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Jeff Lynne’s ELO in der SAP Arena Mannheim: Zeitlose Meisterwerke und orchestrale Perfektion
Es gibt Formationen, deren Sound über Jahrzehnte hinweg absolut unverwechselbar bleibt und Generationen miteinander verbindet. Wenn Jeff Lynne’s ELO die Bühne betritt, wird ein Konzertabend zu einer Reise durch die schillerndsten Kapitel der Rock- und Popgeschichte. Am 25. September 2018 war es so weit: Die ausverkaufte SAP Arena in Mannheim erlebte ein musikalisches Feuerwerk aus orchestralen Klängen, brillanten Melodien und rockiger Energie, das seinesgleichen sucht.
Kaum eine andere Band hat die Kunst verfeinert, klassische Orchesterelemente so organisch mit treibendem Rock und ohrwurmtauglichen Pop-Arrangements zu verschmelzen wie das Electric Light Orchestra. Unter der unverkennbaren, kreativen Leitung von Mastermind Jeff Lynne – dem Sänger, Gitarristen, Produzenten und genialen Songschreiber in Personalunion – bot die Band in Mannheim eine Show, die sowohl klanglich als auch visuell auf höchstem Niveau inszeniert war.
Bereits mit den ersten, prägnanten Akkorden sprang der Funke auf das Publikum über. Als Klassiker wie „Evil Woman“, „Livin’ Thing“, „Telephone Line“ und die unvergleichliche Hymne „Mr. Blue Sky“ durch die Arena schallten, gab es kaum noch jemanden auf den Sitzen. Die Fans feierten jede einzelne Nummer frenetisch, während eine spektakuläre Lichtshow und beeindruckende visuelle Effekte den Raum in ein visuelles Kunstwerk verwandelten.
Die Setlist ließ keine Wünsche offen und spannte den Bogen von den großen Meilensteinen der 70er- und 80er-Jahre bis hin zu frischeren Stücken des gefeierten Comeback-Albums „Alone in the Universe“. Die makellose Präzision der Band sorgte dafür, dass der Live-Sound den legendären Studioaufnahmen in absolut nichts nachstand.
Jeff Lynne, dessen kreative Handschrift als Gründungsmitglied der Traveling Wilburys und als Star-Produzent für Legenden wie die Beatles, Tom Petty oder Paul McCartney Musikgeschichte geschrieben hat, bewies an diesem Abend einmal mehr seine Ausnahmestellung. Seine unaufgeregte, aber hochkarätige Präsenz verlieh dem Abend eine ganz besondere Würde.
Den grandiosen Schlusspunkt setzte schließlich eine explosive Version von „Roll Over Beethoven“, bei der die Arena noch einmal kollektiv bebte. Unter minutenlangem, tosendem Applaus verabschiedete sich die Band und hinterließ ein tief beeindrucktes Publikum. Ein unvergesslicher Abend, der zeigte, dass ELO-Klassiker schlichtweg unsterblich sind.
Text & Foto © by Boris Korpak
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