
Avantasia eröffnen das Zeltfestival Rhein-Neckar mit einem Metal-Spektakel
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Große Stimmen, harte Gitarrenriffs und eine Bühne voller internationaler Rock- und Metal-Musiker: Am Mittwoch, 5. Juni 2024, eröffnete Avantasia gemeinsam mit den Burning Witches das 8. Zeltfestival Rhein-Neckar auf dem Mannheimer Maimarktgelände. Im Palastzelt präsentierte Tobias Sammet sein All-Star-Metal-Opera-Projekt mit einer aufwendigen Show, zahlreichen Gastmusikern und Songs aus verschiedenen Phasen der Bandgeschichte.
Dabei verzichtete Avantasia auf Pyrotechnik. Statt Flammen bestimmten kraftvolle Stimmen, wechselnde Gesangsbesetzungen und die Musik das Geschehen auf der Bühne.
Burning Witches eröffnen den Abend mit klassischem Heavy Metal
Den musikalischen Auftakt übernahmen die Schweizer Burning Witches. Die fünfköpfige Band setzte auf traditionellen Heavy Metal mit treibenden Rhythmen, markanten Gitarrensoli und der kraftvollen Stimme von Laura Guldemond.
An den Gitarren standen Romana Kalkuhl und Larissa Ernst, während Jeanine Grob am Bass und Lala Frischknecht am Schlagzeug das rhythmische Fundament lieferten.
Mit „Unleash the Beast“ eröffneten Burning Witches ihren Auftritt. Auch „Lucid Nightmare“ und „The Dark Tower“ aus dem 2023 veröffentlichten Album The Dark Tower standen auf dem Programm.
In rund 45 Minuten präsentierten die Musikerinnen acht Songs. Den Abschluss bildete „Burning Witches“, bevor die Bühne für Avantasia vorbereitet wurde.
Tobias Sammet startet Avantasia mit „Spectres“
Gegen 19:50 Uhr begann der Auftritt von Avantasia. Mit „Spectres“ eröffnete Tobias Sammet die Show und begrüßte das Mannheimer Publikum.
Das Besondere an Avantasia zeigte sich schon beim nächsten Song. Für „Reach Out for the Light“ kam Adrienne Cowan hinzu und setzte mit ihrer vielseitigen Stimme einen ersten markanten Akzent.
Avantasia funktioniert live wie eine musikalische Staffelübergabe. Unterschiedliche Sängerinnen und Sänger übernehmen einzelne Stücke, wechseln sich mit Sammet ab oder stehen gemeinsam am Mikrofon. Dadurch verändert sich die Klangfarbe der Show immer wieder, ohne dass der musikalische Zusammenhang verloren geht.
Ronnie Atkins und Herbie Langhans setzen starke Akzente
Mit Ronnie Atkins, bekannt als Sänger von Pretty Maids, bekam der Abend eine weitere markante Stimme. Bei „The Scarecrow“ und „Book of Shallows“ stand er gemeinsam mit Tobias Sammet auf der Bühne.
Besonders „The Scarecrow“ bot mit seinen unterschiedlichen musikalischen Passagen viel Raum für die beiden Sänger. Harte Gitarren, melodische Abschnitte und die wechselnden Stimmen prägten die Darbietung.
Bei „Draconian Love“ rückte anschließend Herbie Langhans in den Mittelpunkt. Seine dunklere Stimmlage bildete einen deutlichen Kontrast zu den vorherigen Gesangsparts. Später war er auch bei „Shelter from the Rain“ zu hören.
Bob Catley und Geoff Tate erweitern die Metal-Oper
Zu den besonderen Gästen gehörte Bob Catley, der langjährige Sänger der britischen Rockband Magnum. Bei „The Story Ain’t Over“ stand er gemeinsam mit Tobias Sammet und Chiara Tricarico auf der Bühne.
Mit Geoff Tate folgte eine weitere prägende Stimme der Rock- und Metal-Geschichte. Der ehemalige Queensrÿche-Sänger übernahm Gesangsparts bei „Alchemy“ und „Invincible“.
