
Howard Carpendale in Mannheim: Let’s Do It Again!
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Am 23. Mai 2024 gehörte die SAP Arena Mannheim einem Mann, dessen Songs für viele Besucher längst zum persönlichen Soundtrack gehören. Howard Carpendale machte mit seiner „Let’s Do It Again!“-Tour Station in Mannheim und nahm die ausverkaufte Arena für fast drei Stunden mit durch mehrere Jahrzehnte seiner Karriere. Der offizielle Veranstaltungsbeginn war für 20 Uhr angesetzt.
Dabei ging es nicht um eine reine Oldieshow. Carpendale verband neue Titel mit jenen Songs, deren erste Takte reichen, damit Tausende sofort wissen, was kommt. Seine 2024 gestartete Tour führte ihn durch insgesamt 16 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Let’s Do It Again eröffnet den Abend in Mannheim
Nach dem Intro dauerte es nicht lange, bis Howard Carpendale selbst die Bühne übernahm. Mit „Let’s Do It Again!“ eröffnete er den musikalischen Teil und gab damit gleich die Richtung vor.
„Ist ein Leben genug“ und „Du bist das Letzte…“ folgten. Dann wurde es vertrauter. Bei „Samstag Nacht“ brauchte Carpendale kaum noch Überzeugungsarbeit, die ersten Reihen sangen mit, weiter hinten gingen die Hände nach oben.
Carpendale stand dabei nicht einfach am Mikrofon und arbeitete seine Lieder ab. Er erzählte, kommentierte, scherzte und suchte immer wieder den Kontakt zu seinem Publikum. Diese Mischung gehört seit Jahrzehnten zu seinen Konzerten. Und sie funktioniert noch immer.
Der Sänger war zu diesem Zeitpunkt 78 Jahre alt. Von einem routinierten Abspulen seiner Hits war in Mannheim trotzdem wenig zu spüren. Carpendale wirkte präsent, gut aufgelegt und sichtbar in seinem Element.
Zwischen neuen Songs und großen Erinnerungen
Mit „Ungesagtes“ und „Es geht um mehr“ zeigte das Programm zunächst eine ruhigere Seite, bevor bekannte Melodien wieder stärker in den Vordergrund rückten.
Eine besondere Farbe bekam der Abend mit dem Beatles-Klassiker „Ob-La-Di, Ob-La-Da“. Dass Carpendale solche Songs in seine eigenen Programme integriert, passt zu einem Künstler, dessen musikalische Biografie seit jeher weit über den klassischen deutschen Schlager hinausreicht. Die Nummer gehörte auch bei anderen Stationen der „Let’s Do It Again!“-Tour zum Programm.
„Das schöne Mädchen von Seite 1“, „Tür an Tür mit Alice“ und „Willkommen auf der Titanic“ führten anschließend tief in die eigene Geschichte zurück.
Hier wurde hörbar, wie viele seiner Songs längst mehrere Generationen erreicht haben. Einige Besucher dürften die Titel seit ihrer ursprünglichen Veröffentlichung kennen, andere sind mit ihnen durch Eltern oder Großeltern aufgewachsen. In der SAP Arena sangen sie gemeinsam.
Hello Again braucht nur wenige Sekunden
Nach der Pause folgte einer dieser Momente, bei denen die ersten Töne genügen.
„Hello Again“.
Der Song eröffnete den zweiten Teil des Konzerts und wurde von der SAP Arena entsprechend laut empfangen. „Das ist unsere Zeit“ und „Du fängst den Wind niemals ein“ hielten die Stimmung oben, während Carpendale immer wieder zwischen großer Arena-Show und persönlicher Ansprache wechselte.
Auch „Wie frei willst du sein“ und „Du bist doch noch hier“ fanden ihren Platz.
Bei „Wild Horses“, dem Song von Gino Vannelli, wurde es dagegen deutlich ruhiger. Die Inszenierung nahm sich zurück, die Aufmerksamkeit lag auf Carpendales Stimme und seiner Interpretation. „Wild Horses“ gehörte während der Tour regelmäßig zum zweiten Konzertteil.
Solche Momente tun einer großen Arenashow gut. Nicht jede Minute muss knallen.
Howard Carpendale braucht keine Effekthascherei
Natürlich gehörten große Lichtbilder und eine aufwendige Produktion zu diesem Abend. Aber der Mittelpunkt blieb Carpendale selbst.
Das ist bei einer Karriere dieser Länge keineswegs selbstverständlich. Man könnte problemlos eine Show bauen, die ihre Hauptfigur hinter Videowänden, Effekten und Nostalgie verschwinden lässt. In Mannheim passierte das nicht.
Carpendale erzählte Geschichten, nahm sich Zeit für seine Musiker und ließ die Songs wirken. Dann zog das Tempo wieder an.
„Mit viel, viel Herz“, „Laura Jane“ und „Nachts, wenn alles schläft“ führten das Publikum weiter durch seine Karriere. Gerade der letzte Titel gehört zu den Songs, bei denen eine Halle kaum noch zum Mitsingen aufgefordert werden muss.
Dann geh doch und Ti amo sorgen für das Finale
Natürlich ließ Mannheim Howard Carpendale nach dem regulären Konzertende nicht einfach verschwinden.
Die Zugabe begann mit „…dann geh doch“. Danach folgte „Ruf mich an“, bevor sich ein weiterer Klassiker den letzten Platz des Abends sicherte.
„Ti amo“.
Ein Song, der längst untrennbar mit Howard Carpendale verbunden ist. Noch einmal stand ein großer Teil des Publikums, noch einmal wurde gemeinsam gesungen.
Dann war Schluss.
Fast drei Stunden Musik, Erinnerungen und ein Sänger, der in der SAP Arena ziemlich deutlich machte, weshalb seine Konzerte auch nach Jahrzehnten noch solche Hallen füllen.
Setlist Howard Carpendale in Mannheim 2024
Set 1
- Intro
- Let’s Do It Again!
- Ist ein Leben genug
- Du bist das Letzte…
- Samstag Nacht
- Ungesagtes
- Es geht um mehr
- Ob-La-Di, Ob-La-Da
- Das schöne Mädchen von Seite 1
- Wem (erzählst du nach mir deine Träume)
- Tür an Tür mit Alice
- Willkommen auf der Titanic
- Eine Nacht in New York City
Set 2
- Hello Again
- Das ist unsere Zeit
- Du fängst den Wind niemals ein
- Wie frei willst du sein
- Du bist doch noch hier
- Wild Horses
- Mit viel, viel Herz
- Laura Jane
- Vielleicht niemals
- Nachts, wenn alles schläft
Zugabe
- …dann geh doch
- Ruf mich an
- Ti amo














