Sänger Bob Catley und Gitarrist Tony Clarkin von der Band MAGNUM stehen live auf der Bühne der Batschkapp Frankfurt vor Publikum.

MAGNUM in der Batschkapp Frankfurt: Zeitloser Melodic Rock auf der „Road to Eternity“

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Wenn eine Band auf 40 Jahre Bühnenerfahrung und stolze 20 Studioalben zurückblicken kann, stellt sich in der Szene zwangsläufig die Frage: Ist das alte Feuer noch da? Wer beim Gastspiel von MAGNUM in der altehrwürdigen Frankfurter Batschkapp stand, bekam darauf eine unmissverständliche Antwort. Im Rahmen ihrer ausgedehnten „The Road to Eternity“-Europatournee lieferten die britischen Melodic-Rock-Veteranen ein Konzert ab, das spürbar vor Spielfreude strotzte.

Reds Cool bringen das Publikum auf Betriebstemperatur

Den musikalischen Startschuss für diesen von klassischen Gitarrenriffs geprägten Abend lieferte die Hardrock-Formation Reds Cool. Die Truppe hatte die nicht immer ganz dankbare Aufgabe, das Frankfurter Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen. Doch mit ihrem geradlinigen Sound und ordentlich Zug nach vorne schafften sie es mühelos, das anfängliche Eis zu brechen. Solide, treibende Rhythmen und eine sympathische Interaktion mit den ersten Reihen sorgten dafür, dass die Batschkapp bereits bestens eingestimmt war, als nach der Umbaupause das Hallenlicht erlosch.

Das 20. Studioalbum im Mittelpunkt der Show

Als schließlich Sänger Bob Catley, Gitarrist Tony Clarkin und Bassist Alan Barrow samt Mitstreitern die Bühne enterten, brandete lauter Jubel auf. Der klare Fokus der aktuellen Tournee liegt auf dem im März veröffentlichten Jubiläumswerk „Lost on the Road to Eternity“. Die Band fackelte nicht lange und bewies direkt, dass sich die neuen Stücke absolut nahtlos in den etablierten MAGNUM-Sound einreihen.

Besonders Mastermind Tony Clarkin ließ die Saiten mit einer fast schon stoischen Gelassenheit glühen, während Frontmann Bob Catley gewohnt charismatisch den direkten Kontakt zu den Fans suchte. Seine markante Stimme hat über die vielen Jahre zwar vielleicht etwas an purer Höhe, aber definitiv nichts an erzählerischer Tiefe und Ausdruckskraft eingebüßt.

Klassiker, Überraschungen und ein kommendes Live-Album

Natürlich kam auch die reiche Vergangenheit der Band nicht zu kurz. Die Briten brennen sichtlich darauf, ein weiteres Kapitel ihrer langen Geschichte zu schreiben, und servierten der gut gefüllten Batschkapp exakt jene melodischen Hymnen, für die sie von ihren treuen Anhängern verehrt werden. Epische Keyboard-Teppiche trafen auf kräftige Rock-Arrangements – eine Setlist, die sehr souverän zwischen Wehmut und drückendem Hardrock balancierte.

Ein besonderes Highlight für die Fans war zudem die Einbindung der brandneuen Single, die erst im Oktober das Licht der Welt erblickte und live ordentlich Druck machte. Wer von dieser packenden Bühnenenergie nicht genug bekommen kann, darf sich bereits jetzt freuen: Im Januar 2019 schieben MAGNUM ein großes Doppel-Live-Album nach, das genau diese dichte Konzertatmosphäre einfangen soll. Bis dahin bleibt in Frankfurt die Erinnerung an einen starken, handgemachten Rock-Abend von Musikern, die hörbar noch lange nicht ans Aufhören denken.

Text & Foto © by Jan Heesch

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