Spielszene zwischen der MT Melsungen und den Rhein-Neckar Löwen am 22. September 2026 in der Rothenbach-Halle Kassel

Löwen scheitern nach Verlängerung in Melsungen

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70 Minuten Pokalkampf, mehrfach drei Tore Vorsprung und am Ende doch das Aus: Die Rhein-Neckar Löwen sind am Dienstagabend, 22. September 2026, in der zweiten Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Bei der MT Melsungen unterlag die Mannschaft von Maik Machulla nach Verlängerung mit 33:35. Nach 60 Minuten hatte es 29:29 gestanden, zur Pause lagen die Löwen noch mit 17:16 vorne. Vor 1.955 Zuschauern in der Rothenbach-Halle in Kassel fiel die Entscheidung erst in der letzten Minute der Verlängerung.

Dabei waren die Löwen über weite Strecken mindestens auf Augenhöhe. Sie erwischten den besseren Start, verteidigten aggressiv und fanden im Angriff früh gute Lösungen.

Löwen starten stark in den Pokalabend

Melsungen erzielte zwar den ersten Treffer, doch Mannheim antwortete sofort. Edwin Aspenbäck, Haukur Þrastarson und Jannik Kohlbacher sorgten für einen schnellen Führungswechsel. Als Dani Baijens nach acht Minuten einen Gegenstoß zum 5:2 verwandelte, hatten sich die Löwen erstmals etwas abgesetzt.

Die MT kam jedoch zurück. Melsungen wurde im Angriff sicherer und nutzte einige ausgelassene Mannheimer Möglichkeiten. Aus dem 5:2 wurde zwischenzeitlich ein 7:8.

Das Spiel hatte damit seine Richtung gefunden: eng, körperlich und mit ständigen Führungswechseln.

Jensen gibt der Defensive zusätzlichen Rückhalt

Maik Machulla wechselte im Tor von David Späth zu Mike Jensen. Der Däne brachte mit seinen Paraden zusätzliche Stabilität und kam am Ende auf zwölf gehaltene Bälle. Vor ihm arbeitete die Mannheimer Defensive konsequent.

In der Schlussphase der ersten Hälfte setzten sich die Löwen noch einmal ab. Jacob Lassen traf zum 16:13 aus Mannheimer Sicht. Weil die letzten beiden Minuten allerdings in Unterzahl gespielt werden mussten, kam Melsungen wieder heran.

Mit 17:16 für die Löwen ging es in die Kabine.

Kohlbacher bringt Mannheim auf 28:25

Auch nach der Pause blieb die Partie zunächst torarm. Erst in der 34. Minute erzielte Lassen das erste Tor des zweiten Durchgangs zum 18:16, anschließend verwandelte Marius Steinhauser einen Siebenmeter.

Doch auch diesmal ließ sich Melsungen nicht abschütteln.

Florian Drosten stellte vom Siebenmeterpunkt auf 22:22. Mannheim reagierte erneut, Baijens traf zum 25:23. Wenig später erhöhte Jannik Kohlbacher auf 28:25. Drei Tore Vorsprung in der Schlussphase. Das Achtelfinale war greifbar.

Dann wurde es hektisch.

Zwei Ballverluste bringen Melsungen zurück

Die Löwen verpassten es, ihre Führung über die letzten Minuten zu bringen. Zwei Ballverluste ermöglichten Melsungen die Rückkehr, zwei Minuten vor Schluss stand es 28:28.

Kentin Mahé kam für einen Siebenmeter auf die Platte und verwandelte bei seinem ersten Ballkontakt zum 29:28. Auf der Gegenseite antwortete Drosten ebenfalls vom Punkt.

Melsungen bekam anschließend sogar noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. Doch Jensen parierte.

29:29 nach 60 Minuten. Verlängerung.

Þrastarson sorgt für die nächste Führung

Auch die zusätzlichen zehn Minuten blieben ein Nervenspiel. Lassen brachte Mannheim mit 30:29 nach vorne, Melsungen glich aus. Baijens traf zum 31:30, erneut kam die MT zurück.

Kurz vor dem Ende der ersten Verlängerung setzte sich Haukur Þrastarson durch und erzielte aus schwierigem Winkel das 32:31. Die Löwen gingen damit erneut mit einer Führung in die kurze Pause.

Aber auch diese Führung sollte nicht reichen.

Simic entscheidet den Pokalkrimi

Im zweiten Teil der Verlängerung bekam Melsungen die Partie auf seine Seite. Aaron Mensing glich zum 32:32 aus. Steinhauser antwortete noch einmal für Mannheim, doch Mensing traf erneut. Anschließend brachte David Mandić die Gastgeber mit 34:33 nach vorne.

53 Sekunden vor dem Ende bekamen die Löwen noch die große Chance auf den Ausgleich.

Siebenmeter.

Kentin Mahé trat an, doch Melsungens Torhüter Nebojša Simić parierte. Es war die entscheidende Szene. Im Gegenzug erzielte Mensing seinen siebten Treffer und machte das 35:33 perfekt.

Aus. Pokal-Aus nach 70 Minuten.

Kohlbacher bester Löwen-Werfer

Jannik Kohlbacher war mit acht Treffern erfolgreichster Mannheimer Werfer. Baijens und Þrastarson erzielten jeweils fünf Tore, Steinhauser traf ebenfalls fünfmal, davon zweimal per Siebenmeter. Lassen und Aspenbäck kamen auf jeweils vier Treffer.

Bei Melsungen war Aaron Mensing mit sieben Toren bester Werfer. Florian Drosten und Reynir Stefánsson erzielten jeweils sechs Treffer. Simić wurde mit seiner Siebenmeter-Parade in der Schlussminute der Verlängerung zum entscheidenden Faktor.

Für die Löwen ist das Pokal-Abenteuer damit beendet. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt allerdings nicht: Bereits am Samstag, 26. September 2026, treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Dann kommt die MT Melsungen zum Bundesliga-Duell in die SAP Arena.

Spieldaten

MT Melsungen – Rhein-Neckar Löwen 35:33 n.V. (16:17, 29:29)

Beste Torschützen MT Melsungen:
Aaron Mensing 7
Florian Drosten 6/5
Reynir Stefánsson 6
Rubén Marchán 5
Johannes Golla 3

Beste Torschützen Rhein-Neckar Löwen:
Jannik Kohlbacher 8
Dani Baijens 5
Haukur Þrastarson 5
Marius Steinhauser 5/2
Jacob Lassen 4
Edwin Aspenbäck 4

Torhüter Rhein-Neckar Löwen:
Mike Jensen 12 Paraden
David Späth 2 Paraden

Schiedsrichter:
Marcus Hurst
Mirko Krag

Zuschauer:
1.955

Spielort:
Rothenbach-Halle, Kassel

Foto © Fischer/PIX-Sportfotos

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