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Am 18. März 2024 machte James Blunt mit seiner „Who We Used To Be“-Tour Halt in der SAP Arena Mannheim. Der britische Sänger setzte dabei genau auf jene Mischung, die seine Konzerte seit Jahren trägt: große Balladen, eingängige Popsongs, trockener Humor und erstaunlich viel Nähe zum Publikum. Los ging es offiziell um 20 Uhr, Einlass war bereits ab 18:30 Uhr.
Bevor Blunt selbst die Bühne übernahm, sorgte das britische Trio Tors für den Auftakt. Ihr mehrstimmiger Indie-Folk und die ruhigen, melodischen Arrangements passten gut zu dem Abend und stimmten das Publikum auf den Hauptact ein.
Als James Blunt schließlich auf die Bühne kam, verzichtete er auf langes Vorgeplänkel. Mit „Beside You“ eröffnete er sein Set und stellte damit direkt sein 2023 erschienenes Album „Who We Used To Be“ in den Mittelpunkt.
Danach folgten „Saving a Life“ und „Wisemen“. Die Reihenfolge zeigte schon früh, wie geschickt Blunt neue Songs und bekannte Stücke miteinander verband. Auch in Mannheim spielte er anschließend „Carry You Home“, „All the Love That I Ever Needed“ und „Dark Thought“. Die dokumentierte Setlist des Abends stimmt damit mit den übrigen Deutschlandterminen der Tour überein.
Das Publikum ging von Beginn an mit. Kein hektisches Dauerfeuer, sondern ein Konzert, das sich Zeit für seine Songs ließ.
Natürlich warteten viele Besucher auf die großen Balladen.
Bei „Goodbye My Lover“ wurde die SAP Arena deutlich ruhiger. James Blunt saß am Klavier, und plötzlich reichte eine Melodie, um die große Halle fast intim wirken zu lassen. Genau diese Momente sind seine Stärke.
Ähnlich funktionierten später „High“ und „The Girl That Never Was“. Blunt braucht bei solchen Songs keine große Show. Stimme, Klavier oder Gitarre reichen.
Zwischen diesen ruhigeren Momenten lockerte er die Stimmung immer wieder mit trockenem britischem Humor auf. Gerade diese kurzen Ansagen verhinderten, dass der Abend zu sentimental wurde.
Mit „Postcards“ und „I Won’t Die With You“ ging es wieder etwas flotter weiter. Danach folgte eine überraschende Coverversion: „Coz I Luv You“ von Slade.
Spätestens bei „You’re Beautiful“ war dann klar, warum dieser Song nach all den Jahren noch immer einen festen Platz im Set hat. Tausende Stimmen setzten ein, und Blunt ließ dem Publikum viel Raum.
Auch „Same Mistake“, „Stay the Night“ und „OK“, bekannt aus der Zusammenarbeit mit Robin Schulz, sorgten für große Mitsingmomente. Die Mischung funktionierte. Kein reines Best-of, aber auch kein Konzert, das die bekannten Hits künstlich zurückhielt.
Nach dem regulären Set kehrte James Blunt für drei Zugaben zurück.
Mit „Monsters“ wurde es noch einmal sehr persönlich. Der Song, den Blunt seinem Vater widmete, gehört zu seinen emotionalsten Stücken. Danach brachte „Bonfire Heart“ die Stimmung wieder nach oben.
Den Schlusspunkt setzte „1973“.
Ein passender Abschluss. Die SAP Arena sang noch einmal geschlossen mit, bevor Blunt sich von seinem Mannheimer Publikum verabschiedete.
Die Tourdaten zeigen, dass die Shows dieser Konzertphase im Schnitt etwa eineinhalb Stunden dauerten. In Berlin lag die dokumentierte Spielzeit bei rund 100 Minuten.
James Blunt ist keiner, der seine Musik mit gigantischer Produktion überdecken muss. In Mannheim funktionierte das Konzert gerade deshalb so gut.
Die Songs standen im Mittelpunkt. Dazu kamen eine starke Band, ein aufmerksames Publikum und dieser typische Blunt-Humor, der selbst ernste Momente wieder erdet.
Der Abend zeigte, warum Songs wie „Goodbye My Lover“, „You’re Beautiful“, „Bonfire Heart“ oder „1973“ auch nach vielen Jahren noch funktionieren.
Und warum James Blunt live deutlich mehr ist als nur der Mann mit einer sehr bekannten Ballade.
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