
The Hooters live im Colos-Saal Aschaffenburg: Dreistündiger Rock-Marathon in privater Atmosphäre
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Es gibt Konzert-Locations, zu denen eine Band eine ganz besondere, fast schon familiäre Verbindung pflegt. Für The Hooters gehört der Colos-Saal in Aschaffenburg offenkundig genau zu diesen Herzensorten. Wenn die US-Rocker auf Deutschlandtournee gehen, ist ein Stopp in dem ehrwürdigen Club längst liebgewonnene Tradition. Die Nachfrage war auch bei diesem Gastspiel so gewaltig, dass die Band – wie schon zwei Jahre zuvor – direkt zwei Shows hintereinander spielend ausverkaufte. Beste Voraussetzungen also, um mit breitem Grinsen und sichtlich gelöster Stimmung die Bühne zu betreten.
Ohne Vorband, dafür mit Überlänge: Fast drei Stunden Vollgas
Wer die Hooters kennt, weiß, dass sie musikalisch eine Menge zu erzählen haben. Ein kurzes Set kommt für die Band nicht infrage, weshalb man sich konsequent gegen einen Support-Act entschied. Das Resultat war ein monumentaler, fast dreistündiger Konzertabend, der die Fans mit mehr als 28 Titeln restlos bediente.
Von der ersten Minute an herrschte im ausverkauften Club eine ausgelassene, fast greifbare Feierlaune. Die Setlist pflügte einmal quer durch die gesamte Karriere der Band und hielt für jeden Fan den passenden Nostalgie-Moment bereit. Es wurde mitgesungen, getanzt und von Anfang bis Ende Seite an Seite gefeiert.
Unplugged-Einlagen und steigende Temperaturen
Etwa in der Mitte des ausgiebigen Programms schalteten die Musiker einen Gang zurück und überraschten das Publikum mit einem stimmungsvollen Akustik-Part. Hier bekamen einige der bekannten Klassiker ein leicht verändertes, handgemachtes Gewand verpasst, das perfekt in den intimen Rahmen des Clubs passte.
Dass es bei einer solch intensiven Live-Show im gut gefüllten Colos-Saal schnell tropische Temperaturen annehmen würde, war abzusehen. Der Schweiß floss bei Band und Publikum gleichermaßen in Strömen, doch das trübte die exzellente Stimmung zu keiner Sekunde. Im Gegenteil: Die gemeinsame Hitze schweißte die Menschen im Saal nur noch enger zusammen.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass sich der Weg zu den Hooters auch nach all den Jahren immer wieder aufs Neue lohnt – vorausgesetzt, man hat eine Schwäche für echten, handgemachten Classic Rock, der mit Herz und Seele dargeboten wird.
Text & Foto © by Jan Heesch














