes-Wuchtl schlägt zurück!“ gastierte Michael Mittermeier in der Frankfurter Jahrhunderthalle und verwandelte den geschichtsträchtigen Saal in einen brodelnden Comedy-Ring.
Der ultimative Kampf gegen den alltäglichen Wahnsinn
Was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem mysteriösen Titel? Ein „Lucky Punch“ ist im Boxsport jener glückliche, alles entscheidende Treffer des hoffnungslos unterlegenen Kämpfers. Und die „Todes-Wuchtl“? Laut österreichischer Sprachlehre ist das schlicht die lustigste Pointe auf der nach oben offenen „Bist-Du-Deppat-Skala“.
Ring frei für einen unvergesslichen Abend! In der rechten Ecke: der kampfeserprobte Komiker. In der linken Ecke: die pure Absurdität des modernen Alltags mitsamt all ihren weltfremden Auswüchsen. Mittermeier, das bayerische Karate-Kid der deutschen Stand-up-Szene, fightete gewohnt leidenschaftlich nach dem bewährten Motto: Schweben wie Bruce Lee und stechen wie Biene Maja. Ein Mann, ein Mikrofon, keinerlei Tabus und absolut keine Regeln.
120 Minuten pure Stand-up-Härte ohne Mundschutz
Als einziger Verbündeter diente ihm dabei jene berüchtigte, mündlich überlieferte Geheimwaffe aus dunklen österreichischen Spaß-Gewölben. Denn eins stellte der Comedian unmissverständlich klar: Die Welt ist kein Tinder-Geburtstag, und das Blöde sowie das Böse in unserer Gesellschaft brauchen keine sanften Streicheleinheiten, sondern eine saubere Pointe genau zwischen die Augen.
Im sekundenschnellen Takt jagte Mittermeier ein absurd-komödiantisches Szenario nach dem anderen durch den Äther. Ob verbales Duell zwischen Batman und Baywatch, Chuck Norris gegen Wonder Woman oder der satirische Clash zwischen geistigen Veganern und verbalen Metzgern – hier hieß es unbarmherzig Jeder gegen Jeden. Klassische Stand-up-Comedy im schicken Anzug, absolut ehrlich, herrlich hart und völlig ohne Mundschutz serviert. Nach 120 Minuten schweißtreibender Bühnenpräsenz stand fest: Das war ein furioses K.O. auf ganzer Linie, das das Frankfurter Publikum mit muskelkaterverdächtigen Zwerchfellen und frenetischem Applaus in die Nacht entließ.
Foto © by Jan Heesch














