POWERWOLF live beim Zeltfestival Rhein-Neckar in Mannheim mit ihrer aufwendig inszenierten Metal-Show

POWERWOLF – Die Hohepriester des Metals erobern Mannheim

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Das ZELTFESTIVAL RHEIN-NECKAR wurde an diesem Abend zur Kathedrale des Heavy Metal. POWERWOLFgastierten in Mannheim und brachten ihre Mischung aus Power Metal, düsterem Kirchenpathos und großer Bühnenshow mit. Doch bevor die Wölfe losgelassen wurden, gehörte die Bühne zunächst Majesty und Amaranthe.

Und das Zelt füllte sich früh. Niemand wollte viel verpassen.

Majesty eröffnen den Metal-Abend in Mannheim

Als Majesty die Bühne betraten, strömten bereits zahlreiche Besucher vor die Bühne. Lange brauchte die Band nicht, um das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Klassischer Heavy Metal, eingängige Refrains und reichlich Spielfreude machten ihren Auftritt zum passenden Start in den Abend.

Majesty wussten genau, was ein Support-Act leisten muss. Nicht lange erklären. Spielen.

Die ersten Hände gingen nach oben, vor der Bühne wurde es voller und die Temperatur im Zelt stieg merklich. Damit war der Boden für die nächste Band bereitet.

Amaranthe legen noch einmal ordentlich nach

Mit Amaranthe wechselte der Sound anschließend deutlich. Die Schweden verbinden harte Gitarren mit modernen elektronischen Elementen, großen Melodien und unterschiedlichen Gesangsstilen. Das funktioniert auf Platte. Live noch besser.

Bei Songs wie „The Nexus“ war schnell Bewegung im Publikum. Auch „Amaranthine“ zeigte die andere Seite der Band und sorgte dafür, dass die Fans kräftig mitsangen.

Amaranthe spielten hier keineswegs die höfliche Vorband. Die Musiker gingen mit ordentlich Druck zur Sache und hatten das Mannheimer Publikum schnell im Griff. Als ihr Set endete, war die Stimmung dort angekommen, wo ein Headliner sie gerne übernimmt.

Jetzt fehlten nur noch die Wölfe.

POWERWOLF verwandeln das Zelt in eine Metal-Kathedrale

Als POWERWOLF schließlich die Bühne übernahmen, änderte sich die Atmosphäre schlagartig. Hier ging es nicht einfach um fünf Musiker, die ihre Songs spielen. Eine POWERWOLF-Show lebt vom gesamten Drumherum.

Kirchliche Symbolik trifft auf Metal. Dazu das markante Make-up, eine aufwendige Inszenierung und natürlich Attila Dorn, der als Frontmann irgendwo zwischen Metal-Sänger, Prediger und Zeremonienmeister agiert.

Das Publikum machte bereitwillig mit.

POWERWOLF haben sich über die Jahre eine eigene Welt geschaffen, die man nach wenigen Sekunden erkennt. Orgelklänge treffen auf schwere Gitarren, hymnische Refrains auf sakrale Elemente. Das kann ziemlich dick aufgetragen wirken. Soll es auch. Gerade live liegt darin der Reiz.

Die Fans sangen, reckten die Fäuste nach oben und feierten die Band. Und POWERWOLF ließen sich nicht lange bitten. Die Musiker spielten mit dem Publikum, forderten Reaktionen ein und verwandelten das Zelt immer wieder in einen riesigen Chor.

Von kleinen Clubs auf die großen Bühnen

Gerade bei diesem Auftritt wurde deutlich, welchen Weg POWERWOLF bereits hinter sich hatten. Die Band war längst aus dem Status eines Geheimtipps herausgewachsen und bewegte sich konsequent in Richtung der großen europäischen Metal-Bühnen.

Das kommt nicht von ungefähr. POWERWOLF haben einen Sound entwickelt, den man kaum mit einer anderen Band verwechselt. Dazu kommt eine Live-Inszenierung, die ihre Songs konsequent weiterdenkt.

Mannheim bekam davon die volle Packung.

Nach fast zwei Stunden war die Messe schließlich gelesen. Majesty hatten den Abend eröffnet, Amaranthe kräftig nachgelegt und POWERWOLF daraus ihre ganz eigene Metal-Zeremonie gemacht.

Wer die Band an diesem Abend beim ZELTFESTIVAL RHEIN-NECKAR erlebt hat, konnte bereits erahnen, dass für diese Wölfe noch deutlich größere Bühnen warten würden.

Text & Foto © by Jan Heesch

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