
Beyond The Black in der Live Music Hall Köln: Symphonische Naturgewalt im „Heart of The Hurricane“
Beitrag teilen
Es gibt Bands, die folgen schlicht ihrem eigenen Kompass, während andere noch lange nach ihrem Sound suchen. Beyond The Black gehören zweifellos zur ersten Kategorie: Symphonischer Metal, der energiegeladen, schnörkellos und absolut kompromisslos nach vorn peitscht. Wenn die Formation zum exklusiven Album-Release-Konzert lädt, ist ein musikalischer Ausnahmezustand garantiert. So geschehen in der ehrwürdigen Live Music Hall in Köln, wo sich die Band um Frontfrau Jennifer Haben tief in das Auge ihres eigenen musikalischen Sturms spielte.
Das neue Line-up und die Feuertaufe im Herzen des Sturms
Beyond The Black sind seit jeher eine Band der extremen Kontraste – wie ungebändigte Naturgewalten, die aufeinandertreffen und sich zu einem unverwechselbaren Sound-Crossover verschmelzen. Opulent arrangierter Symphonic Metal, filigraner Melodic Metal und wuchtige, mitreißende Elemente bilden eine stimmige Einheit, die sich in purer Energie entlädt. Was nicht passt, wird hier nicht passend geredet, sondern gnadenlos neu formiert.
Nachdem das frisch formierte Line-up aus Frontsängerin Jennifer Haben, Christian Hermsdörfer (Gitarre, Backing Vocals), Tobias Lodes (Gitarre, Backing Vocals), Stefan Herkenhoff (Bass) und Kai Tschierschky (Drums) seine Live-Feuertaufe bereits glanzvoll bestanden hatte, stand in Köln ein ganz besonderer Meilenstein an: die Live-Premiere der Tracks aus dem gemeinsamen Album „Heart of The Hurricane“.
Härteschrauben, Blastbeats und elftengleiche Vocals
Mit dem am 31. August 2018 über Airforce1 Records / Universal Music veröffentlichten Werk loteten Beyond The Black die äußersten Stilgrenzen des Genres aus. Einerseits zog die Band die Härteschrauben noch einmal ordentlich an, andererseits brillierten die neuen Stücke mit einer bisher nie dagewesenen Eingängigkeit und packenden Melodien.
Live entfaltete sich in der Kölner Live Music Hall eine wahre Breitwandproduktion: Alles pulverisierende Blastbeats, tödliche Nackenbrecher-Riffs und epische Keyboard-Passagen trafen auf aufwendig arrangierte Streicher- und Chorsätze. Der gewaltige Kontrast aus Jennifer Habens glasklaren, elfengleichen Vocals und tiefkehligen Growls schuf eine atmosphärische Wucht, die das Publikum von der ersten Sekunde an mitriss. Die Band untermauerte damit eindrucksvoll, warum sie seit ihrem gefeierten Debüt „Songs Of Love And Death“ (das ihnen direkt den „Metal Hammer“-Award als Newcomer des Jahres einbrachte) und dem Chart-Erfolg von „Lost In Forever“ zu den absoluten Speerspitzen des modernen Metal gehört. Ein bombastischer Release-Abend, der in Köln noch lange nachhallen wird!
Text & Foto © by Jan Heesch














