MONO INC. verwandeln am 22. August 2026 gemeinsam mit Hell Boulevard das Amphitheater Hanau in eine düstere Klangwelt aus Gothic Rock, treibenden Hymnen und emotionalen Momenten.

MONO INC. entfesselt Dark Rock im Amphitheater Hanau

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Dunkel, druckvoll und stellenweise überraschend emotional: Das Amphitheater Hanau gehörte am 22. August 2026 ganz der schwarzen Szene. Hell Boulevard eröffneten den Abend mit kantigem Gothic Rock, danach übernahmen MONO INC. und machten aus der besonderen Open-Air-Kulisse einen großen gemeinsamen Klangraum. Mal laut und treibend, mal fast still. Gerade dieser Wechsel gab dem Abend seinen Reiz.

Hell Boulevard legen ohne Anlauf los

Hell Boulevard hielten sich nicht lange mit einem vorsichtigen Einstieg auf. „She Just Wanna Dance“ setzte sofort das Tempo, anschließend schoben „Pitch Black“, „Zero Fucks Given“ und „Btch Pls“ den Auftritt konsequent nach vorne. Harte Gitarren, dunkle Melodien und eine ordentliche Portion Rock-Attitüde bestimmten die ersten Minuten.

Doch Hell Boulevard können mehr als Vollgas. Bei „Dead Valentine“ und „Not Another Lovesong (Requiem)“ rückte die melancholische Seite der Band stärker in den Vordergrund, ohne dass der Auftritt an Spannung verlor. „Satan in Wonderland“ und „Rebels“ zogen die Zügel anschließend wieder an. Mit „In Black We Trust“ war der Schlusspunkt gesetzt und das Publikum bereit für den Headliner.

MONO INC. übernehmen das Amphitheater

Als MONO INC. nach der Umbaupause die Bühne betraten, änderte sich die Stimmung spürbar. „Together Till the End“ eröffnete das Set, kurz darauf folgten „Funeral Song“ und „Louder Than Hell“. Besonders bei den großen Refrains wurde aus den Zuschauerreihen schnell ein Chor.

„Lost in Pain“ und „Arabia“ hielten den Druck hoch, bevor „Boatman“ eine andere Farbe in das Konzert brachte. Genau diese Wechsel funktionieren bei MONO INC. seit Jahren: schwere Rockpassagen stehen neben ruhigen, beinahe cineastischen Momenten, ohne dass das Set auseinanderfällt.

Bei „Still“ wurde es emotionaler. Danach zog „Welcome to Hell“ die Intensität wieder deutlich an. Vor der offenen Architektur des Amphitheaters wirkten die dunklen Songs noch einmal anders als in einer klassischen Konzerthalle. Stimmen, Gitarren und die Reaktionen des Publikums verschmolzen zunehmend miteinander.

Zwischen leisen Momenten und großen Hymnen

Ein eigener Moment gehörte Ilja mit seinem Solo, bevor „Abendrot“ das Tempo zurücknahm. Kein Bruch. Eher eine kurze Verschiebung der Stimmung, bevor „Get Some Sleep“ und „Voices of Doom“ den Abend wieder kräftiger werden ließen.

Mit „An klaren Tagen“ und „Dein Anker“ zeigten MONO INC. anschließend ihre emotionalere Seite. Gerade hier wurde deutlich, warum viele Songs der Hamburger live so gut funktionieren: Die Refrains sind groß genug für mehrere tausend Stimmen, bleiben aber trotzdem nahbar.

Dann wurde es noch einmal körperlicher. Beim Drum Battle stand der Rhythmus im Mittelpunkt, ehe „Heartbeat of the Dead“ das reguläre Set beendete. Doch ein wirklicher Schlusspunkt war das natürlich nicht.

Zwei Zugaben für Hanau

MONO INC. kamen zurück. Mit „In My Darkness“ begann die erste Zugabe deutlich dunkler, „Lieb Mich“ setzte den emotionalen Akzent dahinter. Die Verbindung zwischen Bühne und Publikum hielt.

Und noch einmal gingen die Musiker nicht endgültig. Für die zweite Zugabe stand mit „Children of the Dark“ jener Song bereit, der wie gemacht für diesen Abend war. Aus vielen einzelnen Stimmen wurde ein gemeinsamer Refrain. Laut. Geschlossen. Ein passendes letztes Bild für diese Nacht im Amphitheater.

Hell Boulevard hatten zuvor den ruppigeren, rebellischen Gegenpol gesetzt, MONO INC. bauten daraus anschließend eine Show zwischen Dark Rock, Melancholie und großen Hymnen. Gerade die Gegensätze funktionierten. Das Amphitheater Hanau lieferte dafür den richtigen Rahmen.

Setlist Hell Boulevard

She Just Wanna Dance · Pitch Black · Zero Fucks Given · Btch Pls · Dead Valentine · Not Another Lovesong (Requiem) · Satan in Wonderland · Rebels · In Black We Trust

Setlist MONO INC.

Together Till the End · Funeral Song · Louder Than Hell · Lost in Pain · Arabia · Boatman · Still · Welcome to Hell · Ilja Solo · Abendrot · Get Some Sleep · Voices of Doom · An klaren Tagen · Dein Anker · Drum Battle · Heartbeat of the Dead

Zugabe: In My Darkness · Lieb Mich

Zweite Zugabe: Children of the Dark

Text & Foto © Jan Heesch

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