Historische Tanzmeistergeige aus dem Jahr 1747 als Objekt des Monats September im Museum der Stadt Schwetzingen

„Museum frei Haus“ – Objekt des Monats September: Tanzmeistergeige

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Museum der Stadt Schwetzingen präsentiert zum 51. Schwetzinger Mozartfest eine Tanzmeistergeige aus dem Jahr 1747

Wenn Ende September das 51. Schwetzinger Mozartfest beginnt, steht die Stadt wieder ganz im Zeichen der Musik. Vom 25. September bis 11. Oktober 2026 erklingen im Schloss und an weiteren Spielorten Werke Wolfgang Amadeus Mozarts und seiner Zeitgenossen. Passend dazu stellt das Museum der Stadt Schwetzingen als Objekt des Monats September ein kleines, aber ausgesprochen geschichtsträchtiges Instrument aus seiner Sammlung vor: eine Tanzmeistergeige aus dem Jahr 1747.

Tanzmeistergeigen, auch Pochetten genannt, wurden vor allem vom 17. bis ins 19. Jahrhundert verwendet. Die handlichen Instrumente dienten Tanzmeistern dazu, ihre Schülerinnen und Schüler beim Einstudieren von Schritten und Figuren musikalisch zu begleiten. Musik und Tanz waren im 18. Jahrhundert eng mit dem gesellschaftlichen Leben verbunden – insbesondere an den europäischen Höfen spielten beide eine bedeutende Rolle.

Besonders spannend ist ein Detail, das sich durch die f-Löcher der kleinen Geige entdecken lässt: Im Inneren befindet sich ein handschriftlich beschriebener Zettel mit Angaben zur Herkunft und zum Baujahr des Instruments. Die Jahreszahl 1747 macht die Tanzmeistergeige zu einem Zeugnis jener Epoche, in der sich die Musikkultur des 18. Jahrhunderts in besonderer Weise entfaltete.

Auch der Bezug zu Mozart und zur Geschichte Schwetzingens ist bemerkenswert. Nur wenige Jahre nach dem Bau der Geige wurde Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Bereits als Kind besuchte er Schwetzingen und musizierte am kurfürstlichen Hof. Das Instrument schlägt damit eine direkte Brücke zwischen der Musikkultur des 18. Jahrhunderts und der Geschichte des Schwetzinger Hofes.

Passend zum 51. Schwetzinger Mozartfest beteiligt sich das Museum mit dem Format „Museum frei Haus“ auch am Begleitprogramm. Am 30. September 2026 um 19 Uhr findet im Palais Hirsch der Vortrag „Stéphanie von Baden – eine großherzogliche Witwe belebt die Mannheimer Musikkultur“ von Leony Gräfe (Forschungszentrum Hof – Musik – Stadt) statt. Im Mittelpunkt steht Stéphanie von Baden, die im 19. Jahrhundert wichtige Impulse für das Musikleben der Region setzte.

Weitere Informationen sowie Anmeldung unter:

www.visit-schwetzingen.de/museum-frei-haus

Zu sehen ist das „Objekt des Monats“ in der Stadtbibliothek Schwetzingen. Die Kooperation von „Museum frei Haus“ und Bibliothek bringt Geschichte sichtbar in den Alltag – zentral, kostenfrei und für alle zugänglich.

„Museum frei Haus – Kultur da, wo Du bist“ bringt während der Schließung des Stadtmuseums spannende Objekte, Aktionen und Geschichten direkt zu den Menschen – auf Märkte, in Schulen und an öffentliche Orte. Denn Geschichte gehört nicht nur ins Museum, sondern mitten ins Leben.

Fotonachweis: Stadt Schwetzingen, Foto: Tobias Schwerdt.

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