
Rea Garvey im Mannheimer Rosengarten: Neon-Fieber und irische Emotionen
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Wenn der irische Ausnahmekünstler die Bühne betriert, ist eine ganz besondere, nahbare Atmosphäre garantiert. Mit seiner spektakulären „Neon Tour“ machte Rea Garvey Station im Mannheimer Rosengarten – und verwandelte den traditionsreichen Saal in einen Hexenkessel voller Energie, Beats und tiefen Emotionen. Der 45-jährige Wahl-Berliner beherrscht die Kunst der emotionalen Kommunikation mit seinem Publikum wie nur wenige andere und zog die Fans im gut gefüllten Rosengarten von der ersten Sekunde an in seinen Bann.
Ryan Sheridan sorgt für irischen Auftakt
Bereits vor dem Hauptact war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Als emotionaler Eisbrecher und musikalischer Botschafter fungierte Landsmann Ryan Sheridan. Der irische Sänger und Songwriter verstand es meisterhaft, das Mannheimer Publikum mit handgemachter Gitarrenmusik und einer ansteckenden Portion Lebensfreude ordentlich auf Betriebstemperatur zu bringen. Der perfekte Aufgalopp für einen Abend, der musikalisch noch einiges bereithalten sollte.
Das Album „Neon“: Städtischer Puls und frische Beats
Im Mittelpunkt des Abends stand natürlich das aktuelle Album „Neon“. Mit dieser Platte schlägt der „Irishman in Berlin“ bewusst neue Töne an, ohne dabei seine unverkennbare musikalische Identität zu verlieren. Urbane Beats, moderne Sounds und eine fast schon „streetlike“ Atmosphäre prägen die neuen Songs, die live im Rosengarten eine enorme Wucht entfalteten.
Natürlich geizte Garvey auch nicht mit den großen Hits aus seinen drei vorausgegangenen Solo-Alben, die sich allesamt in den Top 5 der Charts platziert und weltweit über eine Million Mal verkauft haben. Dabei schlug der Abend wunderbare Bögen in die jüngere musikalische Vergangenheit:
- So spiegelte das von kritischem Geist und Optimismus getragene Album „Prisma“ den scharfen Blick des Künstlers auf seine Umwelt wider.
- Auch Erinnerungen an das stark autobiografisch geprägte Werk „Pride“ schangen mit, das einst irische Traditionen, Folklore und literarische Einflüsse – untermalt von einer eindrucksvollen Island-Reise – zu einem einzigartigen Klangkosmos verschmolzen hatte.
Am Ende entließ Rea Garvey ein glückliches, beseeltes Publikum in die Nacht. Mannheim hatte einmal mehr erlebt, warum der sympathische Ire zu den ganz großen Live-Garanten der europäischen Pop-Landschaft gehört.
Text & Foto © by Boris Korpak














