Die Fantastischen Vier bei ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurt auf der Bühne

Die Fantastischen Vier begeistern in der Festhalle Frankfurt mit einer energiegeladenen Jubiläumsshow

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Fast drei Jahrzehnte nach ihren ersten Erfolgen beweisen Die Fantastischen Vier, dass sie noch immer zu den prägendsten Live-Bands der deutschen Musikszene gehören. Bei ihrem Konzert in der Festhalle Frankfurtpräsentierten SmudoThomas DMichi Beck und And.Ypsilon eine mitreißende Show, die eindrucksvoll zeigte, warum die Stuttgarter Hip-Hop-Pioniere auch heute noch Hallen füllen.

Schon lange vor Konzertbeginn herrschte vor der Festhalle beste Stimmung. Auffällig war der generationsübergreifende Charakter des Publikums. Viele Besucher waren bereits in den 1990er-Jahren Fans der Fantastischen Vier, inzwischen begleiteten Eltern ihre Kinder oder sogar Enkel zum Konzert. Kaum eine andere deutsche Band schafft es, über so viele Jahre hinweg Menschen unterschiedlichen Alters gleichermaßen zu begeistern.

Deutschrap-Pioniere mit einer außergewöhnlichen Karriere

Als die Fantastischen Vier Anfang der 1990er-Jahre mit deutschsprachigem Hip-Hop ihren Durchbruch feierten, war das Genre hierzulande noch eine Ausnahmeerscheinung. Mit Songs wie „Die Da!?“ bewiesen sie, dass Rap auf Deutsch ein großes Publikum erreichen kann und legten damit den Grundstein für viele Künstler, die später folgten.

Auch nach fast 30 Jahren auf der Bühne wirkt die Band keineswegs nostalgisch. Statt sich auf vergangenen Erfolgen auszuruhen, entwickeln sich die vier Musiker kontinuierlich weiter und verbinden neue Songs mit den Klassikern ihrer Karriere.

37 Songs ohne spürbaren Spannungsverlust

Vom ersten Titel an entwickelte sich in der Festhalle eine beeindruckende Dynamik. Die Fantastischen Vier spielten ein Programm mit 37 Songs, das sich über rund 135 Minuten erstreckte und kaum Zeit zum Durchatmen ließ.

Titel reihten sich nahezu ohne Unterbrechung aneinander. Das Publikum machte jede Wendung mit, sang lautstark mit und verwandelte die Festhalle immer wieder in einen riesigen Chor. Selbst auf den oberen Rängen hielt es viele Besucher kaum auf ihren Plätzen.

Eine der wenigen ruhigeren Phasen entstand bei „Tag am Meer“. Für einige Minuten wurde die Stimmung nachdenklicher, bevor die Band sofort wieder das Tempo anzog und die Energie des Abends erneut auf Höchstniveau brachte.

Neue Songs treffen auf große Klassiker

Im Mittelpunkt des Konzerts standen natürlich auch die Stücke des damals aktuellen Albums „Captain Fantastic“. Gleichzeitig verzichteten die Fantastischen Vier nicht auf die Songs, die ihre Karriere geprägt haben.

Als Thomas D während „Die Da!?“ seine markante Brille aus den frühen 1990er-Jahren aufsetzte und mit einem Augenzwinkern den Satz „Genau wie 1992!“ in Richtung Publikum rief, sorgte dieser Moment für großen Jubel. Solche kleinen Einlagen machten deutlich, dass die Band ihre eigene Geschichte mit Humor betrachtet und die enge Verbindung zu ihren Fans bis heute pflegt.

Frankfurt feiert eine Band, die nichts von ihrer Energie verloren hat

Nach über zwei Stunden endete ein Konzert, das eindrucksvoll zeigte, warum Die Fantastischen Vier auch nach Jahrzehnten zu den stärksten Live-Acts Deutschlands zählen. Musikalisch präzise, mit viel Spielfreude und sichtbarer Begeisterung lieferten sie eine Show, die von der ersten bis zur letzten Minute überzeugte.

Die Besucher verabschiedeten die Band mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Wer an diesem Abend in der Festhalle Frankfurt dabei war, bekam nicht nur eine Reise durch die Geschichte des deutschen Hip-Hop, sondern auch den Beweis, dass die Fantastischen Vier noch lange nicht daran denken, kürzerzutreten.

Text & Foto © by Jan Heesch

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