
Sunrise Avenue auf der Loreley: Sommernächte und große Gefühle am Rhein
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Es gibt Spielstätten, die besitzen eine ganz eigene, fast magische Aura. Wenn eine Band wie Sunrise Avenue an einen Ort wie den geschichtsträchtigen Felsen der Loreley zurückkehrt, ist ein unvergesslicher Abend quasi vorprogrammiert. Bereits am 11. Juli 2015 hatten Samu Haber und seine finnischen Bandkollegen hier ihre Spuren hinterlassen. Nun stand die Rückkehr an den Vater Rhein an – und das bei strahlendem Sommerwetter und vor einer ausverkauften Kulisse, die Jung und Alt gleichermaßen anzog.
KAMRAD sorgt für den perfekten Auftakt
Bevor der Hauptact die Bühne enterte, gehörte das Parkett einem alten Bekannten. Als Tourbegleiter hatte die Band erneut Tim Kamrad im Gepäck. Man merkte dem jungen Musiker vom ersten Ton an an, wie sehr ihn die beeindruckende Freilichtbühne auf der Loreley in ihren Bann zog. Offen und sichtlich überwältigt von der malerischen Kulisse, legte Kamrad gemeinsam mit seiner Band einen voll und ganz überzeugenden Auftritt hin. Die Spielfreude war greifbar, und der frische, moderne Pop-Sound bildete den idealen Aufgalopp, um das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen.
Samu Haber und die unbändige Energie der Loreley
Dem besonderen Flair dieses Ortes kann sich schlichtweg niemand entziehen – da machte auch Samu Haber keine Ausnahme. Bestens gelaunt, gewohnt charismatisch und mit einer ansteckenden Portion finnischen Humors im Gepäck betrat er nach der kurzen Umbaupause die Bretter.
Da Kamrad die Menge bereits hervorragend vorgewärmt hatte, fiel es Sunrise Avenue leicht, die Energie nicht nur zu halten, sondern noch einmal ordentlich nachzulegen. Auf den Rängen und vor der Bühne hielt es an diesem Abend niemanden auf den Sitzen. Es wurde getanzt, gefeiert und mitgesungen, als gäbe es kein Morgen mehr.
Von „Heartbreak Century“ bis zur Kuppel-Partnersuche
Musikalisch bot die Setlist einen perfekten Querschnitt durch die Bandgeschichte. Neben taufrischen Stücken vom damals aktuellen Album „Heartbreak Century“ durften natürlich auch die großen, unverwüstlichen Klassiker wie „Lifesafer“, „Forever Yours“ oder das kraftvolle „Unholy Ground“ nicht fehlen.
Zwischen den harten Gitarrenriffs und den radiotauglichen Pop-Melodien bewies Samu Haber einmal mehr, warum er als Entertainer so geliebt wird. Zwischen den Songs lockerte er die Stimmung mit launigen Ansagen auf – gipfelnd in einer spontanen Kuppel-Aktion: Kurzerhand suchte er für einen 21-jährigen Fan aus dem Publikum eine neue Partnerin und fragte in die große Runde, wie viele Singlefrauen denn anwesend seien. Ob der junge Mann nach der Show tatsächlich zu zweit nach Hause ging, bleibt das Geheimnis der Loreley-Nacht, für Lacher und tosenden Applaus sorgte die Aktion allemal.
Ein Finale mit „Hollywood Hills“
Dass ein Sunrise-Avenue-Konzert nicht ohne die ganz großen Hymnen enden darf, versteht sich von selbst. Mit den unvermeidlichen Über-Hits „Fairytale Gone Bad“ und „Hollywood Hills“ schickten die Finnen ihre Fans schließlich in die laue Sommernacht. Der Blick über den erleuchteten Rhein und die glücklichen, verschwitzten Gesichter der Besucher machten einmal mehr deutlich: Die Loreley und Sunrise Avenue – das ist eine Verbindung, die absolut ihresgleichen sucht.
Text & Foto © by Jan Heesch














