
Adler Mannheim verlieren wilden Schlagabtausch in Nürnberg
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Tore, Führungswechsel und ein 17-jähriger Mannheimer, der erneut für Aufmerksamkeit sorgte: Die Adler Mannheimhaben am Dienstagabend, 22. September 2026, bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:5 verloren. Dabei führte die Mannschaft von Dallas Eakins nach dem ersten Drittel noch mit 2:1. Max Calce traf doppelt, Alexander Ehl erzielte den dritten Mannheimer Treffer. Nürnberg schlug jedoch in den entscheidenden Momenten zurück und feierte vor 4.080 Zuschauern den dritten Sieg im dritten DEL-Saisonspiel. Für die Adler war es die erste Partie der neuen Spielzeit, aus der sie ohne Punkt hervorgingen.
Dabei begann der Abend alles andere als optimal. Gerade einmal 50 Sekunden waren gespielt, als Austin Magera die Gastgeber in Führung brachte. Nürnberg kam mit viel Tempo und beschäftigte die Mannheimer Defensive sofort.
Ehl antwortet auf Nürnbergs Blitzstart
Lange brauchten die Adler nicht, um sich zu fangen. Alexander Ehl hatte zunächst noch eine Möglichkeit liegen gelassen, machte es in der sechsten Minute aber besser. Niklas Treutle konnte den ersten Abschluss nicht kontrollieren, Ehl setzte nach und traf zum 1:1.
Mannheim war jetzt deutlich besser im Spiel. Justin Schütz verpasste kurz darauf die mögliche Führung, bevor der nächste Treffer doch noch fiel.
In der 13. Minute störte Max Calce Nürnbergs Evan Barratt direkt vor dem eigenen Tor. Der Querpass des Ice-Tigers-Stürmers wurde vom Mannheimer Youngster entscheidend abgefälscht und landete hinter Treutle im Netz.
1:2.
Aus dem frühen Rückstand hatten die Adler innerhalb von zwölf Minuten eine Führung gemacht.
Vier Strafminuten bringen Nürnberg zurück
Das zweite Drittel begann mit einer guten Mannheimer Gelegenheit. In Überzahl traf Schütz allerdings nur das Lattenkreuz.
Wenig später brachte sich Mannheim selbst unter Druck. Matthias Plachta kassierte wegen hohen Stocks eine 2+2-Minuten-Strafe. Nürnberg setzte sich im Angriffsdrittel fest, doch Jake Hildebrand verhinderte zunächst mehrfach den Ausgleich.
Kaum waren die Adler wieder komplett, war es trotzdem passiert.
Evan Barratt brachte den Puck aus der Drehung vor das Tor, Tyler Spezia stand richtig und traf in der 29. Minute zum 2:2.
Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.
Heigl trifft eine Sekunde vor der Sirene
Besonders bitter wurde es für Mannheim unmittelbar vor der zweiten Pause.
Kris Bennett musste wegen hohen Stocks ebenfalls für vier Minuten auf die Strafbank. Nürnberg bekam damit erneut ein langes Powerplay und nutzte diesmal die Gelegenheit noch vor der Drittelpause.
Thomas Heigl nahm den Puck auf und traf praktisch mit der Sirene. Die offizielle Spielzeit zeigte 39:59 Minuten.
3:2 für Nürnberg.
Ein Gegentreffer zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.
Mannheim musste damit trotz einer zwischenzeitlichen Führung mit einem Rückstand ins Schlussdrittel gehen.
Calce gleicht mit starker Einzelaktion aus
Die Adler kamen entschlossen zurück.
Und wieder war es Max Calce, der das Spiel veränderte. Ehl spielte den Puck in der neutralen Zone zum 17-Jährigen. Calce nahm Tempo auf, zog alleine Richtung Nürnberger Tor und ließ Treutle keine Chance.
In der 46. Minute stand es 3:3.
Zweiter Treffer für Calce. Zweites Ausrufezeichen an diesem Abend.
Die Mannheimer Freude hielt allerdings gerade einmal 26 Sekunden.
Spezia antwortet sofort
Nürnberg schaltete nach dem Ausgleich schnell um. Magera brachte den Puck nach vorne, Tyler Spezia lief alleine auf Hildebrand zu und traf zum 4:3.
Ein Wirkungstreffer.
Gerade hatte Mannheim zum dritten Mal an diesem Abend getroffen, schon liefen die Adler wieder einem Rückstand hinterher.
Die Mannschaft von Dallas Eakins erhöhte anschließend den Druck. Mannheim brachte insgesamt mehr Schüsse auf das Nürnberger Tor als die Gastgeber und kam offiziell auf 27 Schüsse aufs Tor, Nürnberg auf 22. Doch Treutle hielt die Führung fest.
Empty-Net-Tor entscheidet die Partie
In der Schlussphase riskierte Mannheim alles.
Hildebrand ging zunächst für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Als Julius Karrer kurz vor dem Ende eine Strafe kassierte, bot sich den Adlern sogar die Möglichkeit, mit doppelter Überzahl auf den Ausgleich zu drücken.
Doch Mannheim nahm sich diesen Vorteil selbst.
Patrick Brown musste 83 Sekunden vor Schluss wegen Stockschlags auf die Strafbank. Die große Gelegenheit auf das 4:4 war damit praktisch dahin.
23 Sekunden vor der Sirene sorgte Samuel Dove-McFalls mit einem Treffer ins leere Mannheimer Tor für das 5:3.
Entscheidung.
Calces Doppelpack reicht nicht für Punkte
Für die Adler war es eine Niederlage, bei der durchaus mehr möglich gewesen wäre. Mannheim hatte nach dem frühen 0:1 eine starke Reaktion gezeigt, das erste Drittel gedreht und auch im Schlussabschnitt nach dem erneuten Rückstand noch einmal ausgeglichen.
Entscheidend waren jedoch die Momente unmittelbar vor und nach den Drittelpausen sowie die Strafzeiten. Nürnberg bekam fünf Powerplay-Möglichkeiten und nutzte eine davon. Mannheim blieb bei zwei eigenen Überzahlsituationen ohne Treffer.
Besonders auffällig war erneut Calce. Der 17-Jährige erzielte zwei der drei Mannheimer Tore und war offensiv einer der auffälligsten Spieler auf dem Eis. Ehl kam neben seinem Treffer auch auf eine Vorlage beim 3:3.
Nürnberg bleibt mit drei Siegen aus drei Spielen dagegen makellos und setzte sich zunächst an die Tabellenspitze. Mannheim musste nach dem Punktgewinn in München und dem 4:3-Heimsieg gegen die Eisbären Berlin erstmals komplett ohne Zähler vom Eis.
Weiter geht es für die Adler bereits am Freitag, 25. September 2026. Dann empfangen sie die Krefeld Pinguine in der SAP Arena.
Spieldaten
Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim 5:3 (1:2, 2:0, 2:1)
Tore:
1:0 Austin Magera (1.)
1:1 Alexander Ehl (6.)
1:2 Max Calce (13.)
2:2 Tyler Spezia (29.)
3:2 Thomas Heigl (40., Powerplay)
3:3 Max Calce (46.)
4:3 Tyler Spezia (47.)
5:3 Samuel Dove-McFalls (60., Empty Net)
Schiedsrichter:
Andris Ansons
Zsombor Pálkövi
Linespersons:
Tobias Schwenk
Joshua Römer
Zuschauer:
4.080
Spielort:
PSD Bank Nürnberg ARENA
Foto © by Eiblmaier/PIX-Sportfotos