Gerade die unterschiedlichen Charaktere der Gastmusiker machten den Reiz des Konzerts aus. Während Catley seine melodische Rockstimme einbrachte, setzte Tate mit seiner unverwechselbaren Phrasierung und seinem großen Stimmumfang andere Akzente.
Auch bei „Avantasia“ war Geoff Tate beteiligt. Der Titelsong gehörte zu den Momenten, in denen sich die Verbindung zwischen Band und Publikum besonders deutlich zeigte.
Avantasia verbinden Power Metal und Rock-Oper
Musikalisch spannte der Abend einen weiten Bogen. Auf schnelle Power-Metal-Passagen folgten ruhigere Momente, mehrstimmige Refrains und ausgedehnte Kompositionen.
Songs wie „Let the Storm Descend Upon You“, „Dying for an Angel“ und „Kill the Pain Away“ zeigten die unterschiedlichen Facetten des Projekts. Mit „Farewell“ und „Mystery of a Blood Red Rose“ kamen weitere Stücke hinzu, die das Programm abwechslungsreich gestalteten.
Tobias Sammet führte als Sänger und Gastgeber durch die Show. Zwischen den Songs suchte er immer wieder den Kontakt zum Publikum und verband die Auftritte seiner Gäste mit seiner gewohnt lockeren Bühnenpräsenz.
Großes Finale mit „Sign of the Cross“ und „The Seven Angels“
Nach „Lost in Space“ kehrten Avantasia für die Zugabe zurück. Mit „Lucifer“ stand zunächst ein weiterer Song auf dem Programm, bevor das Konzert auf sein großes Finale zusteuerte.
Das abschließende Medley aus „Sign of the Cross“ und „The Seven Angels“ vereinte noch einmal zahlreiche Stimmen des Abends. Bob Catley, Ronnie Atkins, Geoff Tate und weitere beteiligte Sängerinnen und Sänger machten den Abschluss zu einem der musikalischen Höhepunkte.
Gerade bei diesem Finale wurde deutlich, weshalb Avantasia als Live-Projekt eine besondere Stellung im Melodic- und Power-Metal-Bereich einnimmt. Die unterschiedlichen Stimmen verschmolzen mit den Chören, Gitarren und Keyboards zu einer groß angelegten Rock-Oper.
Avantasia setzen den Auftakt für das Zeltfestival Rhein-Neckar 2024
Mit Burning Witches als Support und einer rund zweistündigen Avantasia-Show begann das 8. Zeltfestival Rhein-Neckar mit einem ausgesprochen metallischen Abend.
Burning Witches lieferten klassischen Heavy Metal, während Tobias Sammet und seine internationalen Gäste anschließend die gesamte Bandbreite des Avantasia-Projekts präsentierten.
Vor allem die Kombination aus starken Einzelstimmen, gemeinsamen Gesangspassagen und bekannten Songs machte den Auftakt in Mannheim besonders. Ohne Pyrotechnik, dafür mit musikalischer Wucht und einer eindrucksvollen Besetzung, setzte Avantasia einen markanten Startpunkt für die Festivalausgabe 2024.
Avantasia Setlist – Mannheim, 05.06.2024
- Spectres
- Reach Out for the Light – mit Adrienne Cowan
- The Scarecrow – mit Ronnie Atkins
- Book of Shallows – mit Ronnie Atkins
- Draconian Love – mit Herbie Langhans
- The Story Ain’t Over – mit Bob Catley
- Alchemy – mit Geoff Tate
- Invincible – mit Geoff Tate
- Let the Storm Descend Upon You
- Dying for an Angel – mit Ronnie Atkins
- Kill the Pain Away – mit Adrienne Cowan
- Avantasia – mit Geoff Tate
- Promised Land
- Farewell
- Shelter from the Rain – mit Herbie Langhans
- Mystery of a Blood Red Rose
- Lost in Space
Zugabe
- Lucifer
- Sign of the Cross / The Seven Angels – mit Bob Catley, Ronnie Atkins, Geoff Tate und weiteren Sängern
Text & Foto © Boris Korpak | bokopictures














