Broilers und Drei Meter Feldweg live in Frankfurt mit energiegeladener Punkrock-Show und begeisterten Fans

Broilers und Drei Meter Feldweg heizen Frankfurt ein – Gelungenes Warm-up vor dem Open-Air-Sommer

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Frankfurt am Main, Batschkapp, 23. Juni 2026

Die Vorfreude auf den Festivalsommer und die anstehende Open-Air-Tour der Broilers war in der ausverkauften Batschkapp förmlich greifbar. Mit dem ersten von insgesamt drei exklusiven Warm-up-Konzerten präsentierte sich die Düsseldorfer Band am Dienstagabend in einer Atmosphäre, die kaum näher an den Fans sein könnte. Unterstützt wurden sie von Drei Meter Feldweg, die den Abend mit einer energiegeladenen Show eröffneten und das Publikum frühzeitig auf Betriebstemperatur brachten.

Bereits lange vor Einlass hatten sich die Fans rund um die traditionsreiche Frankfurter Konzerthalle versammelt. Die besondere Bedeutung des Abends war allen bewusst: Bevor die Broilers in den kommenden Wochen die großen Open-Air-Bühnen bespielen, sollte hier noch einmal Club-Luft geschnuppert werden – laut, intensiv und ohne große Distanz zwischen Band und Publikum.

Drei Meter Feldweg sorgen für den perfekten Auftakt

Die Norddeutschen von Drei Meter Feldweg bewiesen einmal mehr, warum sie sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe der deutschsprachigen Punkrock-Szene entwickelt haben. Mit viel Spielfreude, Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie lieferten sie ein Set ab, das von der ersten Minute an funktionierte. Die Zuschauer dankten es mit lautstarken Mitsingchören und ausgelassener Bewegung vor der Bühne.

Broilers: Nahbar, emotional und voller Energie

Als gegen 21 Uhr schließlich die Lichter erloschen und die ersten Töne von „Zurück zum Beton“ erklangen, verwandelte sich die Batschkapp endgültig in einen Hexenkessel. Die Broilers machten sofort klar, dass sie die kommenden Sommermonate in Bestform angehen werden.

Mit „Wo es hingeht“, „Schwer verliebter Hooligan“ und „Meine Familie“ folgte direkt zu Beginn eine Reihe von Songs, die sowohl langjährige Fans als auch jüngere Besucher lautstark mitsangen. Besonders „Gib das Schiff nicht auf!“ entwickelte sich früh zu einem der emotionalen Höhepunkte des Abends.

Die Band wirkte bestens eingespielt, gleichzeitig aber angenehm locker. Immer wieder suchte Frontmann Sammy Amara den direkten Kontakt zum Publikum, sprach über die besondere Bedeutung kleiner Clubshows und die Vorfreude auf die bevorstehende Tour.

Neben Klassikern wie „Paul der Hooligan“, „In ein paar Jahren…“ und „Harter Weg (Go!)“ fanden auch neuere Stücke ihren Platz im Programm. Mit „Lofi“, „Wie weit wir gehen“ und „Die Beste aller Zeiten“ zeigte die Band die gesamte Bandbreite ihres Schaffens zwischen Punkrock, Stadionhymne und emotionalem Songwriting.

Für Begeisterung sorgte auch ein ausgedehnter Medley-Block aus „Wenn Du jetzt denkst“, „AntiAntiAnti“, „Dumm und Glücklich“, „Nur die Nacht weiß“ und „Heute schon gelebt“, bei dem die gesamte Halle textsicher jede Zeile mitsang.

Eine Reise durch die Bandgeschichte

Im weiteren Verlauf des Abends wechselten sich große Hymnen und intime Momente ab. „Ihr da oben“, „Nach Hause kommen / Zurück zu mir“ sowie das intensive „Ich brenn’“ gehörten zu den stärksten Darbietungen des Konzerts.

Mit dem ungewöhnlichen Medley aus „Bar“, Bruce Springsteens „Hungry Heart“ und „Excited“ bewiesen die Broilers erneut ihre Fähigkeit, Einflüsse und Stile spielerisch miteinander zu verbinden. Anschließend folgten Fan-Favoriten wie „In 80 Tagen um die Welt“, „Held in unserer Mitte“ und „33 rpm“.

Spätestens bei „Ist da jemand?“ und „Singe, seufze & saufe“ erreichte die Stimmung ihren nächsten Höhepunkt. Die Zuschauer verwandelten die Batschkapp in einen einzigen Chor, während die Band die Energie der Menge sichtbar genoss.

Emotionales Finale

Zum Ende hin wurde es noch einmal besonders emotional. „Ruby Light & Dark“, „Nicht alles endet irgendwann“ und „Nur nach vorne gehen“ sorgten für Gänsehautmomente, bevor mit „Tanzt du noch einmal mit mir“ einer der bewegendsten Songs des Repertoires erklang.

Eine Überraschung bot die Band mit ihrer Interpretation von „Cigarettes, Whiskey, and Wild, Wild Women“, ursprünglich von den Sons of the Pioneers, die hervorragend in die ausgelassene Stimmung des Abends passte.

Mit „Bitteres Manifest“, „Meine Sache“ und schließlich „Blume“ verabschiedeten sich die Broilers nach über zwei Stunden von ihrem Frankfurter Publikum. Während die letzten Töne verklangen, blieb das Gefühl zurück, Zeuge eines besonderen Konzertabends geworden zu sein.

Das erste Warm-up-Konzert der Broilers vor der großen Sommer-Open-Air-Tour war weit mehr als ein gewöhnlicher Tourauftakt. In der intimen Atmosphäre der ausverkauften Batschkapp zeigte die Band eindrucksvoll, warum sie seit Jahren zu den wichtigsten deutschsprachigen Rockbands gehört. Unterstützt von einem starken Auftritt von Drei Meter Feldweg entstand ein Abend voller Leidenschaft, Gemeinschaftsgefühl und musikalischer Höhepunkte.

Wenn dieses Konzert ein Vorgeschmack auf die kommende Open-Air-Saison war, dürfen sich die Fans auf einen außergewöhnlichen Sommer freuen.

Bilder und Text by Jan Heesch

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