
Nik Kershaw live in der Frankfurter Batschkapp: Ein Abend voller 80er-Jahre-Pop-Genies
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Wer bei den ersten Takten von „The Riddle“, „Wouldn’t It Be Good“ oder „Dancing Girls“ sofort ein Lächeln im Gesicht hat, trägt einen festen Teil der Pop-Geschichte in sich. Die unsterblichen Ohrwürmer von Nik Kershaw gehören seit den 1980er-Jahren zum absoluten Pflichtprogramm im Radio. Als der britische Singer-Songwriter nun in der traditionsreichen Frankfurter Batschkapp Station machte, war die Vorlesung in Sachen feinstem Synthie- und Gitarren-Pop entsprechend gut besucht. Und die Fans im gut gefüllten Club wurden wahrlich nicht enttäuscht.
Vom Weltstar zum Mastermind im Hintergrund
Die Geschichte des Sohnes einer Opernsängerin und eines Architekten liest sich wie ein klassisches Pop-Märchen der Dekade. 1984 katapultierte ihn der Welthit „Wouldn’t It Be Good“ über Nacht in den internationalen Pophimmel, und von da an schien er aus den Charts schlicht nicht mehr wegzudenken. Doch Kershaw bewies im Laufe seiner Karriere auch Weitsicht: 1989 zog er sich bewusst aus dem grellen Rampenlicht zurück, um fortan als gefragter Songwriter und Produzent im Hintergrund zu wirken. Dass er sein Handwerk perfekt beherrscht, bewies er unter anderem, als er den Megahit „The One & Only“ für Chesney Hawkes aus dem Hut zauberte oder mit Größen wie Cliff Richard, Bonnie Tyler, Ronan Keating und Nick Carter zusammenarbeitete. Umso schöner war es zu sehen, wenn dieser kreative Kopf selbst wieder im Scheinwerferlicht stand.
Robin Beck heizt als Special Guest ein
Bevor Kershaw die Bühne enterte, sorgte kein geringerer Name als Special Guest für nostalgische Glücksgefühle: Robin Beck, ebenfalls eine waschechte Ikone der 80er Jahre, erinnerte das Frankfurter Publikum mit ihrer unverkennbaren Stimme und Hits wie dem ewigen Klassiker „First Time“ daran, wie sich purer, handgemachter Pop-Rock jener Ära anfühlt. Ein idealer Aufgalopp, der die Stimmung in der Batschkapp direkt auf Betriebstemperatur brachte.
Als Nik Kershaw schließlich die Bühne betrat, merkte man sofort: Hier steht ein Musiker, der seine Songs lebt. Völlig unaufgeregt, aber mit einer ungeheuren spielerischen Präzision und seiner charakteristischen Stimme zog er die Anwesenden in seinen Bann. Die Setlist war gespickt mit den Meilensteinen seiner Karriere, bei denen im Saal natürlich aus voller Kehle mitgesungen wurde. Ein runder, hochsympathischer Konzertabend, der bewies, dass echte Pop-Qualität niemals altert.
Fotos © by Jan Heesch













